1949

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1949
Konrad Adenauer
Konrad Adenauer, erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland
Feierlichkeiten zur Gründung der DDR
Walter Ulbricht, Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl bei den Feierlichkeiten zur Gründung der DDR
Ausrufung der Volksrepublik China am 1. Oktober 1949
Ausrufung der Volksrepublik China durch Mao Zedong
1949 in anderen Kalendern
Ab urbe condita 2702
Armenischer Kalender 1397–1398
Äthiopischer Kalender 1941–1942
Bahá'í-Kalender 105–106
Bengalischer Kalender 1355–1356
Berber-Kalender 2899
Buddhistischer Kalender 2493
Burmesischer Kalender 1311
Byzantinischer Kalender 7457–7458
Chinesischer Kalender
 – Ära 4645–4646 oder
4585–4586
 – 60-Jahre-Zyklus

Erde-Ratte (戊子, 25)–
Erde-Rind (己丑, 26)

Französischer
Revolutionskalender
CLVIICLVIII
157–158
Hebräischer Kalender 5709–5710
Hindu-Kalender
 – Vikram Sambat 2005–2006
 – Shaka Samvat 1871–1872
Iranischer Kalender 1327–1328
Islamischer Kalender 1368–1369
Japanischer Kalender
 – Nengō (Ära): Shōwa 24
 – Kōki 2609
Koptischer Kalender 1665–1666
Koreanischer Kalender
 – Dangun-Ära 4282
 – Juche-Ära 38
Minguo-Kalender 38
Olympiade der Neuzeit XIV
Seleukidischer Kalender 2260–2261
Thai-Solar-Kalender 2492

Im Jahr 1949 stehen vor allem die Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik sowie die Proklamation der Volksrepublik China im Mittelpunkt des Weltgeschehens.

Überblick[Bearbeiten]

Europa[Bearbeiten]

Die Bildung internationaler Zusammenschlüsse setzt die Vertiefung der Spaltung Europas fort. Als militärisches Bündnis und zunächst auf 20 Jahre ausgelegt tritt die NATO ins Leben. Daneben wird der Europarat als politische Dachorganisation der westeuropäischen Staaten mit Sitz in Straßburg gegründet. In Osteuropa entsteht als Wirtschaftsbündnis der Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe, auch Comecon genannt.

Deutschland / Bundesrepublik / DDR[Bearbeiten]

Rosinenbomber – Douglas C-54 am Berliner Luftbrückendenkmal

Die Gründungsphase der beiden deutschen Staaten wird begleitet von der Krise um West-Berlin, das mit Hilfe der Berliner Luftbrücke durch die West-Alliierten der Blockade trotzt. Die Berlin-Frage spielt auch bei der Ausarbeitung des Grundgesetzes durch den Parlamentarischen Rat eine wesentliche Rolle, da die deutschen Väter und Mütter des Grundgesetzes Berlin gerne den Status eines gleichberechtigten Bundeslandes innerhalb der Bundesrepublik zugestehen wollen. Die Alliierten bestehen jedoch auf ihren Vorrechten, zu denen auch der Viermächtestatus Berlins gehört, sodass etwa die von Berlin entsandten Bundestagsabgeordneten nicht an der bundesdeutschen Gesetzgebung mitwirken dürfen. Auch in Fragen der Außenvertretung, der Demontagen und der Ruhrkontrolle sah das Besatzungsstatut Einspruchsrechte der Alliierten vor. Als die Sowjetunion erkennt, dass die Blockade Berlins nicht zum Erfolg führt, wird diese nach fast einem Jahr aufgegeben.

Mit leichter zeitlicher Verzögerung zur Bildung der Bundesrepublik erfolgt dann auch die Gründung der DDR, deren Anerkennung man im Westen aber verweigert.

Österreich[Bearbeiten]

Während die Blöcke sich in der Deutschlandfrage unversöhnlich gegenüberstehen, sorgen die Außenministerkonferenzen der vier Siegermächte in der Frage einer Regelung für Österreich für Fortschritte; hier werden die Grundzüge des späteren Friedensvertrags bereits 1949 ausgehandelt.

Ungarn[Bearbeiten]

Bei der Wahl zur Nationalversammlung im Mai 1949 erreicht die Einheitsliste 95,6 % Ja-Stimmen. Am 20. August 1949 tritt eine neue Verfassung in Kraft, die der sowjetischen Verfassung von 1936 nachempfunden ist. Damit wird aus Ungarn ein Arbeiter-und-Bauern-Staat, die Gewaltenteilung wird aufgehoben und ein 21-köpfiger Präsidialrat als kollektives Staatsoberhaupt eingeführt, der zwischen den Sitzungen des Parlaments dessen Befugnisse hat. Um Mátyás Rákosi bildet sich ein Personenkult, verbunden mit einer Atmosphäre des Terrors durch die Staatssicherheitsbehörde. Es finden eine große Zahl von Schauprozessen gegen politische Gegner statt, darunter Kardinal Mindszenty. Diesen Prozessen fallen auch kommunistische Parteimitglieder und Mitglieder der Regierung zum Opfer, so etwa der 1949 hingerichtete frühere Außenminister László Rajk.

