13 (Film)

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Dieser Artikel behandelt den Thriller 13 von Géla Babluani; für den Film von Catherine Hardwicke aus dem Jahr 2003, siehe Dreizehn (Film).
Filmdaten
Deutscher Titel 13
Originaltitel 13
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 87 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Géla Babluani
Drehbuch Géla Babluani,
Greg Pruss
Produktion Rick Schwartz,
Valerio Morabito,
Jeanette Buerling
Musik Alexander Bubenheim
Kamera Michael McDonough
Schnitt Géla Babluani,
David Gray
Besetzung
Synchronisation

13 ist ein US-amerikanischer Thriller aus dem Jahr 2010 des Regisseurs Géla Babluani. Er ist eine Neuverfilmung des 2005 ebenfalls von Géla Babluani produzierten Thrillers 13 Tzameti, bei dem es sich um einen Schwarzweißfilm sowie das Erstlingswerk des Regisseurs handelt.

Handlung[Bearbeiten]

Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Vince wohnt mit seinen Eltern in Talbot im Bundesstaat Ohio. Sein Vater bedarf zahlreicher kostspieliger ärztlicher Behandlungen, weswegen die Familie finanziell arg angeschlagen ist und eine Hypothek auf das Elternhaus aufnehmen musste. Vince ist Elektriker und repariert die elektrischen Leitungen im Haus seines Nachbarn. Dabei hört er ein Gespräch mit, in dem es um einen geheimnisvollen Brief geht, dessen Inhalt den ebenfalls verarmten Nachbar mit etwas Glück wieder zu Geld bringen soll. Als dieser an einer Überdosis Heroin stirbt, stiehlt Vince den Brief, bevor die Polizei das Einschreiben beschlagnahmen kann.

Vince folgt den Anweisungen, die in dem Brief hinterlegt sind und fährt mit Bahn und Taxi hinaus aufs Land, wobei er von Zivilpolizisten verfolgt wird, die aber letztendlich seine Spur verlieren, als er von einem Kontaktmann abgeholt und in den Wald gefahren wird. Auf einem Landsitz angekommen, bemerkt Vince zu spät, dass er als Kandidat Nummer 13 zu einem unfreiwilligen Teilnehmer eines illegalen Russisch-Roulette-Spiels geworden ist, bei dem reiche Glücksspieler auf ihre Kandidaten und deren Überleben setzen. Hierbei müssen sich die Kandidaten mehrmals im Kreis aufstellen und beim Erleuchten einer Lampe auf den Kopf ihres Vordermannes schießen, bis nur noch fünf der Kandidaten überleben. Durch Glück und Zufall überlebt Vince die ersten Runden des Russischen Roulettes als Außenseiter. Während drei der verbleibenden Kandidaten mit einem kleinen Gewinn gehen dürfen, muss Vince schließlich noch in einem Finale gegen Ronald Lynn Bagges antreten, der bereits die drei vorherigen Finals gewonnen hatte. Er erschießt Ronald und bekommt seinen Anteil von 1,85 Millionen US-Dollar ausgezahlt.

Als Vince versucht, zurück nach Hause zu fahren, wird er von einem Taxifahrer am Bahnhof wiedererkannt und von Polizisten festgenommen. Es gelingt ihm jedoch, vorher seinen Gewinn in einer Mülltonne zu verstecken. Im anschließenden Verhör argumentiert Vince, er sei überhaupt nie in das Herrenhaus, in dem das Glücksspiel stattfand, gelangt, da man ihn nicht erkannt und eigentlich seinen Nachbarn erwartet habe. Er wird aus Mangel an Beweisen laufen gelassen. Die Mülltonne wurde inzwischen geleert, es gelingt Vince jedoch das Geld wiederzufinden und dieses in einem Paket an seine Mutter abzusenden. Als Vince schließlich mit der Bahn die Heimreise antritt, trifft er im Zug auf Jasper Bagges, der all seine Wetten sowie seinen Bruder Ronald durch Vince verloren hat. Jasper erschießt Vince und stiehlt dessen Tasche, jedoch ohne gleich zu bemerken, dass diese kein Geld mehr enthält.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Film wurde in New York City gedreht.[1] Die Dreharbeiten erfolgten u.a. im November 2008.[2] Am 13. März 2010 feierte der Film seine Weltpremiere beim Southwest Filmfest.[3] Am 8. November 2011 erschien der Film in den USA auf DVD und Blu-ray Disc.[3] Der Thriller wurde in Deutschland ab dem 2. Juni 2011 von Highlight auf DVD und Blu-ray Disc vertrieben.

Deutsche Synchronfassung[Bearbeiten]

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand bei Interopa Film in Berlin.[4]

Darsteller Deutscher Sprecher[4] Rolle
Alexander Skarsgård Karlo Hackenberger Jack
Jason Statham Leon Boden Jasper
Mickey Rourke Reiner Schöne Jefferson
Gaby Hoffmann Josephine Schmidt Clara Ferro
50 Cent Markus Pfeiffer Jimmy
Michael Shannon Stefan Fredrich Henry
Ray Winstone Marco Kröger Ronald Lynn
Sam Riley Julien Haggége Vince
Ben Gazzara Friedrich Georg Beckhaus Schlondorff
John Bedford Lloyd Erich Räuker Mark

Soundtrack[Bearbeiten]

Im Film sind u.a. die Musiktitel Be My Gun von Verenice Buerling sowie Just Business von Phil Soussan zu hören.[5]

Rezeption[Bearbeiten]

„13 ist straff und intensiv inszeniert, die Duellszenen sind von teils unerträglicher Spannung“, urteilt die Redaktion von Cinema.[6] Er ist ein „spannender Thriller über ein bestialisches, illegales Pistolenturnier, das steinreiche Sadisten zu ihrem perversen Vergnügen ausrichten“.[6] Bei 13 handelt es sich um ein „aufgeblasenes B-Movie mit A-Stars“, das eine neutrale Bewertung mit drei von fünf möglichen Punkten erhielt.[6]

Jan Hamm von Filmstarts vertritt die Meinung, der Film leide „unter einer holprigen Dramaturgie“.[7] „Der Neo-Noir startet zäh und ballt seine intensivsten Momente in der Filmmitte“, denn „rund eine halbe Stunde irrt Vince umehr, ohne zu wissen, was Sache ist“.[7] Die „hochkarätig besetzten Nebenfiguren“ betreiben „bloße Image-Pflege“.[7] „Mit der eiskalten Versinnbildlichung wirtschaftlicher Verzweifelung fesselt „13" phasenweise enorm“, „aufgrund des zerfahrenen Erzählstils und einem nahezu ermüdend-routinierten Cast bleibt Babluani jedoch auch beim zweiten Anlauf im Mittelmaß stecken“.[7] Entsprechend vergibt Hamm zweieinhalb von fünf möglichen Punkten.[7]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Géla Babluani wurde 2013 beim Louisville Fright Night Film Fest mit dem Filmpreis Honorable Mention ausgezeichnet.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Internet Movie Database: Drehorte
  2. Internet Movie Database: Budget und Einspielergebnisse
  3. a b Internet Movie Database: Starttermine
  4. a b 13 in der Deutschen Synchronkartei, abgerufen am 24. September 2013.
  5. Internet Movie Database: Soundtrack
  6. a b c Cinema.de: Filmkritik
  7. a b c d e Filmstarts: Filmkritik, Jan Hamm, abgerufen am 24. September 2013
  8. Internet Movie Database: Nominierungen und Auszeichnungen