1. FC Köln

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1. FC Köln
Vereinswappen des 1. FC Köln
Voller Name 1. Fußball-Club Köln 01/07 e. V.
Ort Köln, Nordrhein-Westfalen
Gegründet 13. Februar 1948
Vereinsfarben Rot und Weiß
Stadion RheinEnergieStadion
Plätze 50.000
Präsident Werner Spinner
Vorstand Markus Ritterbach
Harald Schumacher
Trainer Peter Stöger
Homepage www.fc-koeln.de
Liga Bundesliga
2013/14 1. Platz (2. Bundesliga)
Heim
Auswärts

Der 1. FC Köln (vollständiger Name: 1. Fußball-Club Köln 01/07 e. V.) ist mit über 65.000[1] Mitgliedern der größte Sportverein in Köln.

Der Klub entstand am 13. Februar 1948 aus dem Zusammenschluss der beiden Fußballvereine Kölner BC 01 und SpVgg Sülz 07. Ziel des Zusammenschlusses war es, für die Stadt Köln einen aus sportlicher wie aus wirtschaftlicher Sicht attraktiven Verein zu schaffen. Das Gründungsmitglied der Bundesliga konnte sich bis 1998 35 Jahre ununterbrochen in der höchsten deutschen Spielklasse halten und wird 2014/15 als 2.-Liga-Meister nach dem fünften Aufstieg wieder in der Bundesliga spielen. Der 1. FC Köln belegt den achten Platz in der ewigen Tabelle der Bundesliga.

Seit dem 6. März 2002 ist der Profifußballbereich (Erste Mannschaft, U21, U19 und U17) in die 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA ausgegliedert, in der der Verein das alleinige Stimmrecht hat. Der eingetragene Verein hält 100 % des Stammkapitals (2,5 Mio. Euro) an der KGaA.[2] Auch ist er Alleingesellschafter des Komplementär, der 1. FC Köln Verwaltungs GmbH.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Vorläufervereine[Bearbeiten]

Wappen des Vorgängervereins Kölner BC 01
Wappen des FC, 1948 bis 1967
1967 bis 1973

Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es in Köln mehrere etwa gleich starke Fußballvereine, so den VfL Köln 1899, den VfR Köln 04 rrh. (aus dem später der FC Viktoria Köln wurde), den SV Mülheim, die SpVgg Sülz 07 und den Kölner BC 01. Diese Vereine waren in erster Linie Stadtteilvereine. Keiner war stark genug, sich gegen die Großvereine aus dem Ruhrgebiet oder Süddeutschland dauerhaft durchzusetzen. Zwischen 1903 und 1933 gewannen Kölner Vereine nur viermal die Westdeutsche Meisterschaft, davon 1912 der Kölner BC und 1928 die SpVgg Sülz 07, und erreichten dann jeweils nur das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft. Von 1933 bis 1944 war die Gauliga Mittelrhein die höchste Spielklasse. Dort war es zwar eher möglich, sich gegen die Konkurrenz aus Aachen, Düren, Trier oder Koblenz durchzusetzen, doch kam das Aus für die Kölner Klubs in der anschließenden Endrunde fast durchweg bereits in der Vorrunde.

Da allen Beteiligten deutlich geworden war, dass sich die vielen Kölner Vereine sportlich und finanziell gegenseitig blockierten, kam es in der Nachkriegszeit in Köln zu mehreren Fusionen namhafter Vereine, darunter 1948 auch die Fusion des Kölner BC mit Sülz 07 zum 1. FC Köln.

Die Anfänge[Bearbeiten]

Trainingsgelände und Geschäftsstelle in Köln, das Geißbockheim

Treibende Kräfte der Fusion waren Franz Kremer und Franz Bolg. Kremer war bereits Präsident des KBC. Sein Ziel war der Aufbau eines auf nationaler Ebene konkurrenzfähigen Kölner Fußballklubs. Für die Fusion der bisher in starker Konkurrenz zueinander stehenden Vereine warb er unter anderem mit dem Spruch „Wollen Sie mit mir Deutscher Meister werden?“ – was durchaus gewagt war, handelte es sich doch um ein Zusammengehen eines zweitklassigen mit einem drittklassigen Verein. Franz Kremer, der auch der erste Präsident des 1. FC Köln wurde und es bis zu seinem Tode 1967 blieb, genießt bis heute einen geradezu legendären Ruf im Umfeld des 1. FC Köln. Den sportlichen Aufstieg in den 1950er und 1960er Jahren verdankt der FC zu einem erheblichen Teil ihm. Kremer verlieh dem Verein früh professionelle Strukturen und erwies sich als überaus geschickter Gestalter und Organisator.

Doch der sportliche Erfolg stellte sich bald ein. Bereits 1949 stieg der Verein nach zwei Siegen in den Bezirksendspielen gegen Bayer 04 Leverkusen in die Oberliga West auf (die regionalen Oberligen waren vor der Gründung der Bundesliga 1963 die höchsten deutschen Spielklassen).[4] Seit 1951 ist der 1. FC Köln, was die Platzierung im Ligaspielbetrieb anbelangt, ununterbrochen der beste Verein in Köln. Der FC wurde mit seiner Fußballabteilung in den 1950er und Anfang der 1960er Jahre insgesamt fünfmal Meister und dreimal Vizemeister der Oberliga West und nahm so achtmal an einer Endrunde zur Deutschen Meisterschaft teil.

Die 1960er[Bearbeiten]

In den Jahren 1960, 1962 und 1963 erreichte man jeweils das Finale der Deutschen Meisterschaft, konnte sich aber nur 1962 durchsetzen (4:0 gegen den 1. FC Nürnberg). Im Europapokal der Landesmeister scheiterte der FC bereits in der ersten Runde am FC Dundee. Das erste Spiel der Vereinsgeschichte in diesem Wettbewerb endete mit der bislang höchsten Niederlage auf europäischer Pflichtspielebene (1:8 am 5. September 1962 im Dens Park[5]), so dass auch der 4:0-Erfolg im Rückspiel nicht zum Weiterkommen reichte.

Als 1963 die Bundesliga gegründet wurde – FC-Präsident Franz Kremer hatte zu den energischsten Verfechtern einer Einführung dieser neuen Liga gehört –, wurde Köln 1964 erster Bundesliga-Meister und erreichte in der Saison darauf das Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister. Zu dieser Zeit galt der 1. FC Köln als der führende Fußballverein in Deutschland, auch aufgrund seiner für die damalige Zeit sehr modernen Organisationsstruktur und sportlichen Methodik. Zum Beispiel hatte der FC als erster deutscher Verein mit Rolf Herings einen eigenen Torwart-Trainer. In den folgenden Jahrzehnten zählten Kölner Torhüter fast immer zu den besten ihrer Zunft in Deutschland. Die Jugendspieler Harald Schumacher und Bodo Illgner wurden schon in jungen Jahren zu Stammtorhütern der Nationalmannschaft. Viele Vertreter großer deutscher Vereine besuchten damals die als vorbildlich geltenden Vereinsanlagen rund um das Geißbockheim. Im Jahr 1967 verstarb überraschend Präsident Franz Kremer. 1968 gewann der FC zum ersten Mal den DFB-Pokal. In der Liga zählte der FC in den Jahren nach der Meisterschaft 1964 meist zur Verfolgergruppe, konnte aber selten direkt ins Meisterschaftsrennen eingreifen. 1968/69 geriet der FC in akute Abstiegsgefahr. Erst am letzten Spieltag rettete man sich mit einem 3:0 gegen den amtierenden Meister 1. FC Nürnberg, der damit absteigen musste.

Die 1970er[Bearbeiten]

In der Saison 1969/70 spielte der FC wieder mit um die Meisterschaft. Am Ende zogen Borussia Mönchengladbach und Bayern München vorbei und blieben für die folgenden Jahre die dominierenden Mannschaften, an denen der FC nicht vorbeikam. Der FC belegte in fast allen Spielzeiten der 1970er Jahre Plätze im oberen Tabellendrittel und nahm regelmäßig am UEFA-Pokal teil.
Erst als Kölns erster Trainer, Hennes Weisweiler, 1976 ein drittes Mal das Traineramt übernahm, wurden wieder Titel errungen – zunächst gewann man 1977 den DFB-Pokal. 1978 wurde der Verein ein drittes Mal Deutscher Meister, wenige Wochen zuvor hatte der FC bereits das Pokalendspiel gegen Fortuna Düsseldorf gewonnen. Nach dem Gewinn des „Double“ beendeten einige Stammspieler ihre aktive Laufbahn (z. B. Hannes Löhr) oder wechselten den Verein (z. B. Wolfgang Weber). Zu den Neuverpflichteten gehörten zwei Spieler, deren Karriere gerade erst begonnen hatte – Pierre Littbarski und Bernd Schuster. Eine Titelverteidigung aber war in weite Ferne gerückt, die Saison 1978/79 beendete der FC nach enttäuschender Hinrunde als Sechster. Jedoch schafften es die Kölner bis ins Halbfinale des Europapokals der Landesmeister, wo der englische Meister Nottingham Forest Endstation (A 3:3, H 0:1) war. Das EC-Finale fand im Olympiastadion in München statt.

