2. Handball-Bundesliga

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Dieser Artikel beschreibt die 2. Handball-Bundesliga der Männer in Deutschland. Für gleichnamige Frauen-Liga siehe 2. Handball-Bundesliga (Frauen).
2. Handball-Bundesliga
Logo der 2. Bundesliga
Aktuelle Saison 2013/14
Sportart Handball
Abkürzung 2. HBL
Verband Deutscher Handball-Bund
Ligagründung 1981
Mannschaften 20
Land/Länder DeutschlandDeutschland Deutschland
Titelträger Bergischer HC
Rekordmeister TuS N-Lübbecke & TuS Schutterwald (4)
Website dkb-handball-bundesliga.de
Handball-Bundesliga (I)
3. Liga (III)

Die 2. Handball-Bundesliga ist die zweithöchste Spielklasse im deutschen Handball. Seit der Saison 2011/2012 besteht sie aus einer Staffel mit 20 Mannschaften.

Aufstiegs- und Abstiegsmodus[Bearbeiten]

Am Ende einer Saison sind die Meistermannschaft und die Mannschaften auf Plätzen zwei und drei direkt für die höchste Spielklasse qualifiziert (Handball-Bundesliga); die Mannschaften auf den letzten vier Plätzen steigen in die 3. Liga ab.

Geschichte[Bearbeiten]

1981 wurde unterhalb der 1. Bundesliga die 2. Handball-Bundesliga eingeführt. Sie war nach Regionalverbandsgrenzen in eine Nord- und Südstaffel aufgeteilt, in der jeweils 14 Mannschaften spielten. Der Nordstaffel gehörten die Vereine des Nord- und Westdeutschen Verbandes, der Südstaffel die Vereine der Regionalverbände Südwest und Süd an. Vereine aus West-Berlin wurden je nach Bedarf auf die Staffeln verteilt. Die beiden Staffelmeister stiegen in die 1. Bundesliga auf. In den Jahren 1991 bis 1993 existierten nach der kompletten Übernahme der Vereine der zweithöchsten Spielklasse der DDR (DDR-Liga) nach der deutschen Wiedervereinigung drei Staffeln: Nord, Mitte und Süd. Seitdem wurden die Vereine nach geographischen Gesichtspunkten auf die beiden 2. Ligen verteilt. 1993-2011 existierten wieder zwei Staffeln Nord und Süd.

Aufstiegs- und Abstiegsmodus (1994 bis 2010)[Bearbeiten]

Die Erstplatzierten jeder Staffel der 2. Bundesliga stiegen zum Saisonwechsel direkt in die 1. Bundesliga auf. Aus der 1. Bundesliga stiegen die beiden Letztplatzierten direkt in die 2. Bundesliga ab.

Die Zweitplatzierten beider Staffeln der 2. Bundesliga ermittelten in Play-Off-Spielen gegeneinander den Teilnehmer an der Bundesligarelegation. Dort spielte der Play-Off-Gewinner gegen den Drittletzten (16.) der 1. Liga um einen Platz in der 1. Bundesliga.

Fünf Mannschaften stiegen am Saisonende aus der 2. Bundesliga ab. Dies waren jeweils die beiden letztplatzierten Teams beider Staffeln sowie ein weiteres, das in Relegationsspielen der beiden Drittletzten ermittelt wurde, deren Verlierer der fünfte Absteiger war. Die Absteiger wurden den Regionalligen des Regionalverbandes zugeordnet, denen sie angehören. Im Extremfall konnte es passieren, dass alle fünf Absteiger in die gleiche Regionalliga abstiegen. Stieg mehr als ein Verein in eine bestimmte Regionalliga ab, so erhöhte sich der Abstieg aus dieser Regionalliga entsprechend um bis zu vier weitere Absteiger („gleitender Abstieg”). Ein Stärkenausgleich durch „Staffelwechsler” fand in der Regionalliga auch in einem solchen Fall nicht statt, da jeder Regionalverband eine eigene Regionalliga betrieb.

Die Meister der fünf Regionalligen (Nord, Nordost, West, Südwest, Süd) stiegen direkt in die 2. Bundesliga auf.

Aufteilung der Vereine in Staffeln (1994 bis 2011)[Bearbeiten]

Die Regelstärke der 2. Bundesliga lag bis 2011 bei 36 Vereinen. Diese spielten in zwei Staffeln zu jeweils 18 Mannschaften. Die Aufteilung der Vereine auf die Nord- oder Südstaffel erfolgte seit 1991 nicht mehr nach Verbandszugehörigkeiten, sondern nach geographischen Gesichtspunkten. Vereine, die im mittleren Drittel Deutschlands (von Nord nach Süd betrachtet) beheimatet sind, wie zum Beispiel die SG Solingen, die HSG Düsseldorf oder 1. SV Concordia Delitzsch, konnten dabei sowohl der einen als auch anderen Staffel zugeordnet werden. Alle genannten ('Wechslerkandidaten') spielten bereits sowohl in der Nord- als auch in der Südstaffel. Die Einteilung wurde vor jeder Saison erneut vorgenommen.

