2. Eishockey-Bundesliga

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2. Eishockey-Bundesliga
Logo der ESBG
Sportart Eishockey
Abkürzung 2. BL
Verband Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG)
Ligagründung 1998
Land/Länder DeutschlandDeutschland Deutschland
Titelträger Bietigheim Steelers
Website www.esbg.de
Deutsche Eishockey Liga

Die 2. Eishockey-Bundesliga war in Deutschland bis 2013 die zweithöchste Eishockeyspielklasse. 2013 wurde sie durch die DEL 2 ersetzt. Sie wurde (genauso wie ihr Nachfolger) von der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft organisiert. An der Abschlusssaison 2012/13 nahmen 13 Mannschaften teil.

2. Bundesliga 1973 bis 1994[Bearbeiten]

Saison Meister
1973/74 Logo des ESVK ESV Kaufbeuren
1974/75 EV Rosenheim
1975/76 Augsburger EV
1976/77 ESV Kaufbeuren
1977/78 Augsburger EV
1978/79 Duisburger SC
1979/80 ESV Kaufbeuren
1980/81 ERC Freiburg
1981/82 EHC Essen
1982/83 ERC Freiburg
Meister Nord Meister Süd
1983/84 Berliner SC Preussen SV Bayreuth
1984/85 Berliner SC Preussen SV Bayreuth
1985/86 Berliner SC Preussen Augsburger EV
1986/87 Berliner SC Preussen EHC Freiburg
1987/88 Krefelder EV EHC Freiburg
1988/89 Krefelder EV SV Bayreuth
1989/90 ECD Sauerland SV Bayreuth
1990/91 ECD Sauerland EHC 80 Nürnberg
ESV Kaufbeuren (Meister der bundesweiten Endrunde)
1991/92 EC Kassel Augsburger EV
1992/93 SB DJK Rosenheim
1993/94 Augsburger EV

Erstmals zur Saison 1973/74 bekam die zweithöchste Spielklasse den Namen 2. Bundesliga. Von 1973 bis 1983 wurde die 2. Bundesliga eingleisig ausgetragen. In der Saison 1981/82 wurde erstmals eine Vorrunde in den Gruppen Nord und Süd und eine bundesweite Endrunde ausgespielt. Ab der Saison 1983/84 wurde die 2. Bundesliga in Nord und Süd aufgeteilt, die besten Mannschaften jeder Gruppe spielten mit den letzten der Bundesliga eine Relegationsrunde. Ab der Saison 1990/91 gab es eine gemeinsame Endrunde der 2. Bundesliga mit einem Direktaufsteiger, aber 1992/93 wieder eine eingleisige Liga.

Die große Zahl an Insolvenzen der Zweitligisten war 1994 ein Grund für die Abschaffung der 2. Bundesliga und die Einführung der Deutschen Eishockey Liga mit 18 Mannschaften, jedoch ohne Auf- und Abstieg. Als höchste Liga unterhalb der DEL wurde die 1. Liga mit den Staffeln Nord und Süd geschaffen, die den Amateurmeister ausspielte.

2. Bundesliga 1998 bis 2013[Bearbeiten]

Saison Meister Saison Meister Saison Meister
1998/99 Logo Moskitos Essen Moskitos Essen 2003/04 Logo Grizzly Adams Wolfsburg EHC Wolfsburg 2008/09 Logo Bietigheim Steelers Bietigheim Steelers
1999/2000 Logo Düsseldorfer EG Düsseldorfer EG 2004/05 Logo EV Duisburg EV Duisburg 2009/10 Logo EHC München EHC München
2000/01 Logo ERC Ingolstadt ERC Ingolstadt 2005/06 Logo Straubing Tigers Straubing Tigers 2010/11 Logo Ravensburg Towerstars Ravensburg Towerstars
2001/02 Logo REV Bremerhaven REV Bremerhaven 2006/07 Logo Grizzly Adams Wolfsburg Grizzly Adams Wolfsburg 2011/12 Logo Landshut Cannibals Landshut Cannibals
2002/03 Logo EHC Freiburg EHC Freiburg 2007/08 Logo Kassel Huskies Kassel Huskies 2012/13 Logo SC Bietigheim Steelers Bietigheim Steelers

