1915

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Staatsoberhäupter · Nekrolog · Kunstjahr · Literaturjahr · Musikjahr · Filmjahr · Sportjahr

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1915
Erstürmung des Fort Siedlicka der Festung Przemysl durch k.u.k. Infanterie
Die Belagerung von Przemyśl endet mit der Kapitulation von Österreich-Ungarns Armee. Przemyśl wird russisch.
Versenkung des Passagierdampfers "RMS Lusitania" am 7. Mai 1915 durch das deutsche U-Boot U 20.- Gemälde
Das britische Passagierschiff RMS Lusitania wird von Deutschen versenkt. Es kommen 1.198 Menschen ums Leben, darunter zahlreiche Prominente.
Walvis Bay um 1910 Die Kolonie Deutsch-Südwestafrika kapituliert.

Deutsches Sperrfeuer auf alliierte Schützengräben bei Ypres, vermutlich während der Zweiten Flandernschlacht (1915) aufgenommen In der Zweiten Flandernschlacht bei Ypern kommen erstmals auch chemische Kampfstoffe zum Einsatz.

1915 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 1363/64 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1907/08 (10./11. September)
Bahai-Kalender 71/72 (20./21. März)
Buddhistische Zeitrechnung 2458/59 (südlicher Buddhismus); 2457/58 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 76. (77.) Zyklus

Jahr des Holz-Hasen 乙卯 (seit 14. Februar, davor Holz-Tiger 甲寅)

Chuch’e-Ideologie (Nordkorea) Chuch'e 4
Dai-Kalender (Vietnam) 1277/78 (Jahreswechsel April)
Dangun-Ära (Korea) 4248/49 (2./3. Oktober)
Iranischer Kalender 1293/94 (um den 21. März)
Islamischer Kalender 1333/34 (8./9. November)
Japanischer Kalender Taishō 4 (大正元年);

Kōki 2575

Jüdischer Kalender 5675/76 (8./9. September)
Koptischer Kalender 1631/32 (10./11. September)
Malayalam-Kalender 1090/91
Minguo-Kalender (China) Jahr 4 der Republik
Rumi-Kalender (Osmanisches Reich) 1330/31 (1. März)
Seleukidische Ära Babylon: 2225/26 (Jahreswechsel April)

Syrien: 2226/27 (Jahreswechsel Oktober)

Suriyakati-Kalender (Thai-Solar-Kalender) 2457/58 (1. April)
Tibetischer Kalender 1661
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1971/72 (April)

Ereignisse[Bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten]

