2. Kongress der Vereinigten Staaten

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Congress Hall, Versammlungsstätte vom 1. bis zum 6. Kongress

Der 2. Kongress der Vereinigten Staaten tagte zwischen dem 4. März 1791 und dem 3. März 1793, dem dritten und vierten Amtsjahr von Präsident George Washington. Er trat in der Congress Hall in Philadelphia zusammen. In beiden Kammern des Kongresses gab es bis auf die letzte Sitzungsperiode den Senats eine Mehrheit für die Pro-Administration Party.

Bedeutende Ereignisse[Bearbeiten]

Hauptartikel: 1791, 1792 und 1793
  • 4. März 1791: Der Kongress stimmt der Aufnahme Vermonts als 14. Bundesstaat zu.
  • 15. Dezember 1791: Die Bill of Rights wird von drei Vierteln der Bundesstaaten ratifiziert und tritt damit in Kraft.
  • 5. April 1792: Der Präsident macht erstmals von seinem Vetorecht Gebrauch und verhindert damit ein Gesetz des Kongresses, mit dem die Verteilung der Sitze des Repräsentantenhauses unter den Bundesstaaten festgelegt werden sollte.
  • 1. Juni 1792: Der Kongress stimmt der Aufnahme Kentuckys als 15. Bundesstaat zu.
  • 13. Oktober 1792: Der District of Columbia wird gegründet. Zeitgleich wird der Grundstein des Weißen Hauses gelegt.

Bedeutende Gesetzgebung[Bearbeiten]

  • 20. Februar 1792: Mit dem Postal Service Act wird das Postministerium errichtet.
  • 2. April 1792: Mit dem Coinage Act of 1792 wird die United States Mint als Bundesbehörde verantwortlich für die Prägung der US-Dollar-Münzen errichtet und weitere Regelungen zum Münzwesen festgelegt.
  • 2. Mai 1792: Der erste Militia Act of 1792 gibt dem Präsidenten das Recht, im Invasions- oder Rebellionsfalle die Befehlsgewalt über die Milizen der Bundesstaaten zu übernehmen.
  • 8. Mai 1792: Der zweite Militia Act of 1792 legt Wehrpflicht, Bewaffnung und Training in den Milizen der Bundesstaaten fest.
  • 12. Februar 1793: Mit dem Fugitive Slave Act of 1793 wird festgelegt, wie die Rückholung flüchtiger Sklaven prozessrechtlich zu erfolgen hat.
  • 2. März 1793: Der Judiciary Act of 1793, der auch den Anti-Injunction Act beinhaltete, verfeinerte das Prozess- und Gerichtsverfassungsrecht auf Bundesebene.

Parteien[Bearbeiten]

Weder im Senat noch im Repräsentantenhaus gab es zu diesem Zeitpunkt organisierte Parteien. Es gab jedoch zwei Gruppierungen, die Anti-Administration Party und die Pro-Administration Party. Während Mitglieder der Anti-Administration Party später die Demokratisch-Republikanische Partei begründeten, war die Pro-Administration Party die Vorläuferpartei der Föderalistischen Partei.

Repräsentantenhaus[Bearbeiten]

Gruppierung Anfang Ende
Abgeordnete Stimmenanteil Abgeordnete Stimmenanteil
Pro-Administration (P) 39 57,4 % 40 55,6 %
Anti-Administration (A) 29 42,6 % 32 44,4 %
Vakant 1 1
Summe 68 72

Senat[Bearbeiten]

Gruppierung Anfang Ende
Senatoren Stimmenanteil Senatoren Stimmenanteil
Pro-Administration (P) 17 68,0 % 17 58,6 %
Anti-Administration (A) 8 32,0 % 12 41,4 %
Vakant 1 1
Summe 25 29

Führung[Bearbeiten]

Mitglieder[Bearbeiten]

Repräsentantenhaus[Bearbeiten]

Connecticut

Delaware

Georgia

Kentucky

Maryland

Massachusetts

New Hampshire

New Jersey

New York

North Carolina

Pennsylvania

Rhode Island

South Carolina

Vermont

Virginia

Senat[Bearbeiten]

Connecticut

Delaware

Georgia

Kentucky

Maryland

Massachusetts

New Hampshire

New Jersey

New York

North Carolina

Pennsylvania

Rhode Island

South Carolina

Vermont

Virginia

Personelle Veränderungen[Bearbeiten]

Vier Senatoren und vier Kongressabgeordnete kamen im Lauf der ersten Legislaturperiode hinzu. Je drei weitere Senatoren und drei Kongressabgeordnete traten von ihrem Amt zurück.

Angestellte[Bearbeiten]

Repräsentantenhaus[Bearbeiten]

Senat[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
1. Kongress der Vereinigten Staaten 2. Kongress der Vereinigten Staaten
1791 – 1793
3. Kongress der Vereinigten Staaten