13. Division (Deutsches Kaiserreich)

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Die 13. Division, für die Dauer des mobilen Verhältnisses auch als 13. Infanterie-Division bezeichnet, war ein Großverband der Preußischen Armee.

Gliederung[Bearbeiten]

Das Kommando stand in Münster und die Division war Teil des VII. Armee-Korps.

Deutsch-Französischer Krieg[Bearbeiten]

Friedensgliederung 1914[Bearbeiten]

Kriegsgliederung bei Mobilmachung 1914[Bearbeiten]

  • 25. Infanterie-Brigade
    • Infanterie-Regiment „Herwarth von Bittenfeld“ (1. Westfälisches) Nr. 13
    • 7. Lothringisches Infanterie-Regiment Nr. 158
  • 26. Infanterie-Brigade
  • 13. Feldartillerie-Brigade
    • 2. Westfälisches Feldartillerie-Regiment Nr. 22
    • Mindensches Feldartillerie-Regiment Nr. 58
    • Pionier-Bataillon Nr. 7

Kriegsgliederung vom 8. März 1918[Bearbeiten]

  • 26. Infanterie-Brigade
    • Infanterie-Regiment „Herwarth von Bittenfeld“ (1. Westfälisches) Nr. 13
    • Infanterie-Regiment „Prinz Friedrich der Niederlande“ (2. Westfälisches) Nr. 15
    • Infanterie-Regiment „Graf Bülow von Dennewitz“ (6. Westfälisches) Nr. 55
    • MG-Scharfschützen-Abteilung Nr. 22
    • 3. Eskadron/Ulanen-Regiment „Hennigs von Treffenfeld“ (Altmärkisches) Nr. 16
  • Artillerie-Kommandeur Nr. 13
    • Mindensches Feldartillerie-Regiment Nr. 58
    • Fußartillerie-Bataillon Nr. 157
  • Pionier-Bataillon Nr. 7
  • Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 13

Geschichte[Bearbeiten]

Der Großverband wurde ursprünglich 1815 als Truppenbrigade in Münster gebildet und durch AKO vom 5. November 1816 neu geordnet. Das 1. Westfälische, bis dahin 13. Infanterie-Regiment, bildete zusammen mit dem 2. Westfälischen, bis dahin 15. Infanterie-Regiment, die Infanteriebrigade.

Zusammen mit der Kavalleriebrigade, bestehend aus dem 2. Dragonerregiment (Westfälisches) und dem 11. Husarenregiment (2. Westfälisches), bildete es die von Generalmajor Hans von Luck befehligte Truppenbrigade. Sie unterstand dem Generalkommando in Westfalen. Dieses befand sich in Münster und wurde von Generalleutnant Johann Adolf von Thielmann kommandiert.

Am 5. September 1818 wurde die Truppenbrigade zur 13. Division formiert.[1]

Nach dem Deutschen Krieg trat am 2. Oktober 1866 in der 25. Infanterie-Brigade an die Stelle des „5. Westfälischen Infanterie-Regiments Nr. 53“ das neu gebildete Hannoversche „Infanterie-Regiment Nr. 73“[2] (Füsilierregiment) mit Garnison in Münster und Coesfeld (später Paderborn).

Im Zuge der Heeresvermehrung wurde die Friedensstärke zum 1. April 1881 erhöht. Beim VII. Armeekorps wurde das „Infanterieregiment 131“ mit Garnisonen in Paderborn, Lippstadt und Höxter aufgestellt und der 26. Infanteriebrigade zugeteilt. Im Jahre 1887 kam dasselbe nach Metz.

Im Jahre 1892 wurde vom VII. Armeekorps der Truppenübungsplatz Senne bei Paderborn für gefechtsmäßigen Schießübungen und Exerzieren in größeren Verbänden erworben. Der erste Verband, der dort übte, war die 26. Infanteriebrigade.

Deutscher Krieg[Bearbeiten]

Hauptartikel: Deutscher Krieg

Im Deutschen Krieg 1866 stand die Division unter dem Kommando des Generalleutnants v. Goeben, der im vorhergehenden Krieg die 26. Infanterie-Brigade kommandiert hatte und rückte in das Königreich Hannover ein.

