1-Butin

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Strukturformel
Struktur von 1-Butin
Allgemeines
Name 1-Butin
Andere Namen
  • But-1-in
  • Ethylacetylen
Summenformel C4H6
CAS-Nummer 107-00-6
PubChem 7846
Kurzbeschreibung

farbloses Gas mit acetylenähnlichem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 54,09 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig

Dichte
  • 0,67 g·cm−3 (flüssige Phase am Siedepunkt)[1]
  • 2,34 g·l−1 (gasförmig, 15 °C, 1000 hPa)[1]
Schmelzpunkt

−125,73 °C[1]

Siedepunkt

8,07 °C[1]

Dampfdruck

1581 hPa (20 °C)[1]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 04 – Gasflasche

Gefahr

H- und P-Sätze H: 220​‐​280
P: 210​‐​410+403 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Hochentzündlich
Hoch-
entzündlich
(F+)
R- und S-Sätze R: 12
S: 9​‐​16​‐​33
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

165,2 kJ/mol[4]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

1-Butin ist ein Kohlenwasserstoff aus der homologen Reihe der Alkine und isomer zu 2-Butin.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

1-Butin lässt sich durch Reaktion von Ethin mit einem Halogenethan (z. B. Bromethan) gewinnen.[5]

Eigenschaften[Bearbeiten]

1-Butin ist ein leicht entzündliches Gas, welches mit Luft bzw. Sauerstoff über einen weiten Konzentrationsbereich explosionsfähige Gemische bildet. Infolge seiner Dreifachbindung ist 1-Butin sehr reaktiv. So addiert es bereitwillig Halogene. In höheren Konzentrationen wirkt 1-Butin narkotisierend.

Es hat eine kritische Temperatur von 190,6 °C, einen kritischen Druck von 48,6 bar, eine kritische Dichte von 0,245 kg/l und eine Tripelpunkt-Temperatur von −125,7 °C.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k Eintrag zu CAS-Nr. 107-00-6 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 29. Dezember 2012 (JavaScript erforderlich).
  2. Römpp Online – Version 3.5, 2009, Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Standard Thermodynamic Properties of Chemical Substances, S. 5-25.
  5.  Paula Yurkanis Bruice: Organische Chemie: Studieren kompakt. Pearson Deutschland GmbH, 2011, ISBN 978-3-8689-4103-6 (Seite 259 in der Google-Buchsuche).