1. FC Köln (Frauenfußball)

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1. FC Köln
(Frauenfußball)
Logo
Voller Name 1. Fußball-Club Köln 01/07 e. V.
Ort Köln
Gegründet 13. Februar 1948
Frauenabteilung:
1. Juli 2009
Vereinsfarben rot-weiß
Stadion Franz-Kremer-Stadion
Plätze 5000
Präsident Werner Spinner
Vorstand Markus Ritterbach
Harald Schumacher
Trainer Willi Breuer
Homepage www.fc-koeln.de
Liga 2. Bundesliga Süd
2013/14 2. Platz
Heim
Auswärts

Der 1. FC Köln (vollständiger Name: Erster Fußball-Club Köln 01/07 e. V.) ist der größte Sportverein in Köln.

Der Klub entstand am 13. Februar 1948 aus dem Zusammenschluss der beiden Fußballvereine Kölner BC 01 und SpVgg Sülz 07. Die Frauenfußball-Abteilung wurde jedoch erst am 1. Juli 2009 durch den Übertritt des FFC Brauweiler Pulheim 2000 e.V. zum 1. FC Köln gegründet, der damit die Geschichte des Vereins fortführt, der selbst am 1. Juni 2000 durch die Ausgliederung der Frauenfußball-Abteilung des SV Grün-Weiß Brauweiler als eigenständiger Verein gegründet worden war. Der Verein wurde als Grün-Weiß Brauweiler einmal deutscher Meister und dreimal DFB-Pokalsieger.

Die erste Frauen-Mannschaft des 1. FC Köln spielt seit der Regionalliga-Meisterschaft 2009 und dem damit verbundenen Aufstieg des FFC Brauweiler Pulheim 2000 in der 2. Frauenfußball-Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten]

Grün-Weiß Brauweiler (1974 bis 2000)[Bearbeiten]

Logo des SV Grün-Weiß Brauweiler

1974 gründete Thomas Meyer eine Trainingsgemeinschaft, aus der die Frauenmannschaft von Grün-Weiß Brauweiler hervorging. Meyer sollte in den folgenden fast 20 Jahren die Mannschaft trainieren, die von Anfang an in der Verbandsliga Mittelrhein, damals die höchste Spielklasse, spielte. 1980 und 1986 musste der Verein die einzigen Abstiege hinnehmen, schaffte aber beide Mal den sofortigen Wiederaufstieg. 1987 verselbständigte sich die Frauenfußballabteilung innerhalb des Vereines, und die Weichen für den steilen Aufstieg wurden gestellt. Zwischen 1989 und 1991 holte der Verein dreimal in Folge den Mittelrheinpokal. Die Qualifikation für die 1990 eingeführte Bundesliga wurde allerdings verpasst.

1991 holte der Verein dies nach und schaffte im gleichen Jahr noch die größte Sensation der DFB-Pokalgeschichte. Als bisher einziger Zweitligist gewann Brauweiler den Pokal durch einen 1:0-Sieg gegen den amtierenden deutschen Meister TSV Siegen. Ein Jahr später stellte Brauweiler den Rekord für den besten Aufsteiger aller Zeiten auf. Die Grün-Weißen stürmten auf Anhieb ins Finale. Dort musste man sich allerdings Siegen mit 2:0 geschlagen geben. Anfang der 1990er Jahre entwickelte sich zwischen Brauweiler und Siegen eine große Rivalität. 1993 verlor Brauweiler im Pokalfinale nach Elfmeterschießen gegen Siegen.

Friedhelm Fröhlich übernahm im Sommer 1993 das Traineramt. Wieder verlor Brauweiler das Meisterschaftsfinale gegen Siegen, gewann aber den Pokal und den Supercup - gegen Siegen. Im Februar 1994 wurde erstmals der DFB-Hallenpokal der Frauen ausgespielt, und Brauweiler trug sich als erster Verein in die Siegerliste ein. Brauweilers Ruf als "ewiger Zweiter" sollte sich weiter festigen. 1995 verlor man das Meisterschaftsfinale gegen den FSV Frankfurt, nachdem Brauweiler erstmals Sieger der Nordgruppe wurde. Anfang 1996 wurde Dr. Hans-Jürgen Tritschoks neuer Trainer. Unter ihm sollte 1997 der Fluch endlich besiegt werden: Brauweiler besiegte den FC Rumeln-Kaldenhausen nach Elfmeterschießen und wurde erstmals Deutscher Meister. Eine Woche später gewann Brauweiler durch einen 3:1-Sieg über den FC Eintracht Rheine den Pokal. Außerdem gewann Brauweiler zum zweiten Mal den Supercup.

Nach einem vierten Platz in der erstmals eingleisigen Bundesliga geriet Brauweiler 1999 mit einer stark verjüngten Mannschaft in Abstiegsgefahr. Erst am letzten Spieltag konnte man sich durch einen 1:0-Sieg über den FFC Heike Rheine aus eigener Kraft retten.

FFC Brauweiler Pulheim (2000 bis 2009)[Bearbeiten]

Logo des FFC Brauweiler Pulheim 2000

Am 1. Juli 2000 wurde aus der Frauenfußballabteilung des SV Grün-Weiß Brauweiler der FFC Brauweiler Pulheim. Sportlich musste sich die Mannschaft nach einem Zwischenhoch wieder nach unten orientieren, besonders nachdem Bettina Wiegmann und Maren Meinert in die US-amerikanische Profiliga WUSA gewechselt waren. 2003 kehrte Friedhelm Fröhlich auf die Trainerbank zurück. Auch er konnte 2004 den Abstieg nicht verhindern.

