1. Sinfonie (Schostakowitsch)

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Die Sinfonie Nr. 1 in f-Moll op. 10 von Dmitri Schostakowitsch wurde 1924/1925 geschrieben und am 12. Mai 1926 in Leningrad von den Leningrader Philharmonikern unter der Leitung von Nikolai Malko uraufgeführt. Schostakowitsch schrieb das Werk als seine Abschlussarbeit am Leningrader Konservatorium im Alter von 19 Jahren.

Sätze[Bearbeiten]

Die 1. Sinfonie hat vier Sätze:

  • Allegretto – Allegro non troppo
  • Allegro
  • Lento
  • Lento – Allegro molto – Largo – Presto

Besetzung[Bearbeiten]

Mittelgroßes Orchester: zwei Flöten, zwei Oboen, zwei Klarinetten, zwei Fagotte, vier Hörner, zwei Trompeten in B, eine Trompete in F, drei Posaunen, eine Tuba, eine Pauke, ein Schlagzeug, eine Triangel, Kleine Trommel, Große Trommel, Becken, Tamtam, Glocken, Klavier, Streicher

Bemerkungen[Bearbeiten]

Diese Sinfonie ist ein lebendiges und geistreiches Werk mit einer Dauer von rund 30 Minuten und erinnert an das Werk von Igor Strawinski und Sergei Prokofjew. Einige Motive des Werkes führen auf Jugendkompositionen zurück. Die transparente und kammermusikalische Instrumentation seiner Ersten Sinfonie ist ein Kontrast zu den komplexen und intelligenten Mahler’schen Instrumentationen seiner späteren Werke.

Bruno Walter, dem der junge Komponist in Leningrad seine Komposition vorgespielt hatte, entschloss sich sogleich zu einer Aufführung in Berlin.“ [1] Die Sinfonie war ein außergewöhnlicher Erfolg für ein Erstlingswerk eines Komponisten. Selbst heute noch wird die Sinfonie als eine seiner besten Arbeiten betrachtet.

Literatur[Bearbeiten]

  • Klaus Schweizer, Arnold Werner-Jensen: Reclams Konzertführer: Orchestermusik. 18. Aufl. Reclam, Stuttgart 2006, ISBN 3-15-010602-8
  • Michael Koball: Pathos und Groteske – Die Deutsche Tradition im symphonischen Schaffen von Dmitri Schostakowitsch. Kuhn, Berlin 1997, ISBN 3-928864-50-5 (im Buchhandel vergriffen, Bezug über den Autor möglich)

Quellen[Bearbeiten]

  1. Reclam p. 906