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Politische und diplomatische Entwicklungen[Bearbeiten]
Benedikt XV. 1915
„Heimatfront“[Bearbeiten]
Rosa Luxemburg 1915
Westfront[Bearbeiten]
Die Westfront 1915/16
Gasangriff
Britische Infanterie beim Vorrücken auf Loos
Ostfront/Balkan[Bearbeiten]
Die Ostfront 1915
Deutsche Kavallerie in Warschau
Isonzoschlachten[Bearbeiten]
Österreichischer Schützengraben am Isonzo
Die Fronten des Osmanischen Reichs[Bearbeiten]
Schlacht von Gallipoli[Bearbeiten]
Die sinkende HMS Irresistible
Palästinafront und Mesopotamien[Bearbeiten]
Kaukasusfront und Völkermord an der armenischen Minderheit[Bearbeiten]
Armenische Milizen in einem Verteidigungsgraben beim Kampf um Van
Anordnung des Innenministeriums vom 24. April
Seekrieg[Bearbeiten]
Gefecht auf der Doggerbank
  • 24. Januar: Im Gefecht auf der Doggerbank erleidet die deutsche Kaiserliche Marine eine Niederlage gegen die britische Royal Navy. Die SMS Blücher wird versenkt, doch aufgrund schlechter Schießleistungen und eines Durcheinanders bei der Befehlsübermittlung auf britischer Seite kann ein Großteil des deutschen Geschwaders entkommen und bringt sich in die Deutsche Bucht in Sicherheit.
  • 28. März: Der britische Passagierdampfer Falaba wird vor der Küste von Wales von einem deutschen U-Boot versenkt, 104 Passagiere und Besatzungsmitglieder ertrinken. Durch diesen Zwischenfall ist das erste US-amerikanische Todesopfer im Ersten Weltkrieg zu beklagen.
  • 7. Mai: Das deutsche U-Boot U 20 versenkt den britischen Luxusdampfer RMS Lusitania. Die Proteste der USA über den Tod von 128 US-Amerikanern (Lusitania-Affäre) veranlassen das Deutsche Kaiserreich, den uneingeschränkten U-Boot-Krieg (bis zum Februar 1917) einzustellen.
  • 14. August: Ein deutsches U-Boot versenkt in der Ägäis das britische Truppentransportschiff Royal Edward mit 1.700 Mann am Bord.
  • 19. August Ein deutsches U-Boot versenkt das britische Passagierschiff Arabic.
  • 23. Oktober: Im Ersten Weltkrieg torpediert das britische U-Boot E 8 in der Ostsee das deutsche Kriegsschiff Prinz Adalbert. Mit dem Großen Kreuzer gehen 672 Mann Besatzung verloren, nur drei Mann überleben den Schiffsuntergang einige Seemeilen vor Libau.
  • 30. Dezember: Torpedoangriff auf das britisches Passagierschiff Persia durch das deutsche U-Boot U 38 vor Kreta (343 Tote)
Luftkrieg[Bearbeiten]
Der Krieg in den afrikanischen Kolonien[Bearbeiten]
Pazifik[Bearbeiten]
Ostafrika[Bearbeiten]
  • 10. Januar: Britische Einheiten besetzen die Insel Mafia in Deutsch-Ostafrika, um von hier aus das im Delta des Rufijiflusses versteckte deutsche Kriegsschiff Königsberg auszuschalten.
  • 18. Februar: Der Blockadebrecher Rubens läuft von Wilhelmshaven mit einer Versorgungsladung für Deutsch-Ostafrika aus, wo sie Anfang April eintrifft.
  • 11. Juli: Die SMS Königsberg wird nach mehreren Gefechten mit britischen Kreuzern von ihrer eigenen Besatzung versenkt.
Südliches Afrika[Bearbeiten]
Der Südwestafrikafeldzug 1915
Baster-Rat mit Cornelius van Wyk
Kamerun[Bearbeiten]
Hauptartikel: Kamerun im Ersten Weltkrieg
Britisches Geschütz in Kamerun 1915

Portugal[Bearbeiten]

  • 25. Januar: Konservative Offiziere führen in Portugal einen Putsch gegen die erst seit dem 12. Dezember des Vorjahres im Amt befindlichen Regierung Victor Hugo de Azevedo Coutinho und die dahinter stehende Demokratische Partei des Afonso Costa. Auslöser sind die Verhandlungen, die die Regierung mit den Entente-Mächten über einen Eintritt Portugals in den Ersten Weltkrieg führt, und die antiklerikale Politik der Regierung. Die Putschisten lösen das Parlament auf. Die Erste Republik bleibt damit weiterhin chronisch instabil.
General Joaquim Pimenta de Castro
  • 28. Januar: Präsident Manuel José de Arriaga ernennt den Führer der Putschisten, General Joaquim Pimenta de Castro zum neuen Ministerpräsidenten. Die von ihm gebildete, vornehmlich aus Militärs bestehende Regierung, die sogenannte „Diktatur der Schwerter“, regiert ohne Parlament durch vom Präsidenten gegengezeichnete Dekrete. Sie beendet die Verhandlungen mit der Entente und die kirchenfeindliche Politik der Vorgängerregierung. Die Regierung Castro stützt sich auf zwei kleinere Parteien, die sich 1912 von den Demokraten abgespalten haben, die Evolutionisten und die Unionisten, und besonders auf den konservativen Teil des Offizierscorps.
  • 14. Mai: Der Demokratischen Partei nahestehende Offiziere unternehmen einen Gegenputsch gegen die Regierung de Castro. Die herrschende Militärjunta tritt zurück, eine „Verfassungsjunta“ übernimmt vorläufig die Regierung, die Afonso Costa das Amt als Regierungschef anbietet, das dieser jedoch ablehnt. Auch Präsident Arriaga muss zurücktreten, Teófilo Braga wird neuerlich zum Übergangspräsidenten gewählt.
  • 17. Mai: Der frühere Regierungschef João Pinheiro Chagas wird erneut zum Ministerpräsidenten gewählt, tritt das Amt jedoch nicht an, José de Castro wird so neuer Regierungschef.
  • 9. Oktober: Bernardino Machado wird vom Parlament zum Präsidenten der Republik gewählt.
  • Nach dem Sieg der Demokratischen Partei bei den Wahlen im Juni wird Afonso Costa am 29. November zum zweiten Mal Ministerpräsident.

