1,2-Dibromtetrafluorethan

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Strukturformel
Strukturformel von 1,2-Dibromtetrafluorethan
Allgemeines
Name 1,2-Dibromtetrafluorethan
Andere Namen
  • 1,2-Dibrom-1,1,2,2-tetrafluorethan
  • 1,1,2,2-Tetrafluor-1,2-dibromethan
  • R 114B2
  • Halon 2402
Summenformel C2Br2F4
CAS-Nummer
  • 124-73-2
  • 25497-30-7
PubChem 31301
Kurzbeschreibung

farblose, sehr leicht flüchtige Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 259,82 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

2,18 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−110,4 °C[1]

Siedepunkt

47,26 °C[1]

Dampfdruck

458 hPa (20 °C)[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Umweltgefährlich
Umwelt-
gefährlich
(N)
R- und S-Sätze R: 59
S: keine S-Sätze
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−817,7 kJ/mol[4]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

1,2-Dibromtetrafluorethan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aliphatischen, gesättigten Halogenkohlenwasserstoffe. Sie liegt als farblose, sehr leicht flüchtige Flüssigkeit vor.

Verwendung[Bearbeiten]

1,2-Dibromtetrafluorethan wurde als Feuerbekämpfungsmittel verwendet. Es ist als ozonschichtabbauend (Ozonabbaupotenzial von 6) eingestuft und der Einsatz in Deutschland laut FCKW-Halon-Verbots-Verordnung verboten.

Am 8. November 2008 kam es auf dem russischen U-Boot K-152 zu einem folgenschweren Unfall, als die Feuerlöschanlage infolge eines Fehlalarms auslöste und ein Freon freisetzte, wobei 20 Menschen starben. Als Freon wird dabei je nach Quelle Freon-112 oder eben Dibromtetrafluorethan (Freon 114B2) angegeben.[5][6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Eintrag zu CAS-Nr. 124-73-2 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 6. Mai 2009 (JavaScript erforderlich).
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. David R. Lide (Ed.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90th Edition (Internet Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-20.
  5. Fire on Board the Russian Navy Akula II Nuclear Submarine kills Twenty Russian Sailors.
  6. Interfax.ru: Это большое горе для всех.