Eingleisige zweite Bundesliga[Bearbeiten]

Im Februar 2009 beschlossen die Vereinsmanager und -geschäftsführer der 1. und 2. Handball-Bundesliga mehrheitlich die Einführung einer eingleisigen 2. Bundesliga ab der Saison 2011/2012. In der neuen Liga sollen 20 Vereine spielen. Die Grundlage für die neue Spielklassenstruktur hatte der Deutsche Handballbund im Juli 2008 geschaffen. Reiner Witte, Präsident der Handball-Bundesliga e. V., erklärte zur Neugliederung: „Ich bin sehr froh, dass wir diesen wegweisenden Schritt getan haben. Vor allem die Zweitligaklubs leisten durch ihre Zustimmung einen historischen Beitrag zur weiteren positiven Entwicklung des Handballsports in Deutschland. (...) Die Vereinheitlichung wird uns national eine wesentlich größere Aufmerksamkeit sichern, zudem birgt die Professionalisierung Potential für alle Clubs der eingleisigen 2. Liga.“[1] Zur Einführung für die eingleisige 2. Bundesliga waren die Absteiger aus der 1. Liga sowie die Klubs bis einschließlich Platz 9 der 2. Bundesligen Nord und Süd qualifiziert. Die restlichen zwei der insgesamt 20 Startplätze erhielten die beiden bestplatzierten Vereine der Relegationsgruppe, die sich aus vier Drittligisten und den jeweiligen Zehntplatzierten der beiden 2. Bundesligen zusammensetzte.

Die ersten drei der Abschlusstabelle steigen direkt in die 1. Handball-Bundesliga auf. Die vier letzten der Abschlusstabelle steigen direkt in die 3. Liga ab. Absteiger aus der 1. Bundesliga sind die drei Letztplatzierten, und Aufsteiger sind die jeweiligen Meister der 3. Liga Nord, Ost, West und Süd. Sollte ein Verein Insolvenz anmelden so steht dieser direkt als Absteiger fest.

Zuschauer[Bearbeiten]

Saison Spiele Zuschauer Ø
2011/12 379 521.203 1.375
2012/13 107 144.847 1.354

In der ersten Saison der eingleisigen zweiten Bundesliga sahen 521.203 Zuschauer die 379 Spiele. Der durchschnittliche Besuch lag damit bei 1.375 Zuschauern. Die meisten Zuschauer hatte der TUSEM Essen mit 40.153 Zuschauer in 19 Ligaspielen. Schlusslicht war der Absteiger TV Korschenbroich mit 10.018 Zuschauern, was einem Durchschnitt von 527 Zuschauern entsprach. Die Arena Leipzig war mit 7.000 Sitzplätzen die Arena mit der höchsten Kapazität, die Sporthalle Ratingen-West mit Platz für rund 300 Zuschauer die kleinste. In der dritten Saison sahen bisher 144.847 Zuschauern die Begegnungen, was einem momentanen Durchschnitt von 1.354 Besuchern bedeutet. Der diesjährige Zuschauermagnet ist der TV Bittenfeld mit 24.098 Zuschauern in bisher elf Spielen. Schlusslicht ist der HSG Tarp/Wanderup mit 3.650 Besuchern in zehn Spielen.

Vereine der Saison 2013/14[Bearbeiten]

2. Handball-Bundesliga (Deutschland)
TV Großwallstadt
TV Großwallstadt
TUSEM Essen
TUSEM Essen
TV 1893 Neuhausen
TV 1893 Neuhausen
TV Hüttenberg
TV Hüttenberg
Eintracht Hildesheim
Eintracht Hildesheim
HC Erlangen
HC Erlangen
SC DHfK Leipzig
SC DHfK Leipzig
ASV Hamm-Westfalen
ASV Hamm-Westfalen
SG BBM Bietigheim
SG BBM Bietigheim
HSG Nordhorn-Lingen
HSG Nordhorn-Lingen
TSG Friesenheim
TSG Friesenheim
VfL Bad Schwartau
VfL Bad Schwartau
HG Saarlouis
HG Saarlouis
TV Bittenfeld
TV Bittenfeld
HC Empor Rostock
HC Empor Rostock
SG Leutershausen
SG Leutershausen
EHV Aue
EHV Aue
TSV Altenholz
TSV Altenholz
HSG Tarp-Wanderup
HSG Tarp-Wanderup
DJK Rimpar Wölfe
DJK Rimpar Wölfe
Spielorte der 2. Handball-Bundesliga

In der Saison 2013/14 spielen die folgenden Vereine in der 2. Bundesliga:

Detailinfos siehe unter 2. Handball-Bundesliga 2013/14

Die einzelnen Spielzeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.toyota-handball-bundesliga.de