1, 2 oder 3
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Gesichtet | ||
Dies ist die letzte gesichtete Version,
(zeige alle), freigegeben am 17. Mai 2008.
|
| Showdaten | |
|---|---|
| Titel: | 1,2 oder 3 |
| Produktionsland: | Deutschland |
| Produktionsjahr: | seit 1977 |
| Produktionsfirma: | ZDF |
| Länge pro Sendung: | etwa 25 Minuten |
| Regelmäßigkeit: | samstags |
| Genre: | Spielshow |
| Erstausstrahlung: | 10. Dezember 1977 auf |
| Moderation: | |
Derzeitiger Moderator
Ehemalige Moderatoren
|
|
1, 2 oder 3 ist eine Spielshow für Kinder im ZDF, KI.KA, ORF und SF (bei letzterem Sender nur bis zum 31. Dezember 2006). Die erste Ausstrahlung war am 10. Dezember 1977.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Das Konzept der Sendung stammt aus den USA. Dort wurde die Sendung von 1972 bis 1973 unter dem Titel Runaround von NBC Networks produziert. Von 1975 bis 1981 lief sie unter diesem Titel auch in Großbritannien, produziert von Southern Television für ITV.
Der Kern des Konzepts wurde für die deutsche Ausgabe übernommen und die Spielregeln modifiziert. 1, 2 oder 3 war die erste US-Lizenzproduktion im deutschen Fernsehen.
Der erste Moderator war Michael Schanze, der von 1977 bis 1985 durch 59 Sendungen führte. Er verhalf der Sendung, die damals im Samstagnachmittag-Programm des ZDF lief, zu großer Popularität - nicht zuletzt durch sein selbstgesungenes Titellied („1, 2 oder 3... Du musst Dich entscheiden, 3 Felder sind frei...“) und das deutliche „Plopp“ (der Zeigefinger wird zur Erzeugung des Ploppgeräuschs schnell seitlich aus der angespannten Mundhöhle geführt) als Stopp-Signal in den Raterunden.
Schanze wurde 1985 von Birgit „Biggi“ Lechtermann abgelöst, die die Sendung bis 1995 zehn Jahre lang moderierte. Rolf Zuckowski komponierte ein neues Titellied, und der heutige Slogan „1, 2 oder 3 – letzte Chance – vorbei!“ ersetze das „Plopp“-Kommando.
Von 1995 bis Ende 2005 moderierte Gregor Steinbrenner die Sendung. 2002 stellte er im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums einen Rekord im Dauerquizzen auf: Am Strand von St. Peter Ording moderierte er 25 Stunden lang ohne Unterbrechung 1, 2 oder 3. 11.040 Kandidaten beantworteten die 1.364 Fragen und erspielten 9.022 Punkte, die, in Euro umgewandelt, als Spende der Deutschen Sportjugend zugute kamen.
[Bearbeiten] Spielprinzip
Es treten drei Mannschaften gegeneinander an: ein Team aus Deutschland, eines aus Österreich und bis Ende 2006 eines aus der Schweiz, jetzt immer aus anderen Ländern. Jede Mannschaft besteht aus drei Kindern, die die vom Moderator gestellten Fragen beantworten. Damit die Spieler einen möglichst einheitlichen Kenntnisstand haben, treten immer Schüler einer vierten Klasse gegeneinander an.
Die Fragen jeder Sendung haben ein bestimmtes Schwerpunktthema. Der Moderator gibt pro Frage drei mögliche Antworten vor, die zusätzlich durch Cartoons auf Bildschirmen visualisiert werden; die drei Antwortmöglichkeiten werden auf einer drehbaren Leuchtwand dargestellt. Um zu antworten, müssen sich die Kinder auf das richtige Antwortfeld vor dem Symbol stellen. Um den Mitspielern dadurch aber nicht die Antwort zu verraten, springen die Kandidaten so lange zwischen den Feldern hin und her, bis der Moderator „1, 2 oder 3, letzte Chance, vorbei...“ ruft (früher: „Achtet auf das Plopp, denn Plopp heißt Stopp“.). Erst dann gilt die Antwort, danach ist kein Wechsel mehr möglich. Mit den Worten „Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht“ (in den Anfangsjahren „Ob ihr recht habt oder nicht, sagt euch gleich das Licht“) wird das richtige Antwortfeld nun erleuchtet und die Lösung verraten. Wer die Antwort wusste, wird mit einem Punkt in Form eines Balls belohnt, und wer sogar als einziger Kandidat richtig lag, darf sich seit vielen Jahren noch einen Extra-Ball nehmen.
Immer wieder helfen Experten, die als Gäste ins Studio geladen werden, komplizierte Fragen anschaulich zu erklären. Aber auch Demonstrationen und Experimente zu Themen aus Naturwissenschaft, Sport oder Technik helfen den Kindern, komplexe Sachverhalte zu verstehen.
Beim großen Finale erhält das Kandidaten-Team, das die meisten Bälle erspielt hat, den begehrten 1, 2 oder 3-Lego-Pokal sowie einen Zuschuss von 300 Euro (bis 2002: 500 DM) für die Klassenkasse, wobei die Zweit- und Drittplatzierten 200 bzw. 100 Euro erhalten. Außerdem bekommt jedes Kind ein Paket mit Überraschungen, während es im Verlauf der Geschichte der Sendung hier schon verschiedene Varianten gab.
