1916 (Album)

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1916
Studioalbum von Motörhead
Veröffentlichung 2. Februar 1991
Label WTG/Epic Records
Format CD, LP
Genre Heavy Metal
Anzahl der Titel 11
Laufzeit 39 min 22 s

Besetzung

Produktion Peter Solley
Studio Sunset Sound Studios (Hollywood, Kalifornien)
Chronologie
Rock ’n’ Roll
(1987)
1916 March ör Die
(1992)

1916 ist das neunte Studioalbum von Motörhead. Es erschien am 2. Februar 1991 bei WTG und in Europa bei Epic Records. Beide Label gehören zum Sony-Konzern, sodass das Album als Majorlabel-Debüt der Band gilt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Entstehungsgeschichte

Im Sommer 1989 nahm die Band mit No Voices in the Sky, Goin' to Brazil und Shutdown die ersten Demos für ein neues Album auf.[1] Wenige Monate später endete mit der Zusammenarbeit mit Bandmanager Douglas Smith auch der Vertrag mit seinem Plattenlabel GWR Records. Der neue Manager Phil Carson organisierte in London ein Treffen mit Jerry Greenberg, Chef von WTG, einem Sublabel von Sony. Das Label nahm Motörhead unter Vertrag. Kurz vor den Studioaufnahmen zog Lemmy endgültig nach Los Angeles. Zunächst sollte das Album von Ed Stasium produziert werden. Nach der Aufnahme von vier Titeln feuerte ihn die Band, nachdem Stasium beim Mix von Goin' to Brazil Schlagholz- und Tambourin-Klänge verwendet hatte. Fortgesetzt wurden die Aufnahmen mit Pete Solley.

Die Gestaltung des Plattencovers fand zunächst nicht das Einverständnis der Band, welche die ihr vorgelegten fünf Entwürfe ablehnte. Die endgültige Fassung zeigt fast alle Flaggen der am Ersten Weltkrieg beteiligten Staaten an, allerdings nicht die von Frankreich, was im Widerspruch zum Titellied steht, in dem es um eine Schlacht in Frankreich geht.

Im Februar 1991 begann die Tournee zum Album. Im Vorprogramm spielten The Almighty und die Mädchenband The Cycle Sluts. Die Live-Keyboards wurden zunächst von Phil Campbell neben der Bühne gespielt, da er aber hauptsächlich als Gitarrist tätig war und sich zudem des öfteren verspielte, übernahm sein Gitarren-Roadie die Keyboards.

[Bearbeiten] Musik und Texte

Mit Love Me Forever und 1916 enthält erstmals ein Motörhead-Album zwei ruhige Songs. Bei 1916 handelt es sich um ein für Motörhead untypisches Stück, da hauptsächlich ein Cello zu hören ist. Den Text schrieb Kilmister noch bevor die Musik komponiert war. Das Lied beschreibt anhand der Schlacht an der Somme die Brutalität des Ersten Weltkriegs aus der Sicht eines 16-jährigen Soldaten. Das Stück The One to Sing The Blues ist stark vom Blues beeinflusst, Going to Brazil und Angel City sind dem Rock ’n’ Roll zuzuordnen. Der Text von Angel City handelt zwar vom Leben in Los Angeles, wurde aber von Kilmister noch vor seinem Umzug in die USA geschrieben. Neben diesem Lied kamen bei 1916 und bei Nightmare/The Dreamtime Keyboards zum Einsatz.

Das schnellste und kürzeste Lied R.A.M.O.N.E.S. ist ein Tribut an die Punk-Band Ramones. Es existiert auch eine Studioversion der Ramones von diesem Lied, und auf deren Album We’re Outta Here wurde eine Ramones-Liveversion veröffentlicht, zu der Lemmy Kilmister Gesang und E-Bass beisteuerte. Eine weitere Coverversion des Titels veröffentlichte der amerikanische Horrorpunk-Musiker Wednesday 13 auf dem Album Fang Bang.

[Bearbeiten] Erfolge

Am 24. Dezember 1990, Kilmisters 45. Geburtstag, erschien die Single One to Sing the Blues, die Anfang 1991 Platz 45 der britischen Singlecharts erreichte. Das Album erschien im Februar 1991, erreichte Platz 24 der britischen Albumcharts sowie mit rund 30.000 in den USA verkauften Einheiten[2] Platz 142 der US-amerikanischen Albumcharts. Es war 1992 für einen Grammy Award in der Kategorie Best Metal Performance nominiert.[2]

[Bearbeiten] Titelliste

  1. The One to Sing the Blues – 3:07
  2. I'm So Bad (Baby I Don't Care) – 3:13
  3. No Voices in the Sky – 4:12
  4. Going to Brazil – 2:30
  5. Nightmare/The Dreamtime – 4:40
  6. Love Me Forever – 5:27
  7. Angel City – 3:57
  8. Make My Day – 4:24
  9. R.A.M.O.N.E.S. – 1:26
  10. Shut You Down – 2:41
  11. 1916 – 3:44

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Kilmister/Garza: White Line Fever, S. 200
  2. a b Kilmister/Garza: White Line Fever, S. 218

[Bearbeiten] Literatur

  •  Lemmy Kilmister mit Janiss Garza: White Line Fever - Die Autobiographie. I.P. Verlag Jeske/Mader, Berlin 2004, ISBN 3-931624-25-0, S. 206-211.

[Bearbeiten] Weblinks

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