2. Armee (Japanisches Kaiserreich)

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2. Armee
Japanese Troops in the Battle of Shaho.jpg
Japanische Soldaten der 2. Armee während der Schlacht am Shaho.
Aktiv September 1894 bis August 1945
Land JapanJapan Japanisches Kaiserreich
Streitkräfte JapanJapan (Kriegsflagge) Kaiserlich Japanische Armee
Truppengattung Infanterie
Typ Korps
Stärke ca. 40.000
Spitzname Ikioi (, „Energie, Kraft“) (4. Aufstellung)
Schlachten Erster Japanisch-Chinesischer Krieg

Russisch-Japanischer Krieg

Schlacht am Nanshan
Schlacht von Te-li-ssu
Schlacht von Tashihchiao
Schlacht von Liaoyang
Schlacht am Shaho
Schlacht von Sandepu
Schlacht von Mukden

Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg
Zweiter Weltkrieg

Oberbefehl
Liste der Oberbefehlshaber

Die 2. Armee (jap. 第2軍, Dai-ni-gun) war ein Großverband des Kaiserlich Japanischen Heeres. Sie wurde zwischen 1894 und 1945 viermal aufgestellt und demobilisiert.

Geschichte[Bearbeiten]

1894 bis 1895[Bearbeiten]

Die 1. Armee wurde während des ersten Chinesisch-Japanischen Krieges am 27. September 1894 unter dem Kommando von General Ōyama Iwao aufgestellt und nahm in diesem an allen größeren Schlachten teil. Die Demobilisierung erfolgte nach Kriegsende am 14. Mai 1895.

1904 bis 1905[Bearbeiten]

Kurz nach Beginn der Kriegshandlungen im Russisch-Japanischen Krieg wurde die 2. Armee am 6. März 1904 unter dem Kommando von General Oku Yasukata erneut aktiviert. Ihr unterstellt waren die 1., 3. und 4. Division sowie die 1. Artilleriebrigade. General Oku Yasukata landete auf der Liaoyang-Halbinsel bei Pitzuwo, zirka 80 km nordöstlich von Port Arthur. Die Landung am 6. Mai 1904 erfolgte ohne Gegenwehr und ab dem 13. Mai machten sich die japanischen Truppen auf in Richtung Port Arthur. Am 25./26. Mai kam es zur Schlacht am Nanshan, in der die Japaner gut befestigte russische Stellungen angriffen und sehr hohe Verluste erlitten.[1] Im weiteren Verlauf des Krieges nahm sie an der Schlacht von Te-li-ssu (kurz vor der Schlacht stieß noch die 5. Division zur 2. Armee.), Schlacht von Tashihchiao, Schlacht von Liaoyang, Schlacht am Shaho, Schlacht von Sandepu und der Schlacht von Mukden teil. Nach Ende der Feindseligkeiten wurde die 2. Armee am 12. Januar 1906 aufgelöst.

1937 bis 1938[Bearbeiten]

Am 23. August 1937 erfolgte anlässlich des zweiten Chinesisch-Japanischen Krieges die erneute Aufstellung der 2. Armee. Die Demobilisierung erfolgte am 15. Dezember 1938.

1942 bis 1945[Bearbeiten]

Zum letzten Mal wurde die 2. Armee am 4. Juli 1942 während des Pazifikkriegs aufgestellt. Zu Beginn befand sie sich unter dem Befehl der 1. Regionalarmee, die im japanischen Marionettenstaat Mandschukuo als Teil der Kwantung-Armee stationiert war. Am 30. Oktober 1943 wurde sie der 2. Regionalarmee unterstellt. Vom 30. Juni 1945 bis Kriegsende war sie der Südarmee unterstellt und verteidigte die indonesische Sulawesiinsel. Zu diesem Zeitpunkt waren ihr die 5. und 32. Division, als auch die 57. selbstständige gemischte Brigade zugeteilt.[2]

Oberbefehlshaber[Bearbeiten]

Name Von Bis
1. Feldmarschall Ōyama Iwao 25. September 1894 26. Mai 1895
demobilisiert 26. Mai 1895 6. März 1904
2. General Oku Yasukata 6. März 1904 12. Januar 1906
demobilisiert 12. Januar 1906 23. August 1937
3. General Nishio Toshizō 23. August 1937 30. April 1938
4. General Prinz Higashikuni Naruhiko 30. April 1938 9. Dezember 1939
demobilisiert 9. Dezember 1939 4. Juli 1942
5. Generalleutnant Kōzuki Yoshio 4. Juli 1942 28. Mai 1943
6. Generalleutnant Shichida Ichirō 28. Mai 1943 29. Oktober 1943
7. Generalleutnant Teshima Fusatarō 29. Oktober 1943 15. August 1945

Literatur[Bearbeiten]

  • Gordon L. Rottman: The Japanese Army in World War II. Osprey Publishing, Oxford 2005, ISBN 1-841767-89-1. S. 9 ff.
  • Bernard Jowett: The Japanese Army 1931-45 (Volume 2, 1942-45). Osprey Publishing, Oxford 1999, ISBN 1-84176-354-3.
  • Victor Madej: Japanese Armed Forces Order of Battle, 1937-1945. Game Publishing Company, 1981.
  • Daniel Marston: The Pacific War Companion: From Pearl Harbor to Hiroshima. Osprey Publishing, Oxford 2005 ISBN 1-84176-882-0.
  • Rotem Kowner: The A to Z of the Russo-Japanese War. Scarecrow Press, Lanham 2009, ISBN 978-0-8108-6841-0.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. The official history of the Russo-Japanese war, Great Britain. Committee of Imperial Defence, S.12
  2. Jowett, Philipp; The Japanese Army 1931-1945, Osprey Publishing, S.15
Japanische Namensreihenfolge Japanischer Name: Wie in Japan üblich, steht in diesem Artikel der Familienname vor dem Vornamen. Somit ist Ōyama der Familienname, Iwao der Vorname.