Einzigartig in der deutschsprachigen Fernsehlandschaft ist von Anfang an das „Kamerakind“. Jede Woche bedient ein Kind während der Aufzeichnung eine echte Fernsehkamera und nimmt eigene Fernsehbilder auf. Diese werden in der Sendung eingespielt und mit einem Rahmen gekennzeichnet, damit sie auch für die Zuschauer erkennbar sind.
Seit vielen Jahren kann man auch interaktiv von zu Hause aus mitspielen. Dazu wählt man die Teletext-Seite 549 und drückt bei jeder Aufgabe die farbigen Knöpfe (rot = Antwort 1, gelb = Antwort 2, blau = Antwort 3) auf der Fernbedienung, allerdings ist dies nicht bei allen Fernsehgeräten möglich. Nach jeder Antwort wird der individuelle Punktestand angezeigt. Wenn man genauso viel oder mehr Fragen als die Kandidaten im Studio richtig beantwortet hat, wird am Ende der Sendung ein Lösungswort eingeblendet, ansonsten erscheint „Kein Code“. Dieses Lösungswort kann per Internet oder Postkarte eingeschickt werden und nimmt an der Verlosung von Preisen teil. Technisch basiert diese Mitspielvariante darauf, dass jeder Tastendruck auf eine andere Teletext-Seite verweist.
[Bearbeiten] Derzeitige Sendung
Seit dem 12. November 2005 wird die Sendung von Daniel Fischer moderiert, der am 30. Juni (ZDF)/1. Juli 2007 auch die 600. Sendung präsentierte. Der aktuelle Titelsong stammt von Prinzen-Frontmann Tobias Künzel.
Nach dem Ausstieg des Schweizer Fernsehens aus der Sendung Ende 2006 kommt mittlerweile das dritte Team in jeder Folge aus einem anderen Land. Hintergrund hierfür ist das 30-jährige Jubiläum der Sendung, das im Jahr 2007 gefeiert wird. So sollen unter dem Motto „30 Jahre - 30 Länder" u. a. Kinder aus Slowenien, Griechenland, Portugal, Finnland, Italien, Libanon, Russland oder La Réunion gegen die Teams aus Deutschland und Österreich antreten.
Seit 2002 steht neben dem Moderator auch die Robbe Piet Flosse im Rampenlicht: Im Studio unterstützt Piet die Kandidaten und ehrt am Ende die Sieger. Außerhalb des Studios erfindet und erkundet die sprechende Großpuppe Interessantes rund um die Studio-Fragen. Meistens spielt in den gezeigten Sketchen Alexander Königsmann (Moderator von „OLI's Wilde Welt") mit. Vor Piet stand der Drache Fauchi als stummes Kostümtier zur Verfügung. Zusammen mit dem Bären Ted Tatze ergeben sie die drei Maskottchen der Sendung, von denen es eines als Lego-Pokal am Ende der Sendung zu gewinnen gibt.
Seit 2006 ist 1, 2 oder 3 mit Sondersendungen - „On Tour" - auch regelmäßig unterwegs. Im Rahmen dieser Folgen wird an ungewöhnlichen, themenspezifischen Orten moderiert, von der Schlittschuhbahn über den Ponyhof bis hin zur Werft.
Seit Anfang 2007 kann jedes Team selbst entscheiden, wann es eine Frage zu seiner „Bonusfrage“ macht: Ist sich eine Mannschaft besonders sicher, die richtige Antwort zu wissen, drückt sie auf ihren Buzzer und setzt so den Piet, den es am Anfang vom Moderator bekommen hat. Springt das Kind dann auf die richtige Antwort erhält es die doppelte Anzahl an Bällen. Da bei jeder der sieben Fragen nur ein Team seinen Joker setzen darf, sind Schnelligkeit und Kalkül gefragt, da der Joker sonst verfällt. Davor gab es in jeder Sendung eine achte Frage, die „Masterfrage", mit der man zwei Bälle erreichen konnte. Seit Januar 2007 wird 1, 2 oder 3 außerdem im Breitbildformat 16:9 gesendet.
Bei 1, 2 oder 3 können die Fernsehzuschauer interaktiv über den Videotext oder per MHP-Receiver mitraten und gewinnen, indem sie mit Hilfe ihrer Fernbedienung durch die rote (Antwort 1), gelbe (Antwort 2) oder blaue (Antwort 3) Farbtaste die richtigen Antworten eingeben. Wenn man mindestens so viele Punkte erspielt hat wie der Tagesbeste (früher Tagessieger) der Sendung, erscheint am Ende des Spiels ein Lösungswort, andernfalls die Meldung „kein Code“.
[Bearbeiten] Sendezeit
1, 2 oder 3 wird derzeit samstags vormittags im ZDF und ORF sowie samstags nachmittags im KI.KA ausgestrahlt (Stand: Januar 2008). Seit 2007 wird die Sendung nicht mehr im Schweizer Fernsehen gesendet.