Nachdem sich die Division Goeben mit der in den Elb-Herzogtümern formierten Division des Generals v. Manteuffel im unverteidigten Hannover vereinigt hatte, wurde die Verfolgung des Gegners fortgesetzt. König Georg V. von Hannover hatte seine Streitkräfte bereits am 15. Juni in Göttingen versammelt. Um sich mit den aus Süden kommenden Bayern zu vereinigen, wurde am 21. auch Göttingen verlassen und am 22. von der preußischen 13. Division erreicht.[3]

Nach der Kapitulation der Hannoveraner am 29. Juni wurde die „Division Goeben“ Teil der Mainarmee.

Bei den am 4. Juli gelieferten Gefechten von Dermbach kämpfte die östlich des Fuldatals vorgehende „Division Goeben“ mit der Brigade Kummer (IR 13. und 53.) bei Zella gegen die bayrische Division Zoller. Der zwischen Wiesentahl-Roßdorf kämpfenden bayerischen Division Division Hartmann wurde dabei Wiesenthal durch die vorgehende „Brigade Wrangel“ (IR 15. und 55.) entrissen.

Der Kommandierende General Vogel von Falckenstein wandte sich jetzt gegen das VII. Bundeskorps der Bayern und sandte die „Division Goeben“ nach Kissingen, um von dort weiter nach Schweinfurt vorzugehen.[4] Bei einem Scharmützel bei Waldfenster verrieten Gefangene, dass sich das bayrische Korps noch in Kissingen befände, die „Division Manteuffel“ wurde daher der Goeben’schen sofort als Verstärkung hinterhergeschickt. In der Schlacht bei Kissingen wurden die Bayern am 10. Juli geschlagen und die Division Goeben konnte Kissingen (einem heutigen Ortsteil Bad Kissingens) besetzen.

Als General von Falckenstein am 11. Juli aus dem Hauptquartier die Nachricht erreichte, dass für die voraussichtlichen Waffenstillstandsverhandlungen die Besetzung der Länder nördlich des Mains wichtig wäre, ordnete er einen sofortigen Rechtsabmarsch der Mainarmee in Richtung Frankfurt an. Da seine beiden anderen Divisionen morgens ihren Vormarsch auf Schweinfurt fortgesetzt hatten, bildete jetzt die „Division Goeben“ die Avantgarde.

Als die „Brigade Wrangel“ in Laufach ankam, ließ deren General dort Biwak beziehen. Als die Vorposten der Brigade jedoch den Anmarsch „beträchtlicher“ feindlicher Truppen meldeten, begann am 13. Juli das Gefecht bei Frohnhofen mit der Großherzoglich Hessischen Division unter dem Befehl des Generals Frey. Sein Vorgesetzter General v. Perglas hatte ihm den Angriff befohlen, sowie zu seiner Unterstützung die Nachsendung einer zweiten Brigade avisiert.[5]

Beim Beginn des überraschenden Angriffs lösten die in Wendelstein (Laufach) verbliebenen Füsiliere der 15er gerade die der 55er am Westrand Frohnhofens ab und der Angriff der „Brigade Frey“ wurde abgeschlagen. Eine halbe Stunde später ging die eingetroffene 2. hessische Brigade unter General v. Stockhausen gegen das Dorf vor. Die „Brigade Wrangel“ hatte derweil die beiden anderen 15er Bataillone von ihrem Lager hinter die Flügel der Vorpostenstellung vorgeschoben und konnte alle weiteren Angriffe abschlagen. Die bei Wendelstein als Reserve aufgestellten 55er gingen zum Gegenangriff über und trieben den Feind aus der Stadt. Bei hereinbrechender Dunkelheit nahm General v. Wrangel aufgrund seiner ermüdeten Truppen von einer Verfolgung des sich nach Aschaffenburg zurückziehenden Feindes Abstand. Die Division nahm am 14. Juli die Verfolgung in zwei Kolonnen, links und rechts des Mains, auf. In dem Gefecht um Aschaffenburg besetzte die Division Aschaffenburg.

In Frankfurt war die Mainarmee verstärkt worden. So wurde sie u. a. durch die „Oldenburgisch-Hanseatische Brigade“ unter Generalmajor v. Weltzien, welche der 13. Division angegliedert wurde, verstärkt.