Die 1980er[Bearbeiten]

1979/1980 wurde der FC nur Fünfter und zog aber ins DFB-Pokal-Finale ein. Nachdem sich das Präsidium mit Hennes Weisweiler zerstritten hatte, wechselte dieser im April 1980 zu Cosmos New York. Es folgte Karl-Heinz Heddergott. Das DFB-Pokalfinale 1980 gegen Fortuna Düsseldorf verlor der FC mit 1:2. Unter Rinus Michels, dem „General“, hatte man in der Liga eher wechselhaften Erfolg (1980/81 Platz 8, 1981/82 Vizemeister, 1982/83 Platz 5). Am 5. November 1980 gelang dem FC im Europapokal als erster deutscher Vereinsmannschaft ein Sieg (4:0) im Stadion Camp Nou des FC Barcelona, man erreichte schließlich das Halbfinale des UEFA-Pokals (0:1, 0:1 gegen Ipswich Town). 1983 gewann der FC den DFB-Pokal gegen Fortuna Köln im Müngersdorfer Stadion. Der Zweitligist war für die meisten Experten das bessere Team, der FC-Sieg galt als glücklich. 1984 belegte der FC Platz 6. Im November 1985 übte Pierre Littbarski scharfe Kritik am damaligen Präsidenten Peter Weiand und wechselte nach Frankreich.

1986 entging man nur knapp dem Abstieg. Dennoch erreichte der FC das UEFA-Pokal-Finale, in dem man an Real Madrid (1:5, 2:0) scheiterte. Das Heimspiel des FC – damals wurde das Finale noch in Hin- und Rückspiel ausgetragen – musste dann wegen der Zuschauerausschreitungen beim Halbfinale im belgischen Waregem in Berlin stattfinden. Der folgende Saisonbeginn verlief ziemlich enttäuschend. Bei der schon früh als nötig erachteten Trainersuche setzte die Vereinsführung auf Co-Trainer Christoph Daum, der den FC sportlich wieder festigen konnte. Der Vorsitzende Peter Weiand trat zurück und Harald „Toni“ Schumacher wurde wegen seines Buches „Anpfiff“ suspendiert. Dietmar Artzinger-Bolten wurde neuer Präsident. In den folgenden Jahren wurde der FC unter Christoph Daum zunächst Dritter, dann zweimal Vizemeister.

Die 1990er[Bearbeiten]

Während der WM 1990 wurde Trainer Daum für weite Teile der Öffentlichkeit überraschend und ohne nähere Begründung entlassen. Ebenfalls 1990 wechselte der Mittelfeldspieler Thomas Häßler für die Rekordsumme von 14 Mio. DM zum italienischen Klub Juventus Turin. 1991 trat Präsident Artzinger-Bolten zurück und unter Nachfolger Klaus Hartmann wurde eine kritische Finanzlage offenbar, die die Lizenzerteilung gefährdete. 1991 stand man zum bisher letzten Mal im DFB-Pokal-Finale, das man im Elfmeterschießen gegen Werder Bremen verlor. In den folgenden Jahren wurde der Verein wirtschaftlich gefestigt, sportlich begann 1990 hingegen ein langsamer, stetiger Abstieg. 1992 qualifizierte sich der FC zum bisher letzten Mal für den UEFA-Pokal. In der Saison 1992/93 geriet der Verein erstmals seit fast zehn Jahren wieder in Abstiegsgefahr. 1995 erreichte der FC nochmals das DFB-Pokal-Halbfinale und schied dabei zuhause gegen den damaligen Zweitligisten VfL Wolfsburg aus. Mitte der 1990er etablierte sich der FC in der unteren Tabellenhälfte, wobei der Klassenerhalt erst 1995/96 wieder gefährdet war. Vom Anspruch her orientierte man sich jedoch weiterhin an höheren Tabellenregionen, häufige Trainerwechsel waren die Folge. International erreichte der FC zweimal das Halbfinale im UI-Cup, das Halbfinalrückspiel am 30. Juli 1997 beim SC Montpellier ist das bislang letzte Pflichtspiel des FC auf internationaler Ebene.

Die Ära Hartmann endete 1997, und Albert Caspers, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Ford-Werke AG, wurde Präsident. Er trat vor allem an, die wirtschaftliche Basis des 1. FC Köln zu stärken, ein professionelles Management einzuführen und so sportliche Erfolge wieder möglich zu machen. In seine Amtszeit fallen die Umwandlung der Lizenzspielerabteilung in eine Kapitalgesellschaft und der Umbau des alten Müngersdorfer Stadions in eine moderne Fußballarena, das RheinEnergieStadion. Zudem wurde die Bindung zwischen Stadt und Verein gestärkt. Seit Anfang des Jahres 2000 stiegen Mitgliederzahlen und Dauerkartenverkäufe stark an. Die sportlichen Ziele wurden jedoch nicht erreicht. In der Jubiläumssaison 1997/98 stieg der FC zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte ab. Nach einer enttäuschenden Zweitligasaison 1998/99 unter Trainer Bernd Schuster gelang in der Saison 1999/2000 mit Ewald Lienen der souveräne Wiederaufstieg in die höchste deutsche Spielklasse.

Die 2000er[Bearbeiten]

Einem zehnten Platz in der folgenden Saison folgte 2002 der erneute Abstieg. Aufstiegstrainer Ewald Lienen wurde im Januar 2002 entlassen, nachdem der FC sich am Tabellenende festgesetzt hatte; sein Nachfolger wurde im Februar 2002 Friedhelm Funkel. In diese Saison fällt auch der Bundesliga-Negativrekord des FC, als er 1.034 Spielminuten in Folge ohne Torerfolg blieb. Obwohl der FC bis ins DFB-Pokal-Halbfinale vordrang (1:3 n. V. in Leverkusen), blieb er bis zum Saisonende auf einem Abstiegsplatz. 2003 führte Friedhelm Funkel mit ergebnisorientierter Spielweise den FC wieder zurück in die Bundesliga, doch es folgte der erneute Abstieg. Funkel wurde im Oktober 2003 entlassen. Marcel Koller konnte das Blatt nicht mehr wenden, legte aber mit der Eingliederung der späteren Nationalspieler Lukas Podolski und Lukas Sinkiewicz aus der A-Jugend in den Profikader den Grundstein für den Wiederaufstieg. Anfang März 2004 kam es in der Führungsetage zu einem Machtkampf, der in der Rücktrittsforderung von Wolfgang Overath an den Vereinspräsidenten Albert Caspers gipfelte. Am 4. März 2004 wurde von der Vereinsführung mitgeteilt, dass Overath „mit sofortiger Wirkung Partner des Vorstands“ sei. Der Verwaltungsrat erklärte darüber hinaus, dass er Overath nach Beendigung der Präsidentschaft von Albert Caspers als Präsidentschaftskandidaten vorschlagen werde. Im Juni 2004 wurde Overath auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Präsidenten gewählt. Diese war nötig geworden, da Overath darauf beharrte, sofort alle Macht im Verein übertragen zu bekommen, da seiner Auffassung nach „sofortiges Handeln notwendig“ sei, um „den Verein nicht vor die Hunde gehen zu lassen“ und Caspers von seinem Amt zurückgetreten war. Overaths entließ Marcel Koller und stellte Huub Stevens als neuen Trainer vor. In der Saison 2004/05 stieg der FC als Zweitliga-Meister souverän wieder auf, zudem wurde ein neuer Zuschauerrekord für die 2. Bundesliga aufgestellt. Zum Saisonende verließ Trainer Stevens den Verein aus familiären Gründen, sein Nachfolger zur Saison 2005/06 wurde Uwe Rapolder, der jedoch bereits am 18. Dezember 2005 nach der bislang schlechtesten Kölner Bundesliga-Hinrunde entlassen wurde. Am Vortag war mit Andreas Rettig schon der sportliche Geschäftsführer zurückgetreten. Sein Nachfolger wurde am 22. Dezember 2005 Michael Meier. Am 3. Januar 2006 wurde der Schweizer Hanspeter Latour Trainer des 1. FC Köln. Auch unter ihm konnte der FC die Abstiegsplätze trotz solider Rückrunde nicht verlassen. Die gegen Saisonende deutlich positivere Tendenz führte dazu, dass Latour die Aufgabe übertragen wurde, für 2006/07 eine neue Mannschaft zu formen, die den Wiederaufstieg in die Bundesliga schaffen könnte. Die Hinrunde 2006/07 verschaffte dem 1. FC Köln nach gutem Start zunächst nicht die erhoffte Ausgangsposition für den sofortigen Wiederaufstieg, weshalb Trainer Latour am 9. November 2006 entlassen wurde. Sein Nachfolger wurde am 27. November 2006 Christoph Daum, der den Verein bereits von 1986 bis 1990 trainiert hatte. Doch auch mit dem neuen Trainer verlief die Rückrunde enttäuschend (u. a. ein 0:5 bei Aufsteiger Rot-Weiss Essen), so dass das Ziel am Ende klar verfehlt wurde. Die Vereinsführung und der Trainer mussten einräumen, dass die gesteckten Ziele nicht zu erreichen wären und kündigten an, die Planungen für einen erneuten Anlauf in der Saison 2007/08 auszurichten. Trotz der unbefriedigenden sportlichen Situation kündigte Christoph Daum an, seinen Vertrag bis 2010 zu erfüllen, jedoch mit der Einschränkung, dass er bei einem neuerlich verpassten Aufstieg den FC verlassen werde. Nach einer durchwachsenen Saison gelang dem 1. FC Köln am vorletzten Spieltag der Saison 2007/08 der Wiederaufstieg, erneut mit neuem Zweitliga-Zuschauerrekord.

