1-Hexadecanol

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Strukturformel Cetylalkohol
Allgemeines
Name 1-Hexadecanol
Andere Namen
  • Cetylalkohol
  • Hexadecan-1-ol
  • Palmitylalkohol
Summenformel C16H34O
CAS-Nummer 36653-82-4
PubChem 2682
Kurzbeschreibung

weiße, wachsartige Schuppen mit schwachem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 242,44 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,84 g·cm−3 [1]

Schmelzpunkt

49 °C [1]

Siedepunkt

344 °C [1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser [1]

Brechungsindex

1,4283 (79 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

1-Hexadecanol, auch Cetylalkohol, Hexadecan-1-ol oder Palmitylalkohol genannt, ist ein langkettiger, einwertiger Alkohol, der zur Gruppe der Fettalkohole gezählt wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Cetylalkohol wurde 1817 vom französischen Chemiker Michel Eugène Chevreul entdeckt. Als er Walrat mit Pottasche erhitzte, kondensierten Cetylalkoholplättchen. Von lateinisch Cetacea = Wal leitet sich die Bezeichnung Cetylalkohol ab.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Mit dem Niedergang des Walfangs verlor auch die Herstellung aus Walrat an Bedeutung. Heute fällt Cetylalkohol als Endprodukt in der Erdölverarbeitung an oder wird aus Palmöl oder Kokosöl durch Hydrierung der Fettsäure Palmitinsäure hergestellt.

Verwendung[Bearbeiten]

Cetylalkohol wird in der Kosmetikindustrie als Tensid in Shampoos eingesetzt. Zur Herstellung von Gesichtscremes wird es entweder als Emulgator oder als Verdickungsmittel eingesetzt. Cetylalkohol wird zum Fettalkoholsulfat oder auch zu Alkylethersulfaten umgesetzt, die als anionische Tenside in Waschmitteln bzw. in kosmetischen Produkten Anwendung finden.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Eintrag zu 1-Hexadecanol in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 15. August 2008 (JavaScript erforderlich).
  2. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Physical Constants of Organic Compounds, S. 3-278.
  3. Hexadecan-1-ol. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 20. Juni 2014.