Zu Beginn des Tages der Gefechte bei Tauberbischofsheim am 24. Juli beschloss v. Goeben sich in den Besitz der Übergänge über die Tauber, am anderen Ufer war die VIII. Bundeskorps, zu setzen. Die hierdurch am Nachmittag stattfindenden Kämpfe, sollten von großer Bedeutung für den Ausgang des Feldzuges werden.

Die „Brigade Wrangel“ ging gegen Bischofsheim und die „Brigade Weltzien“, mit v. Goeben, gegen die flussabwärts gelegenen Orte Hochhausen bis Werbach vor. Das Gros, „Brigade Kummer“ und „Reservebrigade Tresckow“, folgten hinter der Front der „Brigade Weltzien“.

Am Vormittag des 25. Juli setzte die Mainarmee den Vormarsch nach Würzburg in drei Kolonnen fort. Die „Division Goeben“ brach aus Bischofsheim in Richtung Würzburg auf. Während die „Brigade Kummer“ auf der großen Straße marschierte, sicherte die „Brigade Wrangel“ von der rechten Flanke aus. Als bei Paimar heftiges Geschützfeuer vernommen wurde, befahl Goeben die „Brigade Kummer“ nach Gerchsheim. Hierhin hatte sich das VIII. Bundeskorps[6] zurückgezogen. Auf Widerstand gestoßen, wandte sich die Brigade nach Schönfeld, um den Gegner von dort aus am Abend in der Flanke anzugreifen. Bei dem Gefecht bei Gerchsheim war das Bundeskorps genötigt den Flankenangriff auf seinem linken Flügel abzuwehren und der «Brigade Kummer» bot sich so die Möglichkeit Gerchsheim zu besetzen.

Beim Artilleriebeschuss der Festung Marienberg oberhalb Würzburgs war die Mainarmee am Fuße des Bergs wieder vollständig versammelt. Nach Beendigung des Beschusses wurden am Ende des Tages Vorposten postiert. Es wurde darauf eine bis zum 2. August andauernde Waffenruhe geschlossen. Am 22. August 1866 folgte der Friedensschluss mit den Bayern.[7]

Deutsch-Französischer Krieg[Bearbeiten]

Der Bahnhof Call diente als Sammelpunkt der Divisionstruppen und deren Kommandeur, Generalleutnant v. Glümer ließ sich sämtliche Offiziere vorstellen. Als die Division versammelt war, marschierte sie zum Sammelpunkt der 1. Armee in Richtung Trier. Nachdem jedoch bekannt wurde, dass das französische IV. Korps nach Süden abmarschiert wäre und sich der Feind bei Saarbrücken sammele, wurde die Marschrichtung dahingehend geändert.

Am Abend des 6. August erreichte ein Adjutant des Generalkommandos die Division. Die 14. Division stände bei Spichern im Gefecht und benötige Hilfe. Auf deren Weg dorthin wurde jedoch, da das Gefecht augenscheinlich beendet war, der Marsch abgebrochen. Lediglich die Avantgarde der Division hatte noch in die Schlacht eingreifen können.

Am Morgen des 14. August deuteten Erkundungen darauf hin, dass sich die französische Armee im Abmarsch auf Metz befände. Der Kommandeur der 26. Infanteriebrigade, Generalmajor v. d. Goltz – Kommandeur der Avantgarde des VII. Korps - fühlte sich dieser im Zusammenhang mit den Meldungen seiner Vorposten hinreichend orientiert, um die von den Franzosen beabsichtigte Rückwärtsbewegung zu stören. Er informierte sowohl beide Divisionen des VII. Korps als auch das I. Korps, um sich deren Unterstützung im Falle feindlicher Übermacht sicher zu sein, und brach auf.