Gegenwart[Bearbeiten]

In der Saison 2008/09 verzeichnete der FC zu Beginn einen neuen Rekord an verkauften Dauerkarten und eine nochmals deutlich gesteigerte Mitgliederzahl. Mit einer soliden Hinrunde belegte man in der Winterpause den elften Platz. In der Rückrunde ließ die Mannschaft zwar etwas nach, jedoch bestand zu keiner Zeit eine unmittelbare Abstiegsgefahr. Am Saisonende erreichte der FC den zwölften Tabellenplatz, Trainer Daum gab jedoch zum Saisonende seinen Abschied aus Köln bekannt.

Zur Saison 2009/10 kehrte Nationalspieler Lukas Podolski nach Köln zurück, Trainer wurde Zvonimir Soldo. Zum Ende der Saison belegte der FC den 13. Tabellenplatz.

Nach einem enttäuschenden Start in die Saison 2010/11 mit nur einem Sieg aus neun Spielen wurde Zvonimir Soldo am 24. Oktober 2010 beurlaubt. Sein Nachfolger wurde Frank Schaefer, der bisherige Trainer der U-23 des Vereins.

Am 29. November 2010 wurde Michael Meier als Manager entlassen. Als Nachfolger zum 1. Februar 2011 wurde am 18. Dezember 2010 Volker Finke als neuer Sportdirektor vorgestellt.[6] Am 5. Januar 2011 ernannte Trainer Schaefer Lukas Podolski zum neuen Mannschaftskapitän. Podolski trat damit die Nachfolge von Youssef Mohamad an, der seit Januar 2010 Kapitän gewesen war. Am 19. April erklärte Schaefer, dass er aus persönlichen Gründen nur noch bis zum Saisonende als Cheftrainer zur Verfügung stehe.

Nach dem mit 1:4 verlorenen Auswärtsspiel gegen den Mitabstiegskandidaten VfL Wolfsburg am 24. April 2011 kam es zu Fanprotesten. Auf dem Trainingsgelände wurde eine Bande mit der Aufschrift „Wenn ihr absteigt, schlagen wir euch tot. Come on FC.“ beschmiert.[7] Frank Schaefer trat am 27. April 2011 als Cheftrainer zurück. Als Interimscoach sprang Volker Finke ein. Mit neun Punkten aus den letzten drei Saisonspielen rettete sich der FC erst auf der Zielgeraden der Saison.

Am 14. Mai 2011 verpflichtete der Verein den Norweger Ståle Solbakken als neuen Cheftrainer. Auf der Mitgliederversammlung im November 2011 trat der Vorstand geschlossen zurück.[8] Am 10. März 2012 trennte sich der 1. FC Köln von Sportdirektor Finke aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen in Bezug auf die sportliche Zukunft. Am 12. April 2012 beurlaubte der Verein Trainer Solbakken und berief Frank Schaefer zu seinem Nachfolger. Der Verein reagierte damit auf die deutliche Niederlage im Spiel bei Mainz 05 und auf die erfolglose Rückrunde der laufenden Saison.[9]

Am 23. April 2012 wählten die Vereinsmitglieder Werner Spinner zum neuen Präsidenten. Neue Vizepräsidenten wurden Harald Schumacher und Markus Ritterbach.[10] Am 5. Mai 2012 stieg der 1. FC Köln zum fünften Mal in die 2. Bundesliga ab; durch eine 1:4-Niederlage gegen den FC Bayern München und einem gleichzeitigen Sieg von Hertha BSC rutschte Köln am letzten Spieltag vom Relegationsplatz auf Platz 17 der Tabelle ab und war damit zweiter direkter Absteiger.[11]

Am 14. Mai 2012 verpflichtete der FC Holger Stanislawski als neuen Cheftrainer für die kommende Saison. Als Co-Trainer brachte dieser André Trulsen und Klaus-Peter Nemet mit, mit denen er auch schon beim FC St. Pauli und in Hoffenheim zusammengearbeitet hatte. Die Saison 2012/13 wurde nicht mit dem sofortigen Wiederaufstieg abgeschlossen.[12] Stanislawski bat nach Vereinsangaben des 1. FC Köln den Klub um die vorzeitige Auflösung seines Vertrages zum 30. Juni 2013; dieser Bitte entsprach der Verein.[13] Am 12. Juni wurde Peter Stöger, der 2012/13 mit Austria Wien Österreichischer Meister geworden war, als Nachfolger zur Saison 2013/14 vorgestellt.[14] Die Kölner wurden mit dem neuen Trainer Herbstmeister und Winterkönig.[15] Mit einem 3:1-Heimsieg am Ostermontag gegen den VfL Bochum stand man am 31. Spieltag vorzeitig als Aufsteiger fest und sicherte sich zudem die Zweitliga-Meisterschaft.

Stadion[Bearbeiten]

Blick auf das RheinEnergieStadion in Köln

Die Heimstätte des 1. FC Köln ist das RheinEnergieStadion. Sein Vorläufer war das 1923 an derselben Stelle erbaute Müngersdorfer Stadion, das zur WM 1974 neu errichtet werden sollte, aber erst 1975 fertiggestellt wurde. In der Bauphase fanden die Heimspiele des FC in der benachbarten Müngersdorfer Radrennbahn statt.

Die heutige Fußballarena wurde mit Sicht auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland von Dezember 2001 bis Januar 2004 erbaut und am 31. Januar 2004 eröffnet. Der Bau erfolgte schrittweise (eine Tribüne je Halbjahr) während des laufenden Spielbetriebs. Im Gegensatz zu den Vorläuferbauten weist es keine Leichtathletikanlagen auf und ist damit ein reines Fußballstadion. Das 50.000 Zuschauer fassende Stadion war 2006 einer der zwölf Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft – während des Turniers hieß es jedoch FIFA WM Stadion Köln, da die FIFA fremde Sponsorennamen während einer WM verbietet.

Das Stadion ist bis auf den Unterrang der Südtribüne und den Block N6 im Unterrang der Nordtribüne ein Sitzplatzstadion. Im Westen, Norden und Osten befinden sich zwischen Ober- und Unterrang VIP- bzw. Cateringbereiche. Die Nordtribüne des Stadions beherbergt das FC-Museum, das die Geschichte des 1. FC Köln dokumentiert, sowie einen Fanshop. Bei Heimspielen des FC sind die Südtribüne sowie der West- und Mittelabschnitt der Nordtribüne Bereiche der Heimfans, der Gästebereich befindet sich im Osten der Nordtribüne. In diesen Bereichen ist das Tragen von Fanartikeln der jeweils anderen Mannschaft nicht gestattet. Die beiden Haupttribünen (West und Ost) sind gemischte Bereiche.