Jugoslawien[Bearbeiten]

Eine Sonderrolle spielt Jugoslawien, das sich zwar als sozialistischer Staat versteht, sich aber eine Eigenständigkeit gegenüber dem Ostblock bewahrt, der daraufhin die Tito-Regierung politisch wie wirtschaftlich ausgrenzt.

Griechenland[Bearbeiten]

In Griechenland führt der Bürgerkrieg zur Niederlage der kommunistischen Verbände, die sich ins Exil begeben müssen.

Naher Osten[Bearbeiten]

Im Nahen Osten kann sich das im Jahr zuvor gegründete Israel im Unabhängigkeitskrieg gegen seine arabischen Nachbarn behaupten und gegenüber dem ursprünglichen UN-Teilungsplan deutlich an Boden gewinnen; die Frontlinie verfestigt sich durch die Waffenstillstandsabkommen von 1949 als „Grüne Linie“ faktisch zur neuen Staatsgrenze, während der Gazastreifen und das Westjordanland von Ägypten bzw. Jordanien beansprucht werden. Ein schwieriges Erbe des Krieges bilden die hunderttausenden von vertriebenen Palästinensern, die seither überwiegend in Flüchtlingslagern in den Nachbarländern auf die Gründung eines eigenen Palästinenserstaates warten.

Indien[Bearbeiten]

Anfang des Jahres einigen sich Indien und Pakistan im Kaschmir auf einen Waffenstillstand, wo eine Demarkationslinie den Status Quo festschreibt.

China[Bearbeiten]

In China gelingt der Volksbefreiungsarmee unter Mao Zedong im Bürgerkrieg gegen die nationalchinesischen Truppen des Chiang Kai-shek die entscheidende Endoffensive, die zunächst zur Einnahme Tianjins und Pekings im Norden und nach Überschreiten des Jangtsekiangs auch des Südens Chinas führt. Die nationalchinesische Regierung muss sich daher von Chongqing nach Taiwan zurückziehen, kann aber einige Inseln vor der Küste des Festlandes behaupten.

Am 1. Oktober 1949 proklamiert Mao Zedong die Volksrepublik China und errichtet einen kommunistischen Staat.

USA[Bearbeiten]

In den USA tritt Harry S. Truman seine zweite Amtszeit als Präsident an. Die Erfolge der Kommunisten in China und die Zündung der ersten sowjetischen Atombombe sorgen für eine zunehmend antikommunistische Stimmung in den USA, die sich unter anderem in Angriffen des Senators MacCarthy gegen das Außenministerium äußert, das ihm zufolge kommunistisch unterwandert sei und die Preisgabe Chinas verschuldet habe. Echte und vermeintliche Sympathisanten der Kommunisten werden vor Untersuchungsausschüsse zitiert und bei Verdacht auf „unamerikanische“, also pro-kommunistische Aktivitäten müssen diese mit Repressalien rechnen.

Ereignisse[Bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten]

Januar[Bearbeiten]

Februar[Bearbeiten]

März[Bearbeiten]

April[Bearbeiten]

Mai[Bearbeiten]

Juni[Bearbeiten]

Juli[Bearbeiten]

August[Bearbeiten]

Bundestagswahl 1949

September[Bearbeiten]

Oktober[Bearbeiten]

Wilhelm Pieck auf einer DDR-Briefmarke

November[Bearbeiten]

Dezember[Bearbeiten]

Datum unbestimmt[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Currywurst

Wissenschaft und Technik[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Katastrophen[Bearbeiten]

Kleinere Unglücksfälle sind in den Unterartikeln von Katastrophe aufgeführt.

Geboren[Bearbeiten]

Januar[Bearbeiten]

Mary Roos, 2007

Februar[Bearbeiten]

Niki Lauda

März[Bearbeiten]

Franz Josef Jung, 2008
Georg Schramm als Rentner Lothar Dombrowski, 2006

April[Bearbeiten]

Mai[Bearbeiten]

Billy Joel, 2007

Juni[Bearbeiten]

Juli[Bearbeiten]

August[Bearbeiten]

Richard Gere, 2007

September[Bearbeiten]

Oktober[Bearbeiten]

Sigourney Weaver, 2010
Gerd Dudenhöffer als Heinz Becker, 2008

November[Bearbeiten]

Anna Wintour, 2009

Dezember[Bearbeiten]

Klaus Fischer

Tag unbekannt[Bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten]

Januar[Bearbeiten]

Februar[Bearbeiten]

Niceto Alcalá Zamora, 1931

März[Bearbeiten]

April[Bearbeiten]

Mai[Bearbeiten]

Juni[Bearbeiten]

Juli[Bearbeiten]

August[Bearbeiten]

September[Bearbeiten]

Richard Strauss, um 1900

Oktober[Bearbeiten]

November[Bearbeiten]

Gustav Radbruch, vor 1921

Dezember[Bearbeiten]

Tag unbekannt[Bearbeiten]

Nobelpreise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 1949 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tourenbericht „Zwischen Pamir und Wüste“
  2.  Walter Steiner: Auf de Gletschern des Pamir. 2. Auflage. VEB F.A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1982, S. 87f..
  3. Chroniknet