Nach etwa einstündigem Gefecht wurde die Situation für die 26. Brigade kritisch, als eine leichte Batterie des I. Armee-Korps (I. AK) eintraf und südwestlich Montoys in Stellung ging. Zwei von der 2. Division vorausgesandte Batterien fuhren kurz darauf zwischen Montoy und Noisseville auf. Als die 25. Brigade auf dem linken Flügel eintraf, drehte sich die kritische Lage. Als General v. Zastrow auf dem Kampfplatz eintraf, sandte er umgehend die 28. Brigade zum Angriff links der 26. Brigade. Als General v. d. Osten-Sacken, Kommandeur der 25. Brigade, zum Angriff überging. Beim zweiten Versuch drängen sie den Feind nach Borny und Bellecroix, heute beides Communen von Metz, zurück.

Die Verluste der 13. Division betrugen 94 Offiziere und 1815 Mann.

Auf Anordnungen des Prinzen Friedrich Karl, Kommandeur der 2. Armee, vom Abend des 19. August verlegte das VII. Korps sein Hauptquartier nach Ars. General v. Zastrow teilte für die Einschließung von Metz der 13. Division die Verteidigung des linken Moselufers zu. Der linke Flügel der 26. Brigade schloss bei Rozérieulles an das VIII. Armeekorps.

Als Marschall Bazaine am 31. August einen Ausbruchsversuch durchführte, die Schlacht von Noisseville, wurde zuerst die 25. Brigade nebst Korpsartillerie und wenig später auch die 26. Brigade für die Verstärkung der Deutschen entsendet. Als sich die 26. am 2. September in Bewegung setzte, erhielt sie bereits in Coin-lès-Cuvry den Befehl zur Umkehr.

Nach dem Sieg von Sedan und der Gefangennahme des Kaisers und der Mac Mahon’schen Armee war nach Ansicht des Prinzen kein weiterer Durchbruchsversuch nach Norden zu erwarten. Er verlegte den im Westen gelegenen Schwerpunkt nach Süden. Die 26. Infanteriebrigade wurde in die Nähe des Fort Queuleu verlegt.

Es ist belegt, dass sich am 20. September die 26. Brigade in Begleitung des westfälischen Dichters Emil Rittershaus zu einem Gelage im Park von Mercy-le-Haut begab. Bei diesem erdachte der Dichter ein mehrstrophiges Gedicht über die „Brigade Goltz“, welches unter anderem in den Geschichten der zugehörigen Regimenter seinen Niederschlag fand.

Nach Beendigung der Belagerung verließen die geschlagenen Franzosen am 29. Oktober Metz und die 26. Infanteriebrigade stand gefechtsbereiten der Ostseite von Grigy (heute Teil von Metz) an der Straße nach Ars-Laquenexy (heute: D999) um deren Vorbeimarsch abzunehmen bevor sie die Stadt besetzte

Es wurde vorläufig Generalleutnant v. Kummer zum Kommandanten der Festung und die 26. Infanteriebrigade zu deren Besatzung bestimmt. Kurz darauf traten an deren Stelle Generalleutnant v. Löwenfeld als Gouverneur, Oberst v. Brandenstein zum Kommandanten von Metz, Graf Henckel v. Donnersmarck wurde Zivilgouverneur.

Die Brigade folgte nach der Einnahme der Festung Diedenhofen durch die 14. Division dem Belagerungskorps.

Nachdem die Division als Teil des Korps am 29. November dem Hauptquartier des Königs unterstellt und in Richtung Châtillon-sur-Seine in Marsch gesetzt wurde, wurde ihr das in Schlesien neu gebildete 5. Reserve-Ulanenregiment als zweites Kavallerieregiment zugeteilt.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Hauptartikel: Erster Weltkrieg

Die Division verließ seine passive Teilnahme im Ersten Weltkrieg, als sie am 23. August 1914 in der Schlacht bei Namur ihre Feuertaufe erhielt. Danach wurde eine Brigade der Belagerung von Maubeuge zugeteilt.

Stab vor dem Schloß in Marquillies, In der Mitte: Generalleutnant v. d. Borne

Nach der Schlacht an der Aisne kämpfte während des sogenannten „Wettlauf zum Meer“ das Korps in der Schlacht bei Arras.

Im November wurde die Division nach Fromelles (Flandern) gegenüber der 7. englische Division und der Garde verlegt. Nach den Schlachten bei Lodz (6.) und Lowitsch (15.) fand am 18. Dezember zur Entlastung der Ostfront ein Entlastungsangriff an der Westfront statt.