Clubanlage[Bearbeiten]

Fünf Jahre nach Gründung des 1. FC Köln wurde 1953 ein Vereinsheim im Grüngürtel errichtet. Es erhielt den Namen „Geißbockheim“, benannt nach dem Maskottchen des Vereins. Mehrfach wurde das Clubhaus um- und ausgebaut. Im Geißbockheim befinden sich heute ein Restaurant, die Hauptverwaltung, ein Fan-Shop, der Nachwuchs- und Lizenzspielerbereich und eine Sporthalle. Neben dem Geißbockheim entstanden mehrere Trainingsplätze.

Von 1966 bis 1971 wurde das Amateurstadion errichtet, das seit 1977 den Namen Franz-Kremer-Stadion trägt. Das Vereinsgelände, das heute „RheinEnergieSportpark“ heißt, verfügt neben dem Franz-Kremer-Stadion über vier Natur-, zwei Kunstrasenplätze, einen Fußballkäfig und einen Fußballtennis-Platz. Damit entspricht das Gelände den Anforderungen eines DFB-Leistungszentrums.[16][17]

Das Maskottchen[Bearbeiten]

Hennes VII. in seinem Stall in Widdersdorf, 2005

Der Geißbock „Hennes“ ist der Ziegenbock, der im Wappen des 1. FC Köln abgebildet ist. Der Ur-Geißbock, Hennes I., wurde dem Fußballverein während einer Karnevalssitzung am 13. Februar 1950 von der Zirkus-Prinzipalin Carola Williams als Karnevalsscherz geschenkt (benannt nach dem FC-Spieler der ersten Stunde und Spielertrainer Hennes Weisweiler). Aus der Karnevalslaune wurde so ein Maskottchen mit Werbewert. Stirbt ein Geißbock, so heißt sein Nachfolger auch Hennes, wobei die dem Namen angefügte Ordnungszahl um eins erhöht wird. Seit dem 24. Juli 2008 amtiert Hennes VIII. Das Logo mit dem Bock ziert Fanartikel, die Stadionzeitschrift GeißbockEcho, die erstmals im August 1957 erschienen ist, sowie das renovierte Geißbockheim.

Der Geißbock ist bei allen Heimspielen des FC vor Ort. Wenn Hennes zusammen mit Bauer Wilhelm Schäfer ins Stadion einlief, gab es immer einen Sonderapplaus von den Zuschauern auf den Rängen. Schäfer, der den amtierenden Geißbock schon seit den Zeiten von Hennes III. auf seinem Bauernhof in Köln-Widdersdorf beherbergt hatte, starb am 11. Juni 2006 im Alter von 69 Jahren. Nach seinem Tod übernahm seine Frau die Unterbringung des jeweiligen Geißbocks. Ab Sommer 2014 wird Hennes VIII. im Zoo Köln untergebracht und wird dort nicht mehr alleine, sondern in einer Herde leben.[18]

Aktueller Kader 2014/15[Bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten]

Nr. Nat. Name geboren am im Verein seit Vertrag bis
Tor
01 DeutscherDeutscher Timo Horn 12. Mai  1993 2002 2016
18 DeutscherDeutscher Thomas Kessler 20. Jan. 1986 2000 2015
37 DeutscherDeutscher Daniel Mesenhöler 24. Juli 1995 2007 2016
Abwehr
02 SloweneSlowene Mišo Brečko (C)Kapitän der Mannschaft 01. Mai  1984 2008 2016
03 TschecheTscheche Tomáš Kalas 15. Mai  1993 2014 2015
05 DeutscherDeutscher SloweneSlowene Dominic Maroh 04. Mär. 1987 2012 2014
14 DeutscherDeutscher Jonas Hector 27. Mai  1990 2010 2018
16 PolePole Paweł Olkowski 13. Feb. 1990 2014 2017
19 DeutscherDeutscher AlbanerAlbaner Mergim Mavraj 09. Juni 1986 2014 2017
28 ÖsterreicherÖsterreicher Kevin Wimmer 15. Nov. 1992 2012 2019
Mittelfeld
06 DeutscherDeutscher Kevin Vogt 23. Okt. 1991 2014 2017
07 DeutscherDeutscher Marcel Risse 17. Dez. 1989 2013 2016
08 PolePole DeutscherDeutscher Adam Matuschyk 14. Feb. 1989 2003 2015
17 PolePole Sławomir Peszko 19. Feb. 1985 2013 2014
22 DeutscherDeutscher Daniel Halfar 07. Jan. 1988 2013 2016
25 JapanerJapaner Kazuki Nagasawa 16. Dez. 1991 2014 2016
29 SlowakeSlowake Dušan Švento 01. Sep. 1985 2014 2016
31 DeutscherDeutscher Yannick Gerhardt 13. Mär. 1994 2003 2018
33 DeutscherDeutscher Matthias Lehmann 28. Mai  1983 2012 2015
Sturm
09 NigerianerNigerianer Anthony Ujah 14. Okt. 1990 2012 2017
10 DeutscherDeutscher Patrick Helmes 01. Mär. 1984 2013 2016
11 DeutscherDeutscher Thomas Bröker 22. Jan. 1985 2012 2015
13 JapanerJapaner Yūya Ōsako 18. Mai  1990 2014 2017
23 DeutscherDeutscher Simon Zoller 26. Juni 1991 2014 2018
26 NorwegerNorweger Bård Finne 13. Feb. 1995 2014 2016

Transfers zur Saison 2014/15[Bearbeiten]

Zugänge

Sommer 2014

Abgänge

Sommer 2014

1 ausgeliehen
2 war ausgeliehen

Trainerstab in der Saison 2013/14[Bearbeiten]

Chef-Trainer Peter Stöger
Nationalität Name Funktion im Verein seit
ÖsterreicherÖsterreicher Peter Stöger Chef-Trainer 2013
ÖsterreicherÖsterreicher Manfred Schmid Co-Trainer 2013
DeutscherDeutscher Alexander Bade Torwart-Trainer 2009
DeutscherDeutscher Yann-Benjamin Kugel Athletik-Trainer 2013
DeutscherDeutscher Marcel Abanoz Reha-Trainer 2013

Personen der Vereinsgeschichte[Bearbeiten]

Präsidenten[Bearbeiten]

Nationalität Name Amtszeit
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Franz Kremer 1948–1967
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Werner Müller 1967–1968
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Oskar Maaß 1968–1973
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Peter Weiand 1973–1987
DeutschlandDeutschland Dietmar Artzinger-Bolten 1987–1991
DeutschlandDeutschland Klaus Hartmann 1991–1997
DeutschlandDeutschland Albert Caspers 1997–2004
DeutschlandDeutschland Wolfgang Overath 2004–2011
DeutschlandDeutschland Werner Spinner 2012–0000

Trainer[Bearbeiten]