Nachdem sich die DEL 1997 vollständig vom Verband DEB löste, entschloss sich dieser, ab 1998 eine eigene deutschlandweite Profiliga unter dem Namen Bundesliga zu organisieren. Bereits in der Saison 1997/98 spielte die 1. Liga eine gemeinsame Endrunde aus. Für die Bundesliga-Saison 1998/1999 konnte der DEB-Präsident und ehemaliger Trainer der Düsseldorfer EG, Rainer Gossmann, neben den besten Mannschaften der 1. Liga auch die Düsseldorfer EG, welche sich aus der DEL zurückgezogen hatte, gewinnen. Meister wurden die Moskitos Essen, welche in der Folgesaison in die DEL aufstiegen.

Zur Saison 1999/2000 wurde die Liga nach einer Vereinbarung mit der DEL in 2. Bundesliga umbenannt, die DEL führt seit dem den Namen DEL - Die 1. Bundesliga. Die Liga startete wie im Vorjahr mit 16 Mannschaften, nach einer Einfachrunde spielten die besten Mannschaften in Meisterrunde und Play-Offs den Zweitligameister aus, die restlichen Mannschaften spielten in Relegationsrunden mit den besten Mannschaften der Oberliga.

Nach mehreren Vereinskonkursen während der Saison 2000/01 wurde die 2. Bundesliga auf zwölf Mannschaften reduziert. Später wurde als Sollzahl der Liga 14 Mannschaften festgelegt. Die Clubs spielen eine Doppelrunde. Die ersten acht spielen in anschließenden Play-Offs den Meister aus, welcher sich für die DEL bewerben kann. In den Spielzeiten 2008/09 und 2009/10 wurden sogenannte Pre-play-offs vorgeschaltet, bei denen die Mannschaften auf den Plätzen 7–10 im Best of Three-Verfahren zwei Play-off-Teilnehmer ausspielten. Die letzten vier Mannschaften spielten in Play-downs die Direktabsteiger aus.

Zur Saison 2002/03 wurde die Organisation der 2. Bundesliga vom Deutschen Eishockey Bund an die ESBG ausgelagert. Die meisten Mannschaften der 2. Bundesliga sind seitdem, wie in der DEL, durch Kapitalgesellschaften organisiert. Die Lizenz bleibt jedoch beim jeweiligen Stammverein. Die ESBG führt die Lizenzierung der Clubs durch. Trotz der Finanzprüfung kam es aber immer wieder zu Insolvenzen und Lizenzverweigerungen:

  • 2002, 2004, 2010 - SC Riessersee
  • 2006 - Wölfe Freiburg
  • 2008 - Moskitos Essen
  • 2009 - Tölzer Löwen
  • 2013 - Hannover Indians
Teilnehmer der 2. Eishockey Bundesliga 2012/13

Marketing/TV[Bearbeiten]

Für die Saison 2006/07 wurde ein Generalsponsor gefunden und die Liga offiziell in ASSTEL Eishockey Liga umbenannt. Der Vertrag wurde aber bereits nach einer Saison wieder beendet. Seit der Saison 2007/08 waren die Spiele der 2. Eishockey Bundesliga im bundesweiten Free-TV zu sehen. Sport1 zeigte bis zum Ende der Saison 2009/10 jeden Samstagmorgen eine halbstündige Magazinsendung über die Top-Begegnungen des Freitag-Spieltags. Dieses Magazin wurde zur Saison 2010/11 eingestellt, da die Clubs sich an der Finanzierung nicht mehr beteiligen wollten.

Weblinks[Bearbeiten]