163. Infanterie-Division (Wehrmacht)

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163. Infanterie-Division
Truppenkennzeichen der 163. Infanterie-Division
Truppenkennzeichen
Aktiv 18. November 1939 bis 31. März 1945
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Truppengattung Infanterie
Typ Infanteriedivision
Grobgliederung Gliederung
Stärke 15.000 Soll
Aufstellungsort Döberitz
Spitzname Trabender Elch
Kommandeure
Liste der Kommandeure
Insignien
Weiteres Truppenkennzeichen Weiteres Truppenkennzeichen der 163. Infanterie-Division

Die 163. Infanterie-Division war ein militärischer Großverband der Wehrmacht.

Divisionsgeschichte[Bearbeiten]

Die 163. Infanterie-Division wurde ab 18. November 1939 auf den Truppenübungsplätzen Döberitz und Jüterbog im Heimatwehrkreis III als Division der 7. Welle neu aufgestellt. Durch Zuweisung der Feldersatz-Bataillone 3, 5 und 23 wurde sie ab 1. Januar 1940 zur vollwertigen Division verstärkt. Bis April 1940 erfolgten Aufstellung und Ausbildung, dann verlegte die Division im Schiffstransport nach Norwegen und wurde dort im Verband der Gruppe XXI (später Armee Norwegen) als Besatzungstruppe eingesetzt.

Zm Beginn des Rußlandfeldzuges verlegte die Division in den Verband der Finnischen Armee und kämpfte dort in Südkarelien, stieß bis zum Fluss Swir vor und wurde im Februar 1942 im Tausch gegen finnische Truppen nach Lappland in den Raum westlich Kandalakscha verlegt.

Mehr als zweieinhalb Jahre Stellungskrieg folgten, den die 163. ID im Verband der Armee Norwegen, später in der 20. Gebirgsarmee unter Generaloberst Eduard Dietl und Generaloberst Lothar Rendulic durchgehend im Kampfraum westlich Kandalakscha verbrachte.

Der Waffenstillstand zwischen Finnland und der Sowjetunion ab 2. September 1944 zwang die deutschen Truppen, ganz Finnland zu räumen. Im Rahmen dieser schwierigen Operation gelang es der 163. ID, sich geordnet durch ganz Finnisch- und Norwegisch-Lappland zurück zu ziehen.

Im Januar 1945 war die 163. ID erneut Besatzungstruppe in Norwegen, verlegte dann aber im Landmarsch und Bahntransport nach Oslo, um im Februar 1945 von dort nach Dänemark über zu setzen.

Dort wurde die Division im Raum von Aarhus umgegliedert in eine "Division neuer Art 1945" und nach Pommern verlegt, wo sie im Verband der 3. Panzerarmee unter Generaloberst Erhard Raus und General der Panzertruppe Hasso von Manteuffel die sowjetische Großoffensive auf Hinterpommern erlebte. In schweren Kämpfen wurde die 163. ID im März 1945 bei Stargard von der Roten Armee zerschlagen. Nur Reste konnten sich an die untere Oder retten und wurden per 1. April 1945 der Kriegsmarine zugewiesen und in die 3. Marine-Division integriert.[1]

Personen[Bearbeiten]

Divisionskommandeure der 163. ID[2]
Dienstzeit Dienstgrad Name
11. November 1939 bis 30. Juni 1942 Generalleutnant Erwin Engelbrecht
10. Juli bis 29. Dezember 1942 Generalmajor Anton Dostler
29. Dezember 1942 bis 31. März 1945 Generalmajor Karl Rübel

Gliederung[Bearbeiten]

Bei Aufstellung:[1]

  • Infanterie-Regiment 307
  • Infanterie-Regiment 310

Zum 1. Januar 1940:[1]

  • Infanterie-Regiment 307
  • Infanterie-Regiment 310
  • Infanterie-Regiment 324
  • Artillerie-Regiment 234
  • Divisions-Einheiten 234

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 7: Die Landstreitkräfte 131–200. Biblio-Verlag, Osnabrück 1972, ISBN 3-7648-0872-1, S. 136–138.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 7: Die Landstreitkräfte 131–200. Biblio-Verlag, Osnabrück 1972, ISBN 3-7648-0872-1, S. 136f.
  2. Guides to German Records Microfilmed at Alexandria, VA. No. 68. Records of German Field Commands: Divisions (141st-187th), Part VIII, The National Archives, National Archives and Records Service, General Services Administration, Washington 1974, S. 41.