Weitere Ereignisse in Europa[Bearbeiten]

Amerika[Bearbeiten]

Flugzeuge der Konstitutionalisten bei El Ébano

Asien[Bearbeiten]

Afrika[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Brotkarte
Ansicht der Pavillons im Flutlicht: Links der Tower of Jewels, rechts der Italian Tower

Wissenschaft und Technik[Bearbeiten]

Antarktisforschung[Bearbeiten]

Während der ersten Tage des Jahres verzögert sich das Vorankommen der im Drifteis des Weddell-Meeres befindlichen Endurance-Expedition, doch eine Periode guter Fahrt während des 7. und des 10. Januars bringt die Endurance nahe an die Küste von Coats Land. Am 17. Januar entdeckt die Expedition Land, das Ernest Shackleton nach seinem Hauptgönner Caird-Küste benennt. Die Endurance befindet sich nun in der Nähe von Prinzregent-Luitpold-Land, an dessen südlichem Ende ihr Bestimmungsort liegt, die Vahselbucht.

Die Endurance im Packeis

Am nächsten Tag sitzt das Schiff im Packeis fest, Nach mehreren passiven Tagen schickt Shackleton am 14. Februar Männer mit Eismeißeln, Ahlen, Sägen und Hacken aufs Eis, um eine Durchfahrt freizumachen, doch die Anstrengungen bleiben vergeblich.

Am 21. Februar erreicht die Endurance im Griff des Packeises ihre südlichste Breite, 76° 58′ S, und beginnt sich dann mit dem Eis in Richtung Norden zu bewegen. Als klar ist, dass man vor dem Frühling nicht mehr freikommen wird, befiehlt Shackleton am 24. Februar, die Schiffsroutine aufzugeben. Die Hunde werden von Bord gebracht, während die Schiffseinrichtung in passende Winterquartiere für die Männer umfunktioniert wird.

Shackleton und Wild zwischen dem vom Druck aufgetürmten Packeis

Im Februar und März treibt die Endurance langsam Richtung Norden. Als jedoch der Winter einsetzt, nimmt auch die Geschwindigkeit der Drift zu und der Zustand des umliegenden Eises verändert sich und das Schiff gerät in Gefahr, von den Eismassen erdrückt zu werden.

Die dunklen Wintermonate Mai, Juni und Juli gehen ohne große Ereignisse vorüber. Anfang September beginnt das Eis jedoch wieder heftig zu drücken und presst daraufhin periodisch weiter. Als die Steuerbordseite der Endurance am 24. Oktober gegen eine große Eisscholle gedrückt wird, steigt der Eisdruck auf der Seite des Schiffes, bis die Bordwand sich zu biegen und zu splittern und Wasser ins Schiff zu laufen beginnt. Am 27. Oktober ist Shackleton gezwungen, das Schiff zu evakuieren. Das Wrack bleibt über Wasser, und während der folgenden Wochen kann die Crew weitere Vorräte und Materialien retten.

