2-cm-Flak 30

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
2-cm-Flak 30


Allgemeine Angaben
Militärische Bezeichnung: 2-cm-Flak 30
Herstellerland: Deutsches Reich
Entwickler/Hersteller: Rheinmetall , Düsseldorf
Entwicklungsjahr: 1930
Produktionszeit: 1934 bis 1945
Technische Daten
Rohrlänge: 1,3 m
Kaliber:

20 x 138 mm

Kaliberlänge: L/65
Kadenz: 280 Schuss/min
Höhenrichtbereich: −12° bis +90 Winkelgrad
Seitenrichtbereich: 360

Die 2-cm-Flak 30 war eine Flugabwehrkanone der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Geschichte[Bearbeiten]

Entwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung der 2-cm-Flak 30 geht bis in den Anfang der 1930er-Jahre zurück. Die Firma Rheinmetall durfte aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrages in Deutschland keine Flugabwehrwaffen entwickeln. Darum übernahm sie 1930 die Patronenfabrik Solothurn und stellte die Produktion um. Dort wurde die Solothurn-Flak MK-ST-5 entwickelt und auf dem Weltmarkt verkauft. Sie wurde 1934 bei der Kriegsmarine und 1935 bei der Luftwaffe als 2-cm-Flak 30 eingeführt.

Die 2-cm-Flak 30 wurde von folgenden Unternehmen in Lizenz produziert:

Beschreibung[Bearbeiten]

Die 2-cm-Flak 30 war eine vollautomatische Flugabwehrkanone mit einem Marschgewicht von 890 Kilogramm. Sie wurde auf einem einachsigen Anhänger im motorisierten Zug bewegt.

Die Version für die Kriegsmarine wurde 2-cm-Flak C/30 genannt. Sie wurde hauptsächlich auf den U-Booten des Typs II und des Typs VII genutzt. Die Neigung zur Ladehemmung führte in manchem Gefecht gegen Flugzeuge dazu, dass sich das U-Boot nicht verteidigen konnte. Dazu trug auch das mit nur 20 Schuss winzige Magazin bei. Die geringe Schlagkraft war nachteilig im Kampf gegen Bomber, zu Verteidigungsaufgaben an Land wurde die Waffe kaum benutzt. Lediglich ältere Torpedobomber (d. h. Doppeldecker) konnten damit zuverlässig abgefangen werden.

Die 2-cm-Flak 38 als Nachfolgemodell wurde in vielen Punkten verbessert, beispielsweise wurde die Ursache der Ladehemmungen beseitigt, der Rückstoß abgeleitet und das Magazin mit vierzig Schuss pro Rohr ausgestattet.

Munition[Bearbeiten]

Für die 2-cm-Flak 30 gab es die Panzergranate 39 (0,33 Kilogramm), die Panzergranate 40 (0,14 Kilogramm) und eine Sprenggranate mit 0,3 Kilogramm Gewicht. Die Geschosse waren 8,5 Zentimeter lang und wurden mit einer Mündungsgeschwindigkeit von 830 (PzGr) bis 900 Meter pro Sekunde und einer Feuerrate von 2,5 Schuss pro Sekunde abgeschossen. Die Lebensdauer eines Rohres betrug ungefähr 10.000 bis 12.000 Schuss.


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 2-cm-Flak 30 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Terry Gander, Peter Chamberlain: Enzyklopädie deutscher Waffen 1939–1945. Motorbuchverlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02481-0.