Brauweiler spielte nun in der neu geschaffenen 2. Bundesliga. Überlegen sicherte sich die Mannschaft die Meisterschaft der Nordgruppe und schaffte den sofortigen Wiederaufstieg. Im Oberhaus angekommen konnte Brauweiler erst am letzten Spieltag durch ein 1:1 gegen den VfL Sindelfingen die Klasse halten. Nachdem einige Leistungsträgerinnen ihre Karriere beendet hatten, musste Brauweiler mit einer kaum konkurrenzfähigen Mannschaft in die Saison 2006/2007 gehen. Ohne auch nur einen einzigen Punkt zu gewinnen, stieg die Mannschaft in die 2. Bundesliga ab.

Die sportliche Talfahrt setzte sich auch in der 2. Bundesliga Süd fort. Am 9. April 2008 musste der Verein aufgrund von Steuerforderungen des Finanzamtes einen Insolvenzantrag stellen. Die Mannschaft belegte erneut den letzten Platz und wurde in die drittklassige Regionalliga West durchgereicht. In der Saison 2008/2009 schaffte die Mannschaft bereits frühzeitig die Sicherung des Meistertitels in der Regionalliga. Zum 1. Juli 2009 folgte der Übertritt zum 1. FC Köln.

1. FC Köln (seit 2009)[Bearbeiten]

Die Mannschaft wurde zur Saison 2009/10 verstärkt. Die meiste Aufmerksamkeit verursachte der Transfer von Weltmeisterin Sonja Fuss vom amtierenden DFB-Pokal-Sieger und Gewinner des UEFA Women's Cups FCR 2001 Duisburg zum FC. Gemäß diverser Pressemeldungen und Pressemitteilungen des Vereins wurde der Aufstieg in die 1. Bundesliga angestrebt. Dieses hätte die Mannschaft in der Saison 2010/11 auch fast geschafft, musste sich aber am Ende der Saison mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Zwei Jahre später reichte es erneut nur zur Vizemeisterschaft hinter der TSG 1899 Hoffenheim. Die Entscheidung fiel erst am letzten Spieltag, als die Kölnerinnen im direkten Duell in Hoffenheim vor etwa 3.000 Zuschauern nicht über ein 3:3 hinaus kamen. Auch in der darauffolgenden Saison (2013/14) mussten die Spielerinnen aus der Domstadt sich mit dem 2. Platz hinter dem SC Sand zufriedengeben. Diesmal war der Abstand auf den begehrten Aufstiegsplatz mit 9 Punkten deutlich größer als in der Vorsaison.

Erfolge[Bearbeiten]

(alle Erfolge als Grün-Weiß Brauweiler)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Kader Saison 2014/15[Bearbeiten]

Stand: 25. Juli 2014

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
0 Claudia Hoffmann DeutschlandDeutschland
0 Lena Nuding DeutschlandDeutschland
0 Stina Lykke Petersen DanemarkDänemark
0 Denise Schumacher DeutschlandDeutschland
0 Romina Frommont DeutschlandDeutschland
0 Kristina Hild DeutschlandDeutschland
0 Alice Hüttebräucker DeutschlandDeutschland
0 Anna Kirschbaum DeutschlandDeutschland
0 Irina London DeutschlandDeutschland
0 Nina Raasch DeutschlandDeutschland
0 Rachel Rinast DeutschlandDeutschland
0 Lena Schrum DeutschlandDeutschland
0 Maike Seuren DeutschlandDeutschland
0 Nina Windmüller DeutschlandDeutschland
0 Nicole Bender DeutschlandDeutschland
0 Anna-Sophie Fliege DeutschlandDeutschland
0 Christina Franke DeutschlandDeutschland
0 Anna Gerhardt DeutschlandDeutschland
0 Alina Immeln DeutschlandDeutschland
0 Claudia Kalin DeutschlandDeutschland
0 Sarah Meinerz DeutschlandDeutschland
0 Marie Pyko DeutschlandDeutschland
0 Bianca Rech DeutschlandDeutschland
0 Tuğba Tekkal DeutschlandDeutschland
0 Irina von Schorlemer DeutschlandDeutschland
0 Mandana Knopf DeutschlandDeutschland
0 Philine von Bargen DeutschlandDeutschland
0 Yvonne Zielinski DeutschlandDeutschland

Wechsel zur Saison 2014/15[Bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Claudia Kalin (Bayer 04 Leverkusen)
Anna Gerhardt (1. FC Köln U-17)
Claudia Hoffmann (1. FC Köln U-17)
Stina Lykke Petersen (MSV Duisburg)
Nina Raasch (1. FC Köln U-17)
Bilgin Defterli (Alemannia Aachen)
Carolin Dej (Vereinslos)
Inka Grings (Karriereende)
Vanessa Hafkemeyer (Vereinslos)
Doreen Nabwire Omondi (DJK Rheinland 05)
Nadja Pfeiffer (PSV/FC Eindhoven, Niederlande)
Neide Simões (Valadares Gaia FC, Portugal)

Stadion[Bearbeiten]

Die Frauen-Abteilung des 1. FC Köln trägt ihre Heimspiele im Franz-Kremer-Stadion oder auf dem Rasenplatz 7 im RheinEnergieSportpark aus[1]. Die Zuschauerkapazität des zum Trainingsgelände des Vereins am Geißbockheim gehörenden Stadions beläuft sich auf 5000 Plätze, darunter 4000 nicht überdachte Stehplätze sowie 1000 überdachte Sitzplätze.

Bekannte ehemalige Spielerinnen von Grün-Weiß Brauweiler[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Spielstätte und Preise. 1. FC Köln. Abgerufen am 28. Juli 2011.

Weblinks[Bearbeiten]