Am 24. Dezember wurde, nachdem es dunkel wurde, jegliche Gefechtstätigkeit eingestellt. Der bis zum 2. Januar des Folgejahres andauernde Weihnachtsfrieden begann. Eine gemeinsame Bestattung der Toten in einem Massengrab fand während jenes Friedens statt. Die Zeremonie wurde von einem englischen Geistlichen und einen in den Reihen der 15er kämpfenden Seminaristen[8] gehalten.

Am 3. März 1915 schied das Infanterie-Regiment 158 aus der Division. Die Umformung aller Divisionen zu je drei Infanterie-Regimentern zufolge wurde es in eine andere Division eingegliedert.

Die Division kämpfte in der Lorettoschlacht und erhielt dort sein erstes, erst später so benanntes, Trommelfeuer.

In der Herbstschlacht machte die Division seine erste Bekanntschaft mit einem Gasangriff.

In Annœullin fand am 5. November 1915 eine Parade vor dem Kronprinzen Rupprecht statt, an der Abordnungen der an den letzten Kämpfen beteiligten Truppen teilnahmen.

Mitte Februar 1916 wurde während der Nacht bemerkt, dass, was zu jener Zeit etwas Neues war, Flieger das Regiment überflogen. Die AKO gab am 25. bekannt, dass in jener Nacht 550 Kg an Sprengstoffen auf Amiens, Hazebrouck und andere Städte abgeworfen wurden. Das nächtliche Fliegen zum Zweck des Bombenabwurfes, was als eine weitere Etappe in den Fortschritten des Fliegerwesens bezeichnet wurde, nahm hier seinen Anfang.

Nach zwei Monaten der Ausbildung, wurde die Division am 3. Juni auf den „Toten Mann“ mit Sicht auf die „Höhe 304“ in die Schlacht um Verdun verlegt. Die anfängliche dortige Belegung mit vier Divisionen sank im Laufe der Zeit auf zwei.

Anfang September wurde die Division in der Schlacht an der Somme in die Nähe Clérys verlegt. Kurz danach wurde sie, diesmal auf die „Höhe 304“ zurückverlegt.

Der Kronprinz, Oberbefehlshaber der 5. Armee, nahm am 20. Oktober 1916 vor dem im „Park von Charmois“ bei Mouzay eine Parade von Truppen-Abordnungen des VII. AK ab. Mit der Parade und den anschließend verliehenen Auszeichnungen würdigte er deren Leistungen in der Somme-Schlacht und vor Verdun.

Bereits im Dezember des Vorjahres wurden vom Generalkommando Pläne erwogen, den erreichten Einblick hinter die französischen Linien von der „Höhe 304“ zu erweitern. Da jenes Unternehmen unter der Leitung der 13. Division eine größere Ausdehnung hatte, zerfiel das Unternehmen des 25. Januars 1917, gemäß der Anzahl der Regimenter, in drei Teilunternehmen („Minden“, „Block“ und „Groos“). „Minden“ und „Block“ eroberten die vorderste Linie de Franzosen, während „Groos“ danach den entstandenen Freiraum zwischen den Teilunternehmen besetzte.

Die Artillerie der Division verwendete am 18. März 1917 erstmals Grünkreuz. Kurze Zeit später hatte die Division mit dem Unternehmen „Blücher“ jene Stellungen zurückerobert, aus denen das Heer im April 1916 zurückgedrängt wurde.

Die Division verließ am 16. Mai 1917 seine Stellung. Nach einer Zeit der Rekonvaleszenz bezog die Aisne-Front an den Chemin des Dames. Die neue Stellung war im Tal der Ailette. Auf der feindlichen Seite des Flusses befand sich oberhalb des steilen Bergrückens der Rand des sogenannten Cerny-Kessels. Der Bergrücken der, jetzt sich jetzt, wo er nicht mehr auf der deutschen Seite befand, stellte eine bedenklichen „Schwäche“ dar.

Im August wurde die Division Teil der Siegfriedstellung in der „Gruppe Crépy“ im Wald St. Gobains bevor sie im Oktober wieder an den „Chemin de Dames“ verlegt wurde. Dieses Mal war sie an der Laffaux-Ecke.[9][10]

In der Schlacht von Malmaison[11] am 23. Oktober 1917 erlitt die Division so große Verluste, dass sie am gleichen Tag aus dem Verband der 7. Armee ausschied und in das Etappengebiet der 3. Armee verlegt wurde. Dort wurde sie mit von der Ostfront kommenden Ersatz aufgefüllt. Am 13. November paradierten dann Truppen von ihr auf dem Platz „d'Alsace-Lorraine“ in Sedan vor dem Kronprinzen.

Die Division war am 16. November am Wald von Malancourt wieder an der Front. Der „Tote Mann“ und die „Höhe 304“ waren zwar in Sichtweite, aber inzwischen in französischer Hand.

Eine weitere Parade an der Abordnungen der Division teilnahmen, fand am 21. Dezember 1917 bei Dun vor dem Kaiser statt.

Divisionsstab im Frühjahr 1918. In der Mitte: Generalmajor v. Bories

Im Februar 1918 wurde die Division zuerst in Arlon, danach in Valenciennes für die Große Schlacht von Frankreich ausgebildet. In dieser, bei Operation Michael, folgte die Division zunächst der 18. Infanterie-Division. Bis der Vormarsch an der Ancre zum Stehen kam, sollte sie jedoch fast nur in der zweiten Linie verbleiben. Am 23. März gelangte sie jedoch kurzzeitig in die vorderste Linie, da ein Divisionsbefehl sie westlich von Templeux-la-Fosse - im das ehemaligen Gebiet der Somme-Schlacht - entsandte. Am 25. März trat an die Stelle der 18. die 199.. Nach etwa 50 Kilometern kam die Offensive an der Ancre zum Stehen.

Dem Generalkommando 51 zugeteilt, wurde die Division am 19. April südlich von Castel an die Avre verlegt. In der Schlacht von Hamel wurde sie von den Australiern zurückgedrängt.

Am sogenannten Schwarzen Tag des deutschen Heeres wurde die Division im australischen Abschnitt die Schlacht bei Amiens nahezu vernichtet. Am Abend des 8. August 1918 war die Artillerie der Division zerstört und von der Infanterie stand nur noch das Ruhebataillon der 13er zur Verfügung. Aus den verbleibenden 29 Fahrzeugen der drei Regimenter wurde eine Artillerie-Munitions-Kolonne gebildet.

Während der Maas-Argonnen-Offensive wurde die Division wieder in den Abschnitt ihrer Winterquartiere aus dem Jahr 1917, Maasgruppe West, verlegt. Ihr gegenüber stand der neue Gegner, die Amerikaner.

Um österreichische Truppenteile, die in deren Heimat zurückzukehren hatten, abzulösen, ist die Division am 31. Oktober auf die andere Seite der Maas befohlen wurden. Bei ihrer Rückkehr am Folgetag wurde sie auf Lastkraftwagen verladen und abtransportiert.

Nach dem Inkrafttreten des Waffenstillstands am 11. November trat die 13. Division über Arlon, durch das Großherzogtum Luxemburg seinen Rückmarsch an. Bei Echternach wurde die deutsche Grenze am 21. November erreicht, der Rhein wurde bei Bingen überquert um die Regimenter am 5. Dezember von Rüdesheim aus heimgefahren zu werden.[12]

Gefechtskalender[Bearbeiten]

1914[Bearbeiten]
  • 9. bis 16. August --- Eroberung von Lüttich
  • 21. August --- Gefecht bei Obaix
  • 22. August --- Gefecht bei Péronnes-Mont Ste. Adelgonde
  • 23. bis 24. August --- Schlacht bei Namur
  • 25. August bis 7. September --- Belagerung und Einnahme von Maubeuge (Teile der Division)
  • 29. bis 30. August --- Schlacht bei St. Quentin
  • 4. September --- Gefecht bei Montmançon
  • 6. bis 9. September --- Schlacht am Petit Morin
  • 12. September bis 4. Oktober --- Kämpfe bei Reims
  • 5. bis 13. Oktober --- Schlacht bei Arras
  • 13. Oktober bis 13. Dezember --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
  • 14. bis 24. Dezember --- Dezemberschlacht in Französisch-Flandern
  • ab 25. Dezember --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
1915[Bearbeiten]
  • 25. Januar --- Gefecht bei Givenchy-les-La Bassee
  • 10. bis 13. März --- Schlacht von Neuve-Chapelle
  • bis 8. Mai --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
  • 9. Mai bis 23. Juli --- Schlacht bei La-Bassée und Arras
  • 24. Juli bis 24. September --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
  • 25. September bis 13. Oktober --- Herbstschlacht bei La-Bassée und Arras
  • ab 14. Oktober --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
1916[Bearbeiten]
  • bis 27. März --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
  • 27. März bis 4. Juni --- Reserve der OHL bei Tournai
  • 5. Juni bis 8. September --- Schlacht um Verdun
    • 15. bis 18. Juni --- Kämpfe am Toten Mann
  • 9. bis 22. September --- Schlacht an der Somme
  • ab 23. September --- Stellungskämpfe vor Verdun
    • 6. Dezember --- Kämpfe auf Höhe 304
    • 28. Dezember --- Kämpfe auf dem Toten Mann
1917[Bearbeiten]
1918[Bearbeiten]
  • bis 5. Februar --- Stellungskämpfe vor Verdun
  • 5. Februar bis 20. März --- Reserve der OHL
  • 21. März bis 6. April --- Große Schlacht in Frankreich
  • 7. April bis 7. August --- Kämpfe an der Ancre, Somme und Avre
  • 8. bis 20. August --- Abwehrschlacht zwischen Somme und Avre
  • 22. August bis 2. September --- Schlacht Albert-Péronne
  • 9. bis 28. September --- Stellungskämpfe in Lothringen und in den Vogesen
  • 29. September bis 9. Oktober --- Abwehrschlacht in der Champagne und an der Maas
  • 10. bis 12. Oktober --- Kämpfe vor der Hunding- und Brunhildfront
  • 13. bis 31. Oktober --- Abwehrkämpfe zwischen Argonnen und Maas
  • 1. bis 4. November --- Kämpfe zwischen Aisne und Maas
  • 5. bis 11. November --- Abwehrschlacht in der Champagne und an der Maas
  • ab 12. November --- Räumung des besetzten Gebietes und Marsch in die Heimat

Kommandeure[Bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum
Generalmajor Hans von Luck und Witten 24. September 1815 bis 12. November 1834
Generalmajor Friedrich von Wrangel 13. November 1834 bis 18. November 1839
Generalleutnant Friedrich Wilhelm von Monsterberg 19. November 1839 bis 29. März 1844
Generalleutnant Wilhelm Hennig von Tietzen und Hennig 30. März 1844 bis 3. November 1851
Generalleutnant Georg Brunsich Edler von Brun 4. November 1851 bis 1. April 1857
Generalleutnant Gustav Adolf von Schlemüller 2. April 1857 bis 28. Mai 1858
Generalleutnant Louis Wilhelm Franz von Mutius 29. Mai 1858 bis 18. November 1859
Generalleutnant Friedrich Wilhelm Ludwig von Monts 19. November 1859 bis 30. Juni 1860
Generalleutnant Ferdinand Karl Adolf von Wintzigerode 1. Juli 1860 bis 12. Mai 1865
Generalleutnant August Karl von Goeben 13. Mai 1865 bis 17. Juli 1870
Generalleutnant Adolf von Glümer 18. Juli 1870 bis 1. Juli 1871
Generalleutnant Ludwig von Bothmer 2. Juli 1871 bis 29. März 1873
Generalmajor/Generalleutnant Karl Wilhelm Albert von Trossel 23. Mai bis 24. November 1873 (mit der Führung beauftragt)
Generalleutnant Karl Wilhelm Albert von Trossel 25. November 1873 bis 12. September 1875
Generalleutnant Oskar Stein von Kaminski 24. September 1875 bis 21. Dezember 1877
Generalleutnant Alexander Kuno von der Goltz 22. Dezember 1877 bis 21. März 1880
Generalleutnant Barnim von Zeuner 22. März 1880 bis 16. April 1883
Generalleutnant Oskar Heinrich von Nachtigall 17. April 1883 bis 14. November 1887
Generalleutnant Hans Alfred von Kretschmann 15. November 1887 bis 14. März 1890
Generalleutnant Richard Moritz von Westernhagen 15 März 1890 bis 26. Januar 1892
Generalleutnant August von Bomsdorff 27. Januar 1892 bis 16. Januar 1893
Generalleutnant Ludwig von Hammerstein-Loxten 17. Januar 1893 bis 24. August 1896
Generalleutnant Hermann von Lüdemann 25. August 1896 bis 7. Oktober 1898
Generalleutnant Maximilian von Mützschefahl 8. Oktober 1898 bis 21. Mai 1900
Generalleutnant Friedrich von der Boeck 22. Mai 1900 bis 29. Mai 1901
Generalmajor Armand Léon von Ardenne 30. Mai 1901 bis 13. November 1901
Generalleutnant Georg von Kalckstein 14. November 1901 bis 22. Mai 1902
Generalleutnant Arthur Graf von Klinckowström 23. Mai 1902 bis 21. Dezember 1904
Generalleutnant Richard von Winterfeld 22. Dezember 1904 bis 19. März 1906
Generalleutnant Ernst von Natzmer 20. März 1906 bis 3. September 1906
Generalleutnant Johann von Zwehl 4. September 1906 bis 26. Juli 1908
Generalleutnant Friedrich Sixt von Armin 27. Juli 1908 bis 19. März 1911
Generalleutnant Hermann von Francois 20. März 1911 bis 30. September 1913
Generalleutnant Kurt von dem Borne 1. Oktober 1913 bis 10. Februar 1917
Generalmajor Rudolf von Borries 10. Februar 1917 bis 25. September 1918
Generalleutnant Peter von Kameke 26. September 1918 bis 19. Januar 1919

Literatur[Bearbeiten]

  • Ruhmeshalle unserer Alten Armee. Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs. Militär-Verlag. Berlin 1927. S. 65, 109.
  • Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918). United States War Office as War Department Document No. 905. Office of the Adjutant. 1920. S. 225–228.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alfred Cramer: Geschichte des Infanterie-Regiments Prinz Friedrich der Niederlande (2. Westfälisches) Nr. 15. Verlag R. Eisenschmid, Verlagsbuchhandlung für Militärwissenschaft. Berlin 1910.
  2. Bezeichnung ab 7. November 1867: „Hannoversches Füsilier-Regiment Nr. 73“
  3. Die Hannoveraner Armee traf schließlich am 27. Juni in der Schlacht bei Langensalza auf die Division Manteuffel.
  4. Das Ziel des Bundesheeres, die Vereinigung des VIII. Bundeskorps mit dem VII. Bundeskorps der Bayern konnte nicht erreicht werden. Das Letztgenannte zog sich daraufhin nach Kissingen zurück.
  5. General v. Perglas hatte die Aufgabe, den Übergang nach Aschaffenburg offen zu halten.
  6. Die Bayrische Armee marschierte nach der Niederlage in Bischofsheim nicht mehr mit.
  7. Alfred Cramer: "Geschichte des Infanterie-Regiments Prinz Friedrich der Niederlande (2. Westfälisches) Nr. 15"; Berlin 1910, Verlag R. Eisenschmid, Verlagsbuchhandlung für Militärwissenschaft
  8. Dieser Seminarst wurde 1918 als Feldgeistlicher in eine andere Division versetzt.
  9. Als Laffaux-Ecke wurde der Teil der deutschen Stellung bezeichnet, an dem die deutsche Linie von La Fere in nordsüdlicher Richtung östlich Vauxaillon vorbeilaufend, im Überschreiten der Straße Laon-Soissons eine scharfe Kehre nach Osten macht, um dann im Wesentlichen dem Chemin des Dames zu folgen.
  10. Allgemeine schweizerische Militärzeitschrift : ASMZ, Band 129 (1963)
  11. Die „Schlacht von Malmaison“ wird auch als „Oktoberschlacht an der Aisne“ bezeichnet.
  12. Gustav Riebensahm: "Infanterie-Regiment Prinz Friedrich der Niederlande (2. Westfälisches) Nr. 15 im Weltkrieg 1914-18" von 1931 Minden, 504 Seiten (116 Fotos und 29 Karten).