Nationalität Name Bemerkung Amtszeit
Deutschland 1946Deutschland 1945 bis 1949 Karl Flink 13.03.48 – 30.06.48
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Hennes Weisweiler Spielertrainer 01.07.48 – 30.06.52
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Helmut Schneider 01.07.52 – 17.05.53
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Karl Winkler 18.05.53 – 30.06.54
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Kurt Baluses 01.07.54 – 30.06.55
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Hennes Weisweiler 01.07.55 – 30.06.58
Ungarn 1957Ungarn Péter Szabó 01.07.58 – 30.06.59
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Oswald Pfau 01.07.59 – 30.06.61
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Zlatko Čajkovski 01.07.61 – 30.06.63
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Georg Knöpfle 01.07.63 – 30.06.66
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Willi Multhaup 01.07.66 – 30.06.68
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Hans Merkle 01.07.68 – 30.06.70
OsterreichÖsterreich Ernst Ocwirk 01.07.70 – 30.06.71
Ungarn 1957Ungarn Gyula Lóránt 01.07.71 – 04.04.72
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Rolf Herings 05.04.72 – 30.06.72
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Rudolf Schlott 01.07.72 – 16.09.73
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Volker Kottmann Interimstrainer 04.12.72 – 11.12.72
Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Zlatko Čajkovski 17.09.73 – 12.12.75
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Georg Stollenwerk 01.01.76 – 30.06.76
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Hennes Weisweiler 01.07.76 – 15.04.80
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Karl-Heinz Heddergott 16.04.80 – 13.10.80
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Rolf Herings Interimstrainer 14.10.80 – 16.10.80
NiederlandeNiederlande Rinus Michels 17.10.80 – 23.08.83
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Hannes Löhr 24.08.83 – 06.02.86
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Georg Keßler 07.02.86 – 22.09.86
Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Christoph Daum 23.09.86 – 28.06.90
DeutschlandDeutschland Erich Rutemöller 29.06.90 – 23.08.91
Nationalität Name Bemerkung Amtszeit
DeutschlandDeutschland Udo Lattek Interimstrainer 24.08.91 – 03.09.91
DeutschlandDeutschland Hannes Linssen Interimstrainer 04.09.91 – 09.09.91
DeutschlandDeutschland Jörg Berger 10.09.91 – 27.02.93
DeutschlandDeutschland Wolfgang Jerat 28.02.93 – 28.04.93
DanemarkDänemark Morten Olsen 29.04.93 – 26.08.95
DeutschlandDeutschland Stephan Engels 27.08.95 – 31.03.96
DeutschlandDeutschland Peter Neururer 01.04.96 – 30.09.97
DeutschlandDeutschland Lorenz-Günther Köstner 01.10.97 – 30.06.98
DeutschlandDeutschland Bernd Schuster 01.07.98 – 30.06.99
DeutschlandDeutschland Ewald Lienen 01.07.99 – 27.01.02
DeutschlandDeutschland Christoph John Interimstrainer 28.01.02 – 13.02.02
DeutschlandDeutschland Friedhelm Funkel 14.02.02 – 30.10.03
NiederlandeNiederlande Jos Luhukay Interimstrainer 31.10.03 – 01.11.03
SchweizSchweiz Marcel Koller 02.11.03 – 14.06.04
NiederlandeNiederlande Huub Stevens 15.06.04 – 30.06.05
DeutschlandDeutschland Uwe Rapolder 01.07.05 – 18.12.05
SchweizSchweiz Hanspeter Latour 03.01.06 – 09.11.06
DeutschlandDeutschland Holger Gehrke Interimstrainer 09.11.06 – 26.11.06
DeutschlandDeutschland Christoph Daum 27.11.06 – 30.06.09
KroatienKroatien Zvonimir Soldo 01.07.09 – 24.10.10
DeutschlandDeutschland Frank Schaefer 24.10.10 – 27.04.11
DeutschlandDeutschland Volker Finke Interimstrainer 27.04.11 – 30.06.11
NorwegenNorwegen Ståle Solbakken 01.07.11 – 12.04.12
DeutschlandDeutschland Frank Schaefer Interimstrainer 12.04.12 – 14.06.12
DeutschlandDeutschland Holger Stanislawski 15.06.12 – 11.06.13
OsterreichÖsterreich Peter Stöger 12.06.13 –

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten]

dreimal Deutscher Meister und fünfmal Westdeutscher Meister
viermal DFB-Pokal-Sieger und dreimal Westdeutscher Pokalsieger

Erfolge[Bearbeiten]

Profimannschaft[Bearbeiten]

  • Finalist: (2) 1958, 1960
  • Finalist: (1) 1994.
  • Meister der 2. Bundesliga: (3) 2000, 2005, 2014
  • Meister des Rheinischen Südkreises: 1920, 1921, 1922, 1923 (als Kölner BC 01), 1928, 1920, 1932, 1933 (als SpVgg Sülz 07)
  • Meister der Gauliga Mittelrhein: 1939 (als SpVgg Sülz 07)
  • Meister der Gauliga Köln-Aachen: 1944 (als Kriegsspielgemeinschaft VfL Köln 1899/SpVgg Sülz 07)

Zweite bzw. Amateurmannschaft (U21, bis zur Saison 2010/11 U23)[Bearbeiten]

A-Junioren (U19)[Bearbeiten]

  • Meister der U19-Bundesliga West: (1) 2008
  • Westdeutscher Jugendmeister: (5) 1964, 1965, 1968, 1971, 2008
  • Mittelrheinmeister: (11) (1969), (1970), 1971, 1974, 1975, 1976, 1978, 1979, 1983, 1984, 1992, 1993, 1996
  • FVM-Pokalsieger: (11) 1989, 1991, 1994, 1998, 1999, 2003, 2006, 2008, 2009, 2010, 2012, 2014

Platzierungen der Jahre 1997–2014

Saison Liga Platz Tore Punkte FVM-Pokal DFB-Pokal/Sonstiges
1996/97 Regionalliga West 8. 44:39 37 n/a n/a
1997/98 Regionalliga West 6. 43:40 37 n/a n/a
1998/99 Regionalliga West 3. 65:29 53 Pokalsieg Achtelfinale
1999/00 Regionalliga West 5. 55:47 46 n/a Halbfinale
2000/01 Regionalliga West 11. 46:46 30 n/a n/a
2001/02 Regionalliga West 8. 55:49 29 n/a n/a
2002/03 Regionalliga West 5. 70:35 49 Pokalsieg n/a & Aufstieg
2003/04 Bundesliga West 2. 77:25 62 n/a Viertelfinale
2004/05 Bundesliga West 4. 57:20 51 n/a n/a
2005/06 Bundesliga West 4. 54:25 51 Pokalsieg n/a
2006/07 Bundesliga West 5. 67:40 41 Finale Achtelfinale
2007/08 Bundesliga West 1. 77:28 65 Pokalsieg n/a & DM: Halbfinale
2008/09 Bundesliga West 6. 49:47 36 Pokalsieg 1. Runde
2009/10 Bundesliga West 2. 58:31 54 Pokalsieg Viertelfinale
2010/11 Bundesliga West 4. 47:43 41 Finale 1. Runde
2011/12 Bundesliga West 4. 57:36 45 Pokalsieg n/a
2012/13 Bundesliga West 5. 50:25 52 Finale Pokalsieg
2013/14 Bundesliga West 2. 71:25 52 Pokalsieg n/a

B-Junioren (U17)[Bearbeiten]

  • Deutscher B-Junioren-Meister: (2) 1990, 2011
  • Meister der U17-Bundesliga West: (2) 2011, 2012
  • Mittelrheinmeister: (11) (1977), (1978), 1979, 1980, 1981, 1982, 1987, 1989, 1990, 1991, 1996, 1997, 1998
  • FVM-Pokalsieger: (8) 1999, 2000, 2003, 2005, 2006, 2008, 2009, 2013, 2014
  • B-Junioren Regionalliga West: (2) 2. Platz 2000, 2002
  • Westdeutscher Pokalsieger: (1) 1996
  • Westdeutscher Pokal-Finalist: (2) 2000, 2005 gegen Rot-Weiss Essen (Ergebnis nicht bekannt)

Platzierungen der Jahre 2000–2014

Saison Liga Platz Tore Punkte FVM-Pokal Meisterrunde/Westdeutscher Pokal
1999/00 Regionalliga West 2. 79:34 58 Pokalsieg Viertelfinale & (Finale)
2000/01 Regionalliga West 5. 69:40 45 n/a n/a
2001/02 Regionalliga West 2. 79:27 59 n/a Viertelfinale
2002/03 Regionalliga West 5. 60:51 46 Pokalsieg n/a
2003/04 Regionalliga West 8. 36:47 32 n/a n/a
2004/05 Regionalliga West 5. 53:29 45 Pokalsieg n/a & (Finale)
2005/06 Regionalliga West 6. 40:40 37 Pokalsieg n/a
2006/07 Regionalliga West 4. 52:39 49 Viertelfinale n/a
2007/08 Bundesliga West 7. 56:39 38 Pokalsieg n/a
2008/09 Bundesliga West 2. 65:28 55 Pokalsieg n/a
2009/10 Bundesliga West 4. 40:30 45 Viertelfinale n/a
2010/11 Bundesliga West 1. 88:27 68 Viertelfinale Meisterschaft
2011/12 Bundesliga West 1. 68:24 59 Viertelfinale Halbfinale
2012/13 Bundesliga West 6. 55:32 43 Pokalsieg n/a
2013/14 Bundesliga West 6. 26:18 30 Pokalsieg n/a

Mitglieder, Fans und Sponsoren[Bearbeiten]

Mitgliederzahl: ca 65000[1]

Fans[Bearbeiten]

Anzahl Fanclubs: 1.352 (Stand: Juli 2011) mit 55.275 Mitgliedern (Stand: Januar 2013)

Fan-Projekt[Bearbeiten]

„Offizielles“ Bindeglied zwischen Verein und Fans ist das 1991 als Fanclub gegründete Fan-Projekt 1. FC Köln 1991 e. V. Mit annähernd 7800 Mitgliedern[19] ist es eines der größten und ältesten seiner Art in Deutschland. Es versteht sich selbst als Fanclub, aber auch als Dienstleister für alle FC-Fans und andere FC-Fanclubs, wobei das Fan-Projekt in engem wechselseitigem Kontakt zum 1. FC Köln steht. Das Fan-Projekt dient als Kommunikationsweg von der Fangemeinde zum Verein und umgekehrt. Außerdem hat es für den FC einige Aufgaben übernommen, so z. B. die Abwicklung des Kartenverkaufs für Auswärtsspiele an FC-Fans, die Betreuung behinderter Fans im Stadion und einige Angebote für junge FC-Fans. Das Fan-Projekt hat ca. 60 Mitarbeiter, die fast alle ausschließlich ehrenamtlich arbeiten.

