2,4,6-Trichlorphenol
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Strukturformel | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Allgemeines | ||||||||||||
| Name | 2,4,6-Trichlorphenol | |||||||||||
| Andere Namen |
|
|||||||||||
| Summenformel | C6H3Cl3O | |||||||||||
| CAS-Nummer | 88-06-2 | |||||||||||
| Kurzbeschreibung | weißes Pulver mit phenolartigem Geruch | |||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||
| Molare Masse | 197,5 g·mol−1 | |||||||||||
| Aggregatzustand |
fest |
|||||||||||
| Dichte |
1,675 g·cm−3 (25°C)[1] |
|||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||
| Siedepunkt |
240 °C [1] |
|||||||||||
| Dampfdruck | ||||||||||||
| Löslichkeit |
schwerlöslich in kaltem Wasser |
|||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||
|
||||||||||||
| MAK |
Für (potentiell) krebserzeugende Stoffe wird generell kein MAK-Wert vergeben |
|||||||||||
| WGK | 3 (stark wassergefährdend)[1] | |||||||||||
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||
2,4,6-Trichlorphenol ist ein farbloses bis weißes, kristallines Pulver mit phenolartigem Geruch.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Chemische Eigenschaften
2,4,6-Trichlorphenol ist in kaltem Wasser kaum, in heißem jedoch gut löslich. Dem pKs-Wert von 7,59 nach ist 2,4,6-Trichlorphenol saurer als Phenol (pKs-Wert 9,96). Die Chlorsubstituenten begünstigen also die Protolyse.
[Bearbeiten] Vorkommen
2,4,6-Trichlorphenol ist ein Zwischenprodukt beim biologischen Abbau von Pentachlorphenolhaltigen Fungiziden. Mikroorganismen setzen es zu 2,4,6-Trichloranisol um, welches in Wein zum Kork-Geschmack führt.
[Bearbeiten] Sicherheitshinweise
Der Stoff reizt Augen, Atemwege, Haut und Schleimhäute und kann auch zu Störungen des Zentralnervensystems führen. Viele Chlorphenole werden gut über die Haut resorbiert, was speziell bei 2,4,6-Trichlorphenol in Versuchen mit Tieren und in vitro-Studien mit menschlicher Haut verifiziert wurde.[1] Beim Erhitzen kann sich die Substanz explosiv zersetzen oder in hochgiftige Chlorverbindungen wie polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane umwandeln.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f Eintrag zu 2,4,6-Trichlorphenol in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 18.10.2007 (JavaScript erforderlich)
- ↑ Eintrag zu CAS-Nr. 88-06-2 im European chemical Substances Information System ESIS