Hunde, die die Endurance am Ende der Drift beobachten, kurz bevor sie untergeht

Am 30. Oktober beginnt für die Expedition der Marsch zur Pauletinsel, wo Shackleton 12 Jahre früher ein umfangreiches Nahrungsdepot angelegt hat, doch der Zustand des Packeises macht ein Vorankommen beinahe unmöglich. Am 1. November bricht Shackleton den Marsch ab und beschließt auf den Aufbruch des Eises zu warten. Das Wrack der Endurance, das noch immer in der Nähe im Eis steckte, wird weiterhin von kleinen Gruppen der Männer besucht, um Vorräte zu bergen, bis das Schiff am 21. November schließlich unter das Eis rutscht.

Nach einem neuerlichen vergeblichen Versuch zwischen dem 23. und dem 29. Dezember, die Pauletinsel zu erreichen und einer Rebellion durch den Schiffszimmermann Harry McNish gibt Shackleton den Versuch. Die Männer stellten ihre Zelte auf einer stabilen Eisscholle auf und richten sich im sogenannten Patience Camp ein, das für über drei Monate ihr Heim bleiben wird.

Naturwissenschaften[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

Das erste meeting der NACA 1915
Das Equitable Building in Bau

Kultur[Bearbeiten]

Bildende Kunst[Bearbeiten]

Hauptartikel: Kunstjahr 1915

Film[Bearbeiten]

Hauptartikel: Filmjahr 1915
Das offizielle Filmplakat von The Birth of a Nation

Literatur[Bearbeiten]

Hauptartikel: Literaturjahr 1915

Musik und Theater[Bearbeiten]

Hauptartikel: Musikjahr 1915

Katastrophen[Bearbeiten]

Kleinere Unglücksfälle sind in den Unterartikeln von Katastrophe aufgeführt.

Sport[Bearbeiten]

Hauptartikel: Sportjahr 1915

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden befinden sich unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.

Nobelpreise[Bearbeiten]

Preis Person Land Begründung für die Preisvergabe Bild
Nobelpreis für Physik William Henry Bragg
(1862–1942)
Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich „für ihre Verdienste um die Erforschung der Kristallstrukturen mittels Röntgenstrahlen“ William Henry Bragg
William Lawrence Bragg
(1890–1971)
Vereinigtes Konigreich 1801Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland Vereinigtes Königreich (geboren in Adelaide, AustralienAustralien Australien) William Lawrence Bragg
Nobelpreis für Chemie Richard Martin Willstätter
(1872–1942)
Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich „für seine Untersuchungen der Farbstoffe im Pflanzenreich, vor allem des Chlorophylls Richard Martin Willstätter
Nobelpreis für Physiologie oder Medizin nicht verliehen
Nobelpreis für Literatur Romain Rolland
(1866–1944)
(verliehen 1916)
FrankreichFrankreich Frankreich „als eine Huldigung für den erhabenen Idealismus seiner Verfasserschaft sowie für das Mitgefühl und die Wahrheit, mit der er verschiedenste Menschentypen zeichnet“ Romain Rolland
Friedensnobelpreis nicht verliehen

Geboren[Bearbeiten]

Januar[Bearbeiten]

Februar[Bearbeiten]

Lorne Greene, 1942

März[Bearbeiten]

Rudolf Kirchschläger

April[Bearbeiten]

Billie Holiday, 1947
Anthony Quinn, 1988

Mai[Bearbeiten]

Orson Welles, 1937

Juni[Bearbeiten]

Juli[Bearbeiten]

Charles H. Townes, 2007 (rechts) mit Roderic Pettigrew

August[Bearbeiten]

Ingrid Bergman, 1945

September[Bearbeiten]

Franz Josef Strauß (1982)
Helmut Schön (rechts), 1974

Oktober[Bearbeiten]

November[Bearbeiten]

Augusto Pinochet, 1990

Dezember[Bearbeiten]

Frank Sinatra, 1960
Édith Piaf, 1951

Genaues Geburtsdatum unbekannt[Bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten]

Erstes Quartal[Bearbeiten]

Armand Peugeot

Zweites Quartal[Bearbeiten]

Friedrich August Johannes Loeffler
Emil Rathenau

Drittes Quartal[Bearbeiten]

Paul Ehrlich

Viertes Quartal[Bearbeiten]

Theodor Boveri
Alois Alzheimer

Genauer Todestag unbekannt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 1915 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien