14. Division (Deutsches Kaiserreich)

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Die 14. Division, für die Dauer des mobilen Verhältnisses auch als 14. Infanterie-Division bezeichnet, war ein Großverband der Preußischen Armee

Am 2. April 1906 führte Kaiser Wilhelm II. (rechts), an der Spitze reitend, das 2. Westfälische Husaren-Regiment Nr. 11 in die Stadt Krefeld.

Gliederung[Bearbeiten]

Die Division war Teil des VII. Armee-Korps.

Deutsch-Französischer Krieg [1][Bearbeiten]

Friedensgliederung 1914[Bearbeiten]

Kriegsgliederung bei Mobilmachung 1914[Bearbeiten]

  • 27. Infanterie-Brigade
    • Infanterie-Regiment „Freiherr von Sparr“ (3. Westfälisches) Nr. 16
    • 5. Westfälisches Infanterie-Regiment Nr. 53
  • 79. Infanteriebrigade
    • Infanterie-Regiment „Vogel von Falckenstein“ (7. Westfälisches) Nr. 56
    • Infanterie-Regiment „Herzog Ferdinand von Braunschweig“ (8. Westfälisches) Nr. 57
    • 3. Eskadron/2. Hannoversches Dragoner-Regiment Nr. 16
  • 14. Feldartillerie-Brigade
    • 1. Westfälisches Feldartillerie-Regiment Nr. 7
    • Klevesches Feldartillerie-Regiment Nr. 43
    • 2. und 3. Kompanie/Pionier-Bataillon Nr. 7

Kriegsgliederung vom 13. April 1918[Bearbeiten]

  • 79. Infanteriebrigade
    • Infanterie-Regiment „Freiherr von Sparr“ (3. Westfälisches) Nr. 16
    • Infanterie-Regiment „Vogel von Falckenstein“ (7. Westfälisches) Nr. 56
    • Infanterie-Regiment „Herzog Ferdinand von Braunschweig“ (8. Westfälisches) Nr. 57
    • MG-Scharfschützen-Abteilung Nr. 23
    • 5. Eskadron/2. Hannoversches Dragoner-Regiment Nr. 16
  • Artillerie-Kommandeur Nr. 14
    • Klevesches Feldartillerie-Regiment Nr. 43
    • II. Bataillon/Fußartillerie-Regiment Nr. 22
  • Pionier-Bataillon Nr. 124
  • Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 14

Geschichte[Bearbeiten]

Der Großverband wurde ursprünglich am 9. Oktober 1815 als Truppen-Brigade in Trier gebildet und am 5. September 1818 zur 14. Division formiert. Von 1818 bis 1919 stand das Kommando in Düsseldorf.

Deutsch-Französischer Krieg[Bearbeiten]

Die 14. Division stand bereits am 6. August 1870 bei Spichern im Gefecht. Am Morgen des 14. August deuteten Erkundungen darauf hin, dass sich die französische Armee im Abmarsch auf Metz befände. Die 26. Infanteriebrigade unter Generalmajor v. d. Goltz bildete in der folgenden Schlacht bei Colombey-Nouilly die Avantgarde des VII. Korps. Als sich dieser hinreichend orientiert fühlte, um die von den Franzosen beabsichtigte Rückwärtsbewegung zu stören, informierte er sowohl beide Divisionen des VII. Korps als auch das I. Korps, um sich deren Unterstützung im Falle feindlicher Übermacht sicher zu sein, und griff an.

Auf Anordnungen des Prinzen Friedrich Karl, Kommandeur der 2. Armee, vom Abend des 19. August verlegte das VII. Korps sein Hauptquartier nach Ars. General v. Zastrow teilte für die Einschließung von Metz der 14. Division die des rechten Moselufers zu.

Nach dem Sieg von Sedan und der Gefangennahme des Kaisers und der Mac Mahon'schen Armee war nach Ansicht des Prinzen kein weiterer Durchbruchsversuch nach Norden zu erwarten. Er verlegte den im Westen gelegenen Schwerpunkt nach Süden.

Während die 13. Division in Metz verblieb, zog die 14. zur Belagerung der Festung Diedenhofen. Nach deren Einschluss der Festung, ergab sich diese am 24. November. Die Division folgte nun dem Belagerungskorps.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Gefechtskalender[Bearbeiten]

1914[Bearbeiten]
1915[Bearbeiten]
  • bis 8. Mai --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
  • 9. Mai bis 23. Juli --- Schlacht bei La-Bassée und Arras
  • 24. Juli bis 24. September --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
  • 25. September bis 13. Oktober --- Herbstschlacht bei La-Bassée und Arras
  • ab 14. Oktober --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
1916[Bearbeiten]
  • bis 27. März --- Stellungskämpfe in Flandern und Artois
  • 27. März bis 4. Juni --- Reserve der OHL bei Tournai
  • 5. Juni bis 8. September --- Schlacht um Verdun
    • 5. bis 25. August --- Kämpfe um Zwischenwerk Thiaumont und auf Kalter Erde
  • ab 9. September --- Stellungskämpfe vor Verdun
    • 15. bis 16. Dezember --- Kämpfe um Louvemont und Bezonvaux
    • 28. Dezember --- Kämpfe auf dem Toten Mann
1917[Bearbeiten]
  • bis 24. April --- Stellungskämpfe vor Verdun
  • 27. April bis 27. Mai --- Doppelschlacht Aisne-Champagne
  • 28. Mai bis 23. Oktober --- Stellungskämpfe am Chemin des Dames
  • 24. Oktober bis 2. November --- Nachhutkämpfe an und südlich der Ailette
  • ab 5. November --- Stellungskämpfe vor Verdun
1918[Bearbeiten]
  • bis 29. Januar --- Stellungskämpfe vor Verdun
  • 10. Januar bis 25. März --- Reserve der OHL bei Moncel
  • 25. März bis 6. April --- Große Schlacht in Frankreich
  • 6. April bis 27. Mai --- Kämpfe an der Ancre, Somme und Avre
  • 27. Mai bis 13. Juni --- Schlacht bei Soissons und Reims
    • 28. Mai bis 1. Juni --- Verfolgungskämpfe bis zur Marne
    • 30. Mai bis 13. Juni --- Angriffskämpfe westlich und südwestlich von Soissons
  • 14. Juni bis 4. Juli --- Stellungskämpfe zwischen Oise, Aisne und Marne
  • 5. bis 17. Juli --- Stellungskämpfe westlich Soissons
  • 18. bis 25. Juli --- Abwehrschlacht zwischen Soissons und Reims
  • 26. Juli bis 3. August --- Bewegliche Abwehrschlacht zwischen Marne und Vesle
  • 4. bis 16. August --- Stellungskämpfe zwischen Oise und Aisne
  • 17. bis 30. August --- Abwehrschlacht zwischen Oise und Aisne
  • 30. August bis 13. September --- Reserve der OHL
  • 13. bis 25. September --- Stellungskämpfe bei Reims
  • 26. September bis 17. Oktober --- Abwehrschlacht in der Champagne und an der Maas
  • 18. bis 20. Oktober --- Kämpfe in der Hundingstellung
  • 20. Oktober bis 4. November --- Kämpfe vor und in der Hermannstellung
    • 20. bis 26. Oktober --- Kämpfe zwischen Oise und Serre
  • 5. bis 11. November --- Rückzugskämpfe vor der Antwerpen-Maas-Stellung
  • ab 12. November --- Räumung des besetzten Gebietes und Marsch in die Heimat

Kommandeure[Bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum
Generalleutnant Karl Anton von Hohenzollern 15. April 1852 bis 5. November 1858
Generalmajor Albrecht von Roon 6. November 1858 bis 19. Januar 1860
Generalmajor/Generalleutnant Karl von Monts 20. Januar 1860 bis 24. Juni 1864
Generalleutnant Hugo Eberhard zu Münster-Meinhövel 25. April 1864 bis 29. Oktober 1866
Generalleutnant Leonhard von Blumenthal 30. Oktober 1866 bis Juli 1870
Generalleutnant Georg von Kameke 18. Juli 1870 bis 4. Januar 1871
Generalleutnant Ernst Moritz Schuler von Senden 5. Januar 1871 bis 21. Oktober 1871
Generalleutnant Hugo von Obernitz 3. Oktober 1871 bis 16. April 1879
Generalmajor Karl Friedrich Wilhelm von Witzendorff 17. April 1879 bis 14. April 1882
Generalleutnant Hermann Otto von Schenck 15. April 1882 bis 16. Oktober 1883
Generalleutnant Wilhelm Dietrich von und zu Gemmingen 17. Oktober 1883 bis 28. April 1886
Generalleutnant Heinrich XIII. Prinz Reuß 29. April 1886 bis 9. Juli 1888
Generalleutnant Johann Wilhelm Emil von Fischer 10. Juli 1888 bis 23. März 1890
Generalleutnant Heinrich Edler von der Planitz 24. März 1890 bis 13. Oktober 1890
Generalleutnant Arno von Arndt 14. Oktober 1890 bis 16. März 1894
Generalleutnant Richard Freiherr von Funck 17. März 1894 bis 26. Januar 1897
Generalleutnant Heinrich XVIII. Prinz Reuß 27. Januar 1897 bis 15. Februar 1899
Generalleutnant Friedrich von Kamptz 16. Februar 1899 bis 6. Juli 1901
Generalleutnant Ernst von Voigt 7. Juli 1901 bis 30. Apri 1904
Generalleutnant Kurt von Sperling 1. Mai 1904 bis 21. Dezember 1904
Generalleutnant Richard von Winterfeld 22. Dezember 1904 bid 22. April 1907
Generalleutnant Paul Stephan 23. April 1907 bis 23.April 1908
Generalleutnant Karl Wilhelm Gronen 24. April 1908 bis 5. Oktober 1911
Generalleutnant Dedo von Schenck 6. Oktober 1911 bis 30. September 1912
Generalleutnant Otto von Lauenstein 1. Oktober 1912 bis 1. August 1914
Generalmajor/Generalleutnant Paul Fleck 1. August 1914 bis 1. Januar 1915
Generalleutnant Kurt von Ditfurth 2. Januar bis 24. Mai 1915
Generalleutnant Konstantin von Altrock 25. Mai bis 29. Dezember 1915
Generalmajor Fritz von Verden 30. Dezember 1915 bis 16. September 1917
Generalleutnant Karl Kraewel 17. September 1917 bis 8. Juli 1918
Generalmajor Georg Pohlmann 9. Juli 1918 bis 21. Januar 1919

Literatur[Bearbeiten]

  • Ruhmeshalle unserer Alten Armee. Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs, Militär-Verlag, Berlin 1927, S. 65, 110-111.
  • Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918). United States War Office as War Department Document No. 905, Office of the Adjutant, 1920, S. 236-239.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alfred Cramer: "Geschichte des Infanterie-Regiments Prinz Friedrich der Niederlande (2. Westfälisches) Nr. 15"; Berlin 1910, Verlag R. Eisenschmid, Verlagsbuchhandlung für Militärwissenschaft