Stadion-Lieder[Bearbeiten]

Das Absingen diverser Lieder, meist mehr oder weniger im lokalen Dialekt, ist wichtiger Bestandteil der Stadionkultur. Gesungen werden sowohl reine FC-Lieder, als auch ein größeres Repertoire von traditionellen Karnevalsliedern.

FC-Lieder:

  • Mer stonn zo Dir, FC Kölle (Höhner, 1998): Dieses Lied erreichte einige Jahre nach seiner Veröffentlichung den Status einer „FC-Hymne“ und wird vor jedem Spiel vom Publikum gesungen. Das Original, das schottische Volkslied Loch Lomond, wurde von der Gruppe Runrig international bekannt gemacht und ähnlich leidenschaftlich gesungen.
  • Unser Hätz schlät för dr FC Kölle (Höhner, 1986): Textlich an den Höhner-Hit „Echte Fründe“ angelehnt. Die Originalmelodie entstammt dem britischen Marschlied It’s a Long Way to Tipperary.
  • FC, jeff Jas! (BAP, 1998): Umdichtung des BAP-Bandjubiläumsliedes „Für ne Moment‟ anlässlich des 50-jährigen Vereinsjubiläums 1998, im Original gesungen von Wolfgang Niedecken, Guildo Horn und Stefan Raab.

Daneben gibt es noch weitere Lieder verschiedener Kölner Musiker und Gruppen.

Gebräuchliche Karnevalslieder:

sowie

Fanfreundschaften und -rivalitäten[Bearbeiten]

Fanfreundschaften[Bearbeiten]

Nach dem Viertelfinalspiel des Europapokals der Landesmeister 1964/65, als der FC im Entscheidungsspiel am 24. März 1965 nach Verlängerung per Münzwurf gegen den FC Liverpool ausgeschieden war, entstanden freundschaftliche Beziehungen zu den Fans des englischen Gegners, wovon mittlerweile nur noch ein paar Freundschaftsschals zeugen. Über Jahrzehnte gehalten hat sich dagegen eine Fanfreundschaft mit den Fans des FC St. Pauli, die 1978 nach dem Spiel im Hamburger Volksparkstadion entstanden ist, als sich der FC im Fernduell um die bessere Tordifferenz gegen Borussia Mönchengladbach durchsetzte und zum bislang letzten Mal Deutscher Meister wurde. Seit dem Jahr 2000 hat diese Freundschaft jedoch an Bedeutung eingebüßt.

Seit dem 2:0-Heimerfolg des FC gegen Bayer 04 Leverkusen im Jahr 2011, welcher Borussia Dortmund den Gewinn der Meisterschaft endgültig gesichert hat, besteht zwischen den beiden Vereinen aus Sicht einiger Fans ein sehr freundschaftliches Verhältnis.[20]

Rivalitäten[Bearbeiten]

An erster Stelle zu nennen ist die Rivalität mit Borussia Mönchengladbach. Zu der bei beiden Vereinen ähnlich großen Fanbasis kommen deutliche vereinsgeschichtliche Parallelen: Beide Vereine zählten von den 1960ern bis zu den 1980ern zu den großen Fußballvereinen in Deutschland, gefolgt von einem Jahrzehnt des Niedergangs. 1999 bis 2008 spielten beide Vereine zeitweise in der 2. Bundesliga. Hennes Weisweiler war in beiden Vereinen der Trainer mit der jeweils längsten Amtsdauer und den größten Erfolgen, während andere Personen, z. B. Wolfgang Overath und Günter Netzer, auch in der Nationalmannschaft Konkurrenten waren. Heute sind die Duelle mit Gladbach vom öffentlichen Interesse her die Saisonhöhepunkte.

Geographisch näher liegt Bayer 04 Leverkusen. Die Werkself etablierte sich erst ab 1979 in der Bundesliga und spielte zumeist nicht auf einem vergleichbaren Niveau: In den 1980ern noch sportlich hinter dem FC, ist sie seit den 1990er Jahren klar enteilt. Eine kleinere Anhängerschaft und die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Bayer-Konzern tragen dazu bei, dass diese Rivalität − außer im Rechtsrheinischen − als nachrangig gegenüber derjenigen zu Gladbach empfunden wird.

Ferner bestehen prinzipiell Rivalitäten mit Fortuna Düsseldorf und Alemannia Aachen, wobei letztere stärker von Seiten der Aachener als solche wahrgenommen wird. Beide Mannschaften spielten in den letzten zwanzig Jahren meist nicht in derselben Spielklasse wie der FC, so dass Pflichtspielbegegnungen eher die Ausnahme als die Regel waren.

Graffiti in Köln zu den Rivalitäten des 1. FC Köln

Innerstädtische Rivalen hatte der FC in erster Linie in seinen Anfangsjahren, gerade weil die Selbstbezeichnung des aus zwei Stadtteilclubs hervorgegangenen Vereins als Erster FC Köln in anderen Teilen der Stadt als Überheblichkeit aufgefasst wurde. Bald konnte der FC jedoch den mit dem Namen verbundenen Anspruch durchsetzen und in den folgenden Jahrzehnten zum allgemein akzeptierten 'Verein der Stadt' aufsteigen. Etwas speziell war und ist das Verhältnis zu Fortuna Köln. Dieser Südstadtclub war zwar 26 Jahre lang ununterbrochen im Profifußball vertreten, eine richtige Rivalität entwickelte sich aber nie. Am ehesten kam sie um das DFB-Pokalfinale 1983 herum zum Tragen, das zwischen diesen beiden Vereinen ausgetragen wurde. Bedingt durch unterschiedliche Ligazugehörigkeiten kam es bisher nur zu zehn Pflichtspielbegegnungen der beiden Vereine. Vielmehr war es so, dass Anhänger des FC die Geschicke der Fortuna meist mit Wohlwollen verfolgten.

Hauptsponsoren (Trikot) seit 1979[Bearbeiten]

Dauer Sponsor
1979–1982 Pioneer (Elektrogeräte)
1982–1985 Doppeldusch (Hautpflege)
1985–1987 Daimon (Batterien)
1987–1991 Samsung (Elektronik)
1991–1993 Citibank (Kreditinstitut)
1993–1994 Pepsi (Erfrischungsgetränke)
1994–1999 Ford (Automobile)
1999–2003 VPV (Versicherungen)
2003–2005 Funny frisch (Salzgebäck)
2005–2007 Gerling (Versicherungen)
seit 2007 REWE Group (Handel/Touristik)

Ausrüster (Trikot/Hosen)[Bearbeiten]

Dauer Ausrüster
1974–1977 Le Coq Sportif
1977–1978 adidas
1978–1979 Erima
1979–1985 adidas
1985–2002 Puma
2002–2005 Sport-Saller
2005–2008 adidas
2008–2012 Reebok
seit 2012 Erima

Finanzen[Bearbeiten]

Der 1. FC Köln gab zum 1. August 2005 eine Anleihe mit der ISIN-Kennnummer DE000A0E86V7 aus. Das Volumen der Anleihe belief sich auf fünf Millionen Euro. Die Anleihe hatte eine Laufzeit von sechs Jahren und eine Stückelung von 100 €, sie wurde jährlich zum 1. August mit fünf Prozent verzinst. Innerhalb der Zeichnungsfrist vom 27. Juli 2005 bis zum 30. September 2005 konnte das gesamte Volumen platziert werden. Ein Börsenhandel war für die Anleihe nicht vorgesehen. Jeder Anleger konnte die Anleihe auf Wunsch als effektive Stücke erwerben, auch Depotverwahrung (als Girosammelverwahrung) war möglich. Zum 1. August 2011 wurde die Anleihe vereinbarungsgemäß zurückgezahlt.

In der im August 2014 über den elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichten Konzernbilanz der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA wies die Geschäftsführung zum Ende der Saison 2012/13 (Bilanzstichtag: 30. Juni 2013) ein konsolidiertes, nicht durch Vermögenswerte gedecktes Fremdkapital (bilanzielle Überschuldung, negatives Eigenkapital) in Höhe von rund 11,0 Millionen Euro aus, wobei sich die gesamten Verbindlichkeiten auf 32,5 Millionen Euro beliefen. In jenem Geschäftsjahr erwirtschaftete der Konzern einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 2,9 Millionen Euro (Vorjahr: Überschuss von 0,8 Millionen Euro). In Hinblick auf das von einigen Wirtschaftsprüfern erneut thematisierte Insolvenzrisiko wies die Geschäftsführung auf die positiven Fortführungsprognosen in den jeweiligen Einzelgesellschaften hin. Die Liquidität sollte demnach aufgrund der bestehenden Ergebnisplanungen und Finanzierungszusagen gesichert gewesen sein und darüber hinaus verfüge man über Stille Reserven.[21]

Seit dem 1. August 2012 bietet die 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA erneut eine Anleihe an (ISIN DE000A1PG1A7) mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einer jährlichen Verzinsung von fünf Prozent. Das Emissionsvolumen soll bis zu 10 Mio. € betragen.[22] Wie bei der Vorgängeranleihe ist keine Börsennotierung vorgesehen, eine Depotverwahrung aber möglich. Zudem können gerahmte effektive Stücke zu Nennwerten von 100 €, 1.000 € und 1.948 € erworben werden.[23]

Trivia[Bearbeiten]

1964: Im Viertelfinale des Europapokals der Landesmeister kam es zu einem Aufeinandertreffen des 1. FC Köln mit dem englischen Meister FC Liverpool. Das Hinspiel in Köln am 10. Februar 1965 endete wie das Rückspiel in Liverpool 0:0. Damals gab es noch kein Elfmeterschießen, man traf sich am 24. März 1965 zum Entscheidungsspiel in Rotterdam. Während des Spiels zog sich Wolfgang Weber eine Verletzung zu, spielte aber weiter, da zu der Zeit Auswechslungen noch nicht vorgesehen waren. Nach einer Liverpooler 2:0-Führung stand es am Ende der regulären Spielzeit 2:2. Die Verlängerung blieb torlos. Die Turnierregeln sahen für diesen Fall eine Entscheidung per Münzwurf vor. Der erste Versuch misslang, die Münze des Schiedsrichters blieb senkrecht im morastigen Boden stecken. Nachdem sie noch einmal geworfen worden war, stand fest, dass der FC Liverpool durch Losentscheid ins Halbfinale einziehen würde. Nach dem Spiel stellte sich Webers Verletzung als Wadenbeinbruch heraus.[24]

1978: Vor dem letzten Spieltag der Saison 1977/78 war der 1. FC Köln Tabellenführer mit einer um zehn Tore besseren Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen Zweiten Borussia Mönchengladbach. So ging man davon aus, dass den Kölnern ein Sieg beim schon feststehenden Absteiger FC St. Pauli genügen würde, um sicher Meister zu werden. Doch Gladbach führte bereits zur Pause mit 6:0 gegen Borussia Dortmund. Als die Zwischenergebnisse in Hamburg einliefen, begann das dortige Publikum, die Gäste aus Köln anzufeuern. Am Ende hieß es beim Spiel der Gladbacher 12:0, das höchste Ergebnis der Bundesligageschichte, doch Köln war Meister, der FC hatte mit 5:0 gewonnen – ein 2:0 hätte nicht gereicht. Seit diesem Tag besteht eine Fanfreundschaft zwischen den Anhängern des 1. FC Köln und denen des FC St. Pauli.

1991: Am 2. Mai 1991 sah der Kölner Stürmer Frank Ordenewitz im DFB-Pokal-Halbfinalspiel gegen den MSV Duisburg (Endstand 3:0) die Gelbe Karte, welche eine Sperre für das Pokalendspiel nach sich gezogen hätte. Im Verlauf des Spiels sah er nach einer weiteren Aktion Rot. Nach dem Spiel bekannte Trainer Erich Rutemöller freimütig, er habe Ordenewitz zur Halbzeit mit den Worten „Mach et, Otze!“ zu diesem Verhalten geraten, da eine Rot-Sperre in der Bundesliga verbüßt werden konnte und Ordenewitz so im Pokalfinale wieder einsatzfähig gewesen wäre. Der DFB reagierte umgehend und sperrte Ordenewitz für das Finale. Weiterhin verfügte der DFB, dass Sperren aus Platzverweisen im Pokal nur noch im Pokal „abgesessen“ werden können. Genau diese Regelung kam dem FC im Jahre 2004 in der ersten Runde des DFB-Pokals zugute, als ein 0:3 der Amateurmannschaft gegen den Bundesligisten VfL Wolfsburg am grünen Tisch in ein 2:0 umgewandelt wurde, weil der auf Wolfsburger Seite eingesetzte Spieler Marian Christow noch eine „Altsperre“ aus einem Platzverweis in einem früheren Wettbewerb hatte.

Am 17. November 1991 starb der Stürmer Maurice Banach im Alter von 24 Jahren bei einem Autounfall. Banach erzielte für den 1. FC Köln in 49 Spielen 24 Tore.

2001/02: In der Saison 2001/2002 blieb der FC in 1.034 aufeinanderfolgenden Minuten ohne Torerfolg, bis Thomas Cichon im Spiel gegen Hertha BSC zum 1:1 traf. Diese Torflaute ist Bundesliga-Negativrekord.

Choreographie auf der Südtribüne

2005: Im Mai 2005 vermeldete der 1. FC Köln den Abschluss eines neuen Trikotsponsor-Vertrags mit der Insel Zypern, vertreten durch eine zyprische Firma namens „Satena Holding Ltd.“. Beworben werden sollte die Insel Zypern als touristisches Ziel. Wenige Wochen später hatte der WDR nach eigenen Recherchen herausgefunden, dass die Firma gar nicht existierte und ein derartiger Auftrag des zyprischen Tourismusverbandes auch nie bestanden hatte. Damit platzte das von einem persönlichen Freund des Clubpräsidenten Wolfgang Overath arrangierte Geschäft und der FC musste sich kurzfristig einen neuen Hauptsponsor suchen.[25]

2006: Nachdem der 1. FC Köln am 9. November 2006 seinen Cheftrainer Hanspeter Latour entlassen hatte, nahm der Verein Kontakt zu dem zu jener Zeit vereinslosen Christoph Daum auf, der bereits in den 1980er Jahren als FC-Trainer erfolgreich war und sich gerade in einem Kölner Krankenhaus von einer Halsoperation erholte. Dieser kündigte für Samstag, den 11.11. – ein besonderer Tag in Köln (Karnevalsauftakt) -, eine Pressekonferenz an, die im Foyer des Krankenhauses stattfand. Späteren Äußerungen Daums zufolge wurde die Pressekonferenz wegen des starken Pressedrucks vor allem auf Anregung des Krankenhauses anberaumt.[26] Dabei erklärte Daum dann, dem FC „vorläufig“ nicht zur Verfügung zu stehen.[27] Nach intensiven Verhandlungen erteilte er dem FC am 14. November 2006 eine „endgültige“ Absage. Nach Presseberichten meldete er sich jedoch einige Tage später beim FC mit den Worten: „Ich glaube, ich habe die falsche Entscheidung getroffen.“ Am 19. November gab der Verein den Abschluss eines Vierjahresvertrags mit Daum als Cheftrainer bekannt.

2010: Der ehemalige FC-Sportdirektor Udo Lattek wurde von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur für den besten Fußballspruch 2010 ausgezeichnet. Die prämierte Aussage lautete:[28]

„Im Kölner Stadion ist immer so eine super Stimmung, da stört eigentlich nur die Mannschaft.“

1. FC Köln U21[Bearbeiten]

Die U21 (bis 2010 U23) ist die zweite Mannschaft des 1. FC Köln. Die Mannschaft ist ein Team zwischen Profifußball und Jugend: Sie setzt sich zusammen aus Nachwuchsspielern, die der A-Jugend entwachsen sind. Viele Spieler aus der U23 haben bereits den Sprung in die Profimannschaft geschafft, so z. B. Timo Horn in der Saison 2012/13. Die Spiele werden im Franz-Kremer-Stadion ausgetragen. 2008 gelang der U23 der erneute Aufstieg in die Regionalliga. Da jedoch zur Saison 2008/09 zwischen der Regionalliga und der 2. Bundesliga die neue 3. Liga eingeführt wurde, verblieb man praktisch in der vierthöchsten deutschen Spielklasse.

2006 wurde das Ausgleichstor von Dieter Paucken, dem Torwart des 1. FC Köln II, zum 1:1 gegen die SSVg Velbert in der ARD-Sportschau zum „Tor des Monats“ September gewählt.

