25. Infanterie-Division (Wehrmacht)

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25. Infanterie-Division
25. Infanterie-Division (mot.)
25. Panzer-Grenadier-Division
Divisionsabzeichen der 25. Infanterie-Divisision
Aktiv 1. April 1936 bis 8. Mai 1945
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Truppengattung Infanterie
Typ Infanteriedivision
Grobgliederung Gliederung
Garnison Ludwigsburg
Spitzname Stuttgarter Haus-Division
Kommandeure
Liste der Kommandeure

Die 25. Infanterie-Division war ein Großverband des Heeres der deutschen Wehrmacht. Später wurde sie in 25. Infanterie-Division (mot.) und danach in 25. Panzer-Grenadier-Division umgegliedert.

Geschichte[Bearbeiten]

Die 25. Infanterie-Division wurde am 1. April 1936 in Ludwigsburg, im Wehrkreis V, aufgestellt. Am 26. August 1939 wurde die Division mobil gemacht und zur Grenzsicherung in die Saarpfalz verlegt. Im Dezember 1939 wurde die Division als Reserve nach Neustadt zurückgezogen. Im Februar 1940 wurden der Stab des Infanterie-Regiments 119 und das II. Bataillon des Infanterie-Regiments 35 an die 293. Infanterie-Division abgegeben.

Zu Beginn des Westfeldzuges war die Division Armee-Reserve der 12. Armee und marschierte durch die Eifel und die Ardennen. Am 14. Mai wurde die Division in die Front geschoben und rückte zur Aisne zwischen Compiègne und Reims vor. Mit Beginn der Schlacht um Frankreich, des zweiten Feldzugabschnitts, erzwang die Division den Aisne-Übergang, nahm an der Erstürmung von Laon und Chemin des Dames teil und marschierte dann bis zur Seine, die bei Romilly überschritten wurde. Anschließend marschierte die Division über die Loire bis nach Bourges. Dort verblieb sie einige Wochen als Besatzungstruppe und kehrte dann in ihre Heimatgarnisonen zurück.

Am 15. November 1940 wurde die Division motorisiert und danach als 25. Infanterie-Division (mot.) bezeichnet. Dabei wurden das Infanterie-Regiment 13 als Gebirgsjäger-Regiment 13 und die I. Abteilung des Artillerie-Regiments 25 als I. Abteilung des Gebirgs-Artillerie-Regiments 94 zur 4. Gebirgs-Division abgegeben und die I. Abteilung des Artillerie-Regiments 61 aufgelöst. Außerdem erhielt die Division das Kradschützen-Bataillon 25. Diese Umbildung war am 15. März 1941 abgeschlossen.

Ab dem 22. Juni 1941 nahm die Division am Angriff auf die Sowjetunion teil und stieß aus dem Raum Lublin über den Bug auf Luzk und Kowno vor. Bei Zwiahel am Slucz durchbrach die Division die Stalinlinie und marschierte dann auf Shitomir und Kiew zu. Nach der Schließung des Kessels von Uman nahm die Division an der Schlacht um Kiew teil. Von September bis November stieß die Division auf Sumy und dann auf Orel vor und trat dann zum Angriff auf Tula an. Im Dezember 1941 musste sich die Division kämpfend auf die Susha und Oka zurückziehen, wo sie bis Juli 1942 Abwehr- und Stellungskämpfe zu bestehen hatte. Im August 1942 nahm die Division an der Offensive über Bolchow auf Uljanowo teil und wurde dann bis Jahresende zu Stellungskämpfen im Raum Kirejkowo nördlich von Bolchow eingesetzt. Diese Stellungskämpfe setzten sich auch im Jahr 1943 fort.

Am 23. Juni 1943 wurde die Division zur 25. Panzer-Grenadier-Division umgebildet. Im Juli 1944 wurde die Division bei der Heeresgruppe Mitte vernichtet. Ihre Reste kamen zur Panzer-Brigade 107.

Die Wiederaufstellung der Division erfolgte im Oktober 1944 auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr und dem Truppenübungsplatz Baumholder.

Einsatzgebiete:

  • Polen: September bis Oktober 1939
  • Frankreich: Mai bis November 1940
  • Deutschland: November 1940 bis Mai 1941
  • Ostfront
    • Südabschnitt: Juni bis September 1941
    • Zentralabschnitt: Oktober 1941 bis Juli 1943
    • Zentralabschnitt: Juli 1943 bis Juli 1944
  • Frankreich: Oktober 1944 bis Januar 1945
  • Ostdeutschland: Januar bis Mai 1945

Personen[Bearbeiten]

Divisionskommandeure der 25. ID, 25. ID (mot.) und 25. PGD
Dienstzeit Dienstgrad Name
1. April bis 6. Oktober 1936 Generalmajor Hubert Schaller-Kalide
6. Oktober 1936 bis 15. Oktober 1939 Generalleutnant Christian Hansen
15. Oktober 1939 bis 15. Januar 1942 Generalleutnant Erich-Heinrich Clößner
15. Januar bis 4. Februar 1942 Generalmajor Sigfrid Henrici
4. Februar 1942 bis 5. November 1943 Generalleutnant Anton Grasser
5. November 1943 bis 4. März 1944 Generalmajor Fritz Benicke
4. März 1944 bis 10. Februar 1945 Generalleutnant Paul Schürmann
10. Februar bis 8. Mai 1945 Generalmajor Arnold Burmeister

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Insgesamt wurden 29 Angehörige der 25. ID mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet und 110 mit dem Deutschen Kreuz in Gold.

Gliederung[Bearbeiten]

25. Infanterie-Division 25. Inf.-Div. (mot) 25. Panzer-Grenadier-Division
  • Infanterie-Regiment 13[A 1]
  • Infanterie-Regiment 35[A 2]
  • Infanterie-Regiment 119
  • Infanterie-Regiment 35 (mot)
  • Infanterie-Regiment 119 (mot)
  • Aufklärungs-Abteilung 25
  • Aufklärungs-Abteilung 25 (mot)
  • Artillerie-Regiment 25 (mot)
  • Beobachtungs-Abteilung 25
  • Panzerjäger-Bataillon 125
  • Pionier-Bataillon 25 (mot)
  • Pionier-Bataillon 25
  • Nachrichten-Abteilung 25 (mot)
  • Nachrichten-Abteilung 25
  • Feldersatz-Bataillon 25
  • Feldersatz-Bataillon 25
  • Versorgungseinheiten 25
  • Infanterie-Divisions-Nachschubführer 25 (mot)
  • Verwaltungsdienste 25
  • Sanitätsdienste 25

Literatur[Bearbeiten]

  •  Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 4. Die Landstreitkräfte 15–30. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Osnabrück 1976, ISBN 3-7648-1083-1.
  • Erwin Boehm: Geschichte der 25. Division, Stuttgart: Kameradenhilfswerk e. V., 1972.
  • Wilhelm Schrode: Geschichte der 25. Division: Die Wiederaufstellung der 25. Pz.Gren.Div. - Herbst 1944 bis Kriegsende., Selbstverlag, 1980.

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Infanterie-Regiment Ludwigsburg von 1934–1935, ab 1940 Gebirgsjäger-Regiment 13
  2. Infanterie-Regiment Tübingen von 1934–1935