2-Meter-Band

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Das 2-Meter-Band ist ein Teil des Ultrakurzwellenbereiches (UKW) und entspricht rechnerisch einer Frequenz im Bereich um 150 MHz (gerundet \frac{300 \cdot 10^6 \,\mathrm {m/s}}{2 \,\mathrm m}), gemäß der Formel f = \frac{c}{ \lambda}, also Lichtgeschwindigkeit geteilt durch die Wellenlänge.

Je nach Anwendersicht wird als Zweimeterband ein Funkband bezeichnet, das unterschiedlichen Funkdienste zugewiesen ist: 144 MHz bis 146 MHz Amateurfunkdienst, 148,01 MHz bis 164 MHz Betriebsfunk, 165 MHz bis 174 MHz BOS-Funk und weitere Dienste wie Flugfunk.

Es werden oft Handfunkgeräte eingesetzt, ebenso sind aber auch ortsfeste und in Fahrzeuge (zu Land, zu Wasser und in der Luft) eingebaute Geräte gebräuchlich.

Ausbreitungsbedingungen[Bearbeiten]

Das 2-Meter-Band ist Teil des VHF-Spektrums und wird in erster Linie für die lokale Kommunikation genutzt. Die Reichweite einer festen Funkstelle beträgt bei normalen Ausbreitungsbedingungen etwa 50 km, die eines Handfunkgerätes etwa 5 bis 10 km, abhängig u.a. vom Geländeprofil. Diese Entfernung kann man durch Relaisstationen vergrößern. Bei besonderen Ausbreitungsbedingungen (z. B. Inversionswetterlagen, Sporadic-E) kann man im 2-m-Band Reichweiten von mehreren 100 km erzielen.

Antennen[Bearbeiten]

Beispiel einer 2-m-Doppel-Quadantenne

Das 2-Meter-Band erlaubt, kurze und kompakte Antennen zu benutzen; auch Richtantennen (insbesondere Yagi- und Quadantennen) lassen sich mit wenig Aufwand bauen. Für Handfunksprechgeräte werden vielfach Gummiwendelantennen ("Gummiwurst", elektrisch verkürzte Viertelwellenstrahler) eingesetzt, wobei man zugunsten der Handlichkeit Verluste bei der Abstrahlung in Kauf nimmt.

2-Meter-Amateurband[Bearbeiten]

Kommerzielles Amateurfunkgerät

Das 2-Meter-Amateurband reicht von 144 bis 146 MHz (ITU-Region 1: Europa, Russland, Afrika); im Rest der Welt (ITU-Regionen 2 und 3, z. B. in den USA) reicht es von 144 bis 148 MHz.

Neben regionalen Amateurfunkrelais haben Funkamateure über die AMSAT-Organisation zur Überwindung größter Entfernungen Amateurfunksatelliten gebaut und gestartet. Damit sind Funkverbindungen in die ganze Welt möglich. Alternativ kann man den Mond als Reflektor nutzen. Diese Betriebsart wird als Erde-Mond-Erde-Funkbetrieb bezeichnet und stellt hohe Anforderungen an die Sende- und Empfangsanlagen.

Um die verschiedenen Betriebsarten gleichmäßig auf dem 2-m-Band zu verteilen und die gegenseitigen Beeinflussungen gering zu halten, wurde international ein Bandplan erstellt und so den einzelnen Betriebsarten bestimmte Segmente des 2-m-Bandes zugewiesen. So gibt es etwa die Frequenz 144,800 MHz für APRS und im Bereich 145,8 bis 146 MHz einen Bereich für Amateurfunksatelliten.

Bandplan[Bearbeiten]

Frequenzbereich Nutzung
144,000–144,150 MHz CW
144,150–144,400 MHz CW und SSB (internationale Anruffrequenz SSB: 144,300 MHz)
144,400–144,490 MHz CW-Baken (kein Sendebetrieb)
144,500–144,794 MHz alle Betriebsarten
144,800–144,9875 MHz Digitale Betriebsarten
  • 144,800 MHz für APRS
  • Packet-Radio-Kanäle haben ein Kanalraster von 12,5 kHz
145,000–145,1875 MHz FM-Relais-Eingabe (+600 kHz Shift)
  • FM-Relaiskanäle haben einen Kanalabstand von 12,5 kHz
  • FM-Relais-Ausgaben sind mit ihren entsprechenden -Eingaben gekoppelt
145,2125–145,5625 MHz FM simplex
  • Kanalabstand: 12,5 kHz
145,575–145,7875 MHz FM-Relais-Ausgabe (-600 kHz Shift)
  • FM-Relaiskanäle haben einen Kanalabstand von 12,5 kHz
  • FM-Relais-Eingaben sind mit ihren entsprechenden -Ausgaben gekoppelt
145,800–146,000 MHz Amateurfunksatelliten

[1] [2]

2-Meter-BOS-Band[Bearbeiten]

Wie das 4-m-Band ist auch das 2-m-Band in unterschiedliche Kanäle unterteilt, welche wiederum in ein Ober- und Unterband unterteilt sind. Der Betrieb auf den Sprechfunkkanälen (Kanal 201 bis 292) der insgesamt 117 Kanäle erfolgt in den meisten Fällen Wechselsprechen im Unterband. Die Kanäle 101 bis 125 sind Relaisansteuerungen und der digitalen Alarmierung vorbehalten.

Das Frequenzspektrum im Unterband erstreckt sich von 165,210 MHz bis 169,380 MHz mit einem Kanalabstand von 20 kHz; das Oberband ist pro Kanal um jeweils 4,6 MHz nach oben versetzt.

Die Funkrufnamen im 2-m-Band unterscheiden sich teilweise von denen des 4-m-Bandes. Näheres dazu in dem Artikel über BOS-Funk.

Bandplan[Bearbeiten]

Frequenzbereich Nutzung
165,210–169,380 MHz BOS-Funk-Unterband
169,810–173,980 MHz BOS-Funk-Oberband

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutscher Amateur-Radio-Club (Hrsg.): Bandpläne. www.darc.de, abgerufen am 2. April 2010.
  2. Funkamateur: FM Funk auf 2m und 70cm - Kanalliste (PDF; 848 kB)