Kader Saison 2014/15[Bearbeiten]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
DeutschlandDeutschland Sven Bacher 28. Sep. 1988
DeutschlandDeutschland Daniel Mesenhöler 24. Juli 1995
DeutschlandDeutschland Nico Stremlau 08. Jan. 1992
DeutschlandDeutschland Marcel Schuhen 13. Jan. 1993
DeutschlandDeutschland Michael Clemens 08. Okt. 1995
DeutschlandDeutschland Firat Tuncer 25. Feb. 1995
DeutschlandDeutschland André Wallenborn 25. Mär. 1995
DeutschlandDeutschland Jannis Nikolau 31. Juli 1993
SpanienSpanien Román Golobart 21. Mär. 1992
DeutschlandDeutschland Leon Binder 24. Mär. 1987
DeutschlandDeutschland Arnold Budimbu 20. Feb. 1995
DeutschlandDeutschland Sven Engelke 10. Jan. 1994
DeutschlandDeutschland Daniel Schaal 14. Juni 1994
DeutschlandDeutschland Lukas Scepanik 11. Apr. 1994
DeutschlandDeutschland Danilo Wiebe 22. Mär. 1994
DeutschlandDeutschland Robin Hömig 26. Feb. 1992
DeutschlandDeutschland Maxi Thiel 03. Feb. 1993
DeutschlandDeutschland Tim Gerhards 13. Mär. 1995
DeutschlandDeutschland David Bors 13. Apr. 1995
SerbienSerbien Vojno Jesic 04. Mär. 1994
DeutschlandDeutschland Fabian Poß 08. Mär. 1994
DeutschlandDeutschland Marius Laux 07. Feb. 1986
LibanonLibanon Philippe Paoli 03. Jan. 1995

Stand: 23. August 2014, Quelle: www.fc-koeln.de

Trainer- und Betreuerstab[Bearbeiten]

Name Funktion
Stephan Engels Trainer
Brandon Clements Co-Trainer
Volker Hartjens Zeugwart
Günter Ast Schiedsrichter-Betreuer
Thorsten Klopp Physio-Therapeut
Peter Greiss Betreuer
Hans Kirsch Betreuer

Frauenfußball[Bearbeiten]

Mit Wirksamkeit zum 1. Juli 2009 fand der Zusammenschluss mit dem FFC Brauweiler Pulheim 2000 statt. Somit konnte die neu gegründete Frauenmannschaft des 1. FC Köln in der Saison 2009/10 gleich in der 2. Bundesliga Süd an den Start gehen. Namhafteste Neuverpflichtung war die Nationalspielerin Sonja Fuss. Langfristig strebt das Team den Aufstieg in die Frauen-Bundesliga an.

Weitere Sportarten[Bearbeiten]

Handball[Bearbeiten]

In der Handballabteilung spielen derzeit zwei Frauen-, eine Männer- und fünf Jugendmannschaften, von denen die erste Frauenmannschaft in der Saison 07/08 als Tabellenvierte der Regionalliga West am erfolgreichsten war. Seit 2010/11 spielt die Mannschaft in der neu gegründeten 3. Liga.

Tischtennis[Bearbeiten]

Die Tischtennisabteilung umfasst neun Herren-, vier Jugend- und sieben Schülermannschaften, die erste Herrenmannschaft spielt seit der Saison 2012/2013 in der 2. Bundesliga.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format1. FC Köln GmbH & Co. KGaA (Hrsg.): Mitglieder-Ticker. o.J., abgerufen am 21. August 2014 (Mitglieder-Ticker befindet sich am Seitenende).
  2. fc-koeln.de, abgerufen am 20. Juni 2013.
  3. fc-koeln.de, abgerufen am 20. Juni 2013.
  4. Alex Feuerherdt: Bayer 04 Leverkusen – Die Fußball-Chronik. Göttingen 2011, S. 26.
  5. Dirk Unschuld, Thomas Hardt: Im Zeichen des Geißbocks. Die Geschichte des 1.FC Köln. Göttingen 2008, S. 145, 152.
  6. Bundesliga-Comeback von Volker Finke. Abgerufen am 19. Dezember 2010.
  7. Köln schaltet Staatsanwalt ein. auf: rp-online.de 27. April 2011.
  8. FC-Vorstand tritt zurück. auf: fc-koeln.de, 13. November 2011.
  9. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-Format1. FC Köln GmbH & Co. KGaA (Hrsg.): Frank Schaefer übernimmt die FC-Profimannschaft. 12. April 2012, abgerufen am 12. April 2012.
  10. Spinner ist neuer FC-Präsident. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 23. April 2012.
  11. Köln zum fünften Mal abgestiegen. auf: sportschau.de
  12. 1. FC Köln verpasst den Aufstieg endgültig in reviersport.de, 12. Mai 2013.
  13. Trainer Stanislawski schmeißt beim 1. FC Köln hin in welt.de, 18. Mai 2013.
  14. 2. Fußball-Bundesliga: Stöger neuer Trainer beim 1. FC Köln, auf spiegel-online.de vom 12. Juni 2013.
  15. kurier.at
  16. http://www.fc-koeln.de/club/geissbockheim/restaurant/ Restaurant des Geißbockheims
  17. http://www.fc-koeln.de/club/geissbockheim/franz-kremer-stadion/ Sportpark des 1. FC Köln
  18. Hennes zieht um: FC-Maskottchen wohnt ab dem Sommer im Zoo. auf: fc-koeln.de, 6. November 2013.
  19. „Wir über Uns“ Fan-Projekt des 1. FC Köln 1991 e. V.
  20. Fanfreundschaft 1. FC Köln und Borussia Dortmund
  21. 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA: Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2013. (Eintrag im elektronischen Bundesanzeiger vom 27. August 2014)
  22. 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA (Hrsg.): Die Fakten. 2012, abgerufen am 11. Oktober 2012.
  23. 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA (Hrsg.): Die FC-Anleihe 2012. 2012, abgerufen am 11. Oktober 2012.
  24. Kurzbiografie Wolfgang Weber Abgerufen am 7. Februar 2012.
  25. Ksta.De
  26. Kölner Stadt-Anzeiger: „Medien haben mich erpresst“. Ksta.de, abgerufen am 19. Juni 2010.
  27. SPK in der Klinik: Kranker Daum gibt Köln einen Korb. Spiegel.de, 11. November 2006, abgerufen am 19. Juni 2010.
  28. Udo Lattek: Nur die Mannschaft stört. auf: kicker online. 26. Januar 2011 (abgerufen am 22. Juni 2011)

Literatur[Bearbeiten]

  • Manuel Andrack: Meine Saison mit dem FC. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005, ISBN 3-462-03584-3.
  • Max Annas (Hrsg.), Elmar Wigand (Hrsg.); Ralph Christoph, Götz-Tillmann Grosshans, Bernd Imgrund: Die Geißböcke. Glanz und Elend des 1. FC Köln. Papyrossa, Köln 1998, ISBN 3-89438-158-2.
  • Thomas Hardt, Thomas Hohndorf, Bruno Morbitzer: Hennes & Co, die Geschichte des 1. FC Köln. Verlag Die Werkstatt, 2004, ISBN 3-89533-470-7.
  • Olaf Jansen (Hrsg.): Die Helden des 1. FC Köln. Emons, Köln 2000, ISBN 3-89705-180-X.
  • Tim Jürgens, Jens Kirschneck, Erik Eggers: Renaissance des Klüngels. In: 11Freunde. Magazin für Fußball-Kultur. Nr. 54, Mai 2006, S. 32–48. (Titelthema: Kein Bock mehr. Der Niedergang des 1. FC Köln)
  • Martin Klein: Köln – Wo Fußball gelebt wird. Emons, Köln 2006, ISBN 3-89705-430-2.
  • Hans-Gerhard König: 1. FC Köln – Vom Vorstadtverein zum Weltclub. Droste-Verlag, 1975, ISBN 3-7700-0400-0.
  • Rolf D. Sabel: Titel, Träume, Turbulenzen – Eine Insider-Chronik des 1. FC Köln. Papyrossa, Köln 2000, ISBN 3-89438-203-1.
  • Frank Steffan: So ein Tag…: Die komplette Dokumentation des 1. FC Köln von 1963 bis 2003. 2003, ISBN 3-923838-39-5.
  • Dirk Unschuld, Thomas Hardt: Im Zeichen des Geißbocks. Die Geschichte des 1. FC Köln. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2008, ISBN 978-3-89533-582-2.
  • Thomas Böker (Hrsg.): So ein Tag: 1. FC Köln 2003 bis 2005. Edition Steffan, Köln 2005, ISBN 3-923838-51-4.
  • Die Geissbox. DVD-Video, CD-ROM, CD. Das grosse FC-Lexikon. Edition Steffan, Köln 2004, ISBN 3-923838-41-7.
  • 1. FC Köln – Der Film. Edition Steffan, Köln 2004, ISBN 3-923838-46-8.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 1. FC Köln – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien