134. Infanterie-Division (Wehrmacht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
134. Infanterie-Division
Aktiv 15. Oktober 1940 bis Juni 1944
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Truppengattung Infanterie
Typ Infanteriedivision
Grobgliederung Gliederung
Stärke 15.000 Soll
Aufstellungsort Truppenübungsplatz Grafenwöhr
Kommandeure
Liste der Kommandeure

Die 134. Infanterie-Division war ein militärischer Großverband der Wehrmacht.

Divisionsgeschichte[Bearbeiten]

Einsatzgebiete:

Die 134. ID wurde als Division der 11. Aufstellungswelle am 15. Oktober 1940 auf dem oberpfälzer Truppenübungsplatz Grafenwöhr aufgestellt.

Im Juni 1941 nahm die 134. ID als Teil der Heeresgruppe Mitte im Rahmen der Operation Barbarossa am Überfall auf die Sowjetunion teil. Im Dezember 1941 war die Division während des Vormarsches auf Moskau in die Abwehrschlacht von Klin verwickelt. Zusammen mit der 45. ID wurde sie bei Liwny vorübergehend eingeschlossen.

Die 134. Infanterie-Division wurde während des Zusammenbruchs der Heeresgruppe Mitte vom 24. Juni bis zum 29. Juni 1944 im Kessel von Bobruisk vollständig vernichtet (→Operation Bagration). Dabei wählte der Divisionskommandeur Generalleutnant Ernst Philipp den Freitod.

Personen[Bearbeiten]

Divisionskommandeure der 134. Infanterie-Division:
Dienstzeit Dienstgrad Name
5. Oktober 1940 bis 12. Dezember 1941 Generalleutnant Conrad von Cochenhausen
12. Dezember 1941 bis Februar 1944 General der Gebirgstruppe Hans Schlemmer
Februar bis 1. Juni 1944 Generalmajor Rudolf Bader
1.–29. Juni 1944 Generalleutnant Ernst Philipp
Generalstabsoffiziere (Ia) der 134. Infanterie-Division:
Dienstzeit Dienstgrad Name
Oktober 1940 bis November 1942 Major Hans Richert
November 1942 bis November 1943 Oberstleutnant Günther Wentrup
Januar 1944 bis unbekannt Oberstleutnant Siegfried Degen
  • Heinz Keßler diente von 1940 bis 1941 als Soldat in der 134. Infanterie-Division. Nach dem Krieg wurde Keßler im Jahr 1985 Armeegeneral der Nationalen Volksarmee und Minister für Nationale Verteidigung in der DDR. 1989 legte er im Zuge der Wende das Ministeramt nieder und schied aus der NVA aus.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Insgesamt wurden 22 Angehörige der 134. ID mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet und 70 mit dem Deutschen Kreuz in Gold.

Gliederung[Bearbeiten]

  • Infanterie-Regiment 439
  • Infanterie-Regiment 445
  • Infanterie-Regiment 446
  • Artillerie-Regiment 134
  • Panzerjäger-Abteilung 134 (mot.)
  • Aufklärungs-Abteilung 134
  • Feldersatz-Bataillon 134
  • Nachrichten-Abteilung 134
  • Pionier-Bataillon 134
  • Versorgungseinheiten

Literatur[Bearbeiten]

  •  Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 7. Die Landstreitkräfte 131 – 200. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1979, ISBN 3-7648-1173-0.
  • Werner Haupt: Geschichte der 134. Infanterie Division, Hrsg. Kameradenkreis d. ehem. 134. ID., Selbstverlag, Bad Kreuznach 1971