25. Panzer-Division (Wehrmacht)

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25. Panzer-Division
Truppenkennzeichen der 25. Panzer-Division
Aktiv 1942 bis 8. Mai 1945 (Kapitulation)
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Truppengattung Panzertruppe
Typ Panzerdivision
Grobgliederung Panzer-Regiment 9
Panzer-Grenadier-Regimenter 146/147
Panzer-Artillerie-Regiment 91
Aufstellungsort Norwegen
Zweiter Weltkrieg Krieg gegen die Sowjetunion


Die 25. Panzer-Division war ein Großverband der deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Die Division war eine von vielen deutschen Panzerdivisionen, die während der letzten Kriegsjahre mit eklatanten Personal- und Ausrüstungsmängeln aufgestellt wurden.

Divisionsgeschichte[Bearbeiten]

Einsatzgebiete der Division[Bearbeiten]

Aufstellung und Erweiterung[Bearbeiten]

Die 25. Panzer-Division wurde in Südnorwegen 1941/42 als schnelle Eingreifreserve des Armeeoberkommandos Norwegen aufgestellt, anfänglich auch als "Schützenverband Oslo", dann als "Panzerverband Norwegen" bezeichnet. Nach und nach Aufstockung zur "Panzerdivision Norwegen" durch das OKW auf Antrag von Generaloberst von Falkenhorst, mit Umbenennung 1943 in "25. Panzer-Division". Sie wurde im August 1943 zur vollständigen Aufstellung nach Frankreich verlegt, wo sie laut Weisung des Inspekteurs der Panzertruppen, Heinz Guderian, als Reservedivision für die erwartete alliierte Invasion Frankreichs bereitstehen sollte.

Ausrüstung[Bearbeiten]

Die Qualität der Ausrüstung war unterschiedlich, da die Division sowohl mit veralteten französischen Panzern wie dem Renault R-35, dem Hotchkiss H-39 und dem Renault Char B1, später aber auch mit deutschen Panzerkampfwagen IV, 'H'-Version (eine Kompanie), und Panzerkampfwagen VI Tiger (eine Kompanie) ausgerüstet war. Das Artillerie-Regiment hatte moderne Geschütze, erreichte jedoch nur die Stärke eines Bataillons. Die Aufklärungsabteilung war lediglich mit Motorrädern ausgerüstet.

Ukraine[Bearbeiten]

Die 25. PD wurde, trotz Widerstand von Heinz Guderian, schon bald an die Ostfront verlegt und der 4. Panzerarmee, ab März 1944 der 1. Panzerarmee unterstellt. Im Dezember 1943 erlebte die Division schwere Kämpfe bei Schytomyr. Im Frühling 1944 wurde sie bei Kamjanez-Podilskyj während des deutschen Rückzugs am Fluss Dnister vernichtet.

Auffrischung und weitere Kämpfe an der Ostfront[Bearbeiten]

Von Mai bis August 1944 wurde die Division in Dänemark und auf dem Truppenübungsplatz Wildflecken neu aufgestellt. Da die Wehrmacht bereits in schwere Bedrängnis geraten war, konnte nur eine Skelett-Panzer-Division aufgestellt werden. Die Division, die ihre Sollstärke bei weitem nicht erreichte, wurde erneut an die Ostfront entsandt, um die Überquerung der Weichsel durch Sowjet-Truppen zu verhindern. Außerdem waren Teile der Division an der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes beteiligt (Aug./Sept.1944). Als die 25. PD sich im Januar 1945 an die Oder zurückzog, erlitt sie schwere Verluste.

Letzte Kriegsmonate[Bearbeiten]

Restkampfgruppe/25.Pz.Div.

  • ab Ende Januar Einsatz an der Oder/Neisse-Front nordwärts von Görlitz
  • Mitte Februar nach Kämpfen bei Christianstadt-Guben kurze Auffrischung im Raum Görlitz
  • Ende Februar "E-Transport" ostwärts von Berlin mit Einsatz südostwärts von Stettin
  • Ende März Zurückverlegung zur Oder/Neisse-Front
  • Sammlung Anfang April im Raum Küstrin - Verlegung in den Raum Wien und Nikolsburg/Südmähren
  • Kämpfe nordostwärts von Wien, Laa an der Thaya, Ebendorf-Mistelbach
  • Absetzbefehl mit Marsch westwärts am 8./10. Mai
  • US-Gefangenschaft bei Passau

Gliederung im Dezember 1943[Bearbeiten]

  • Panzer-Regiment 9
  • Panzer-Grenadier-Regiment 146
  • Panzer-Grenadier-Regiment 147
  • Kradschützen-Bataillon 87
  • Feldersatz-Bataillon 87
  • Panzer-Artillerie-Regiment 91 (unterbesetzt)
  • Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung 279
  • Panzerjäger-Abteilung 87
  • Panzer-Pionier-Bataillon 87
  • Panzer-Nachrichten-Abteilung 87
  • Panzer-Versorgungstruppen

Kommandeure[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • „25. Panzer-Division“ in Veit Scherzer (Hrsg.): Deutsche Truppen im Zweiten Weltkrieg, Band 6, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2010, ISBN 978-3-938845-27-1, S. 355–382
  • "Die 22. Panzer-Division 25. Panzer-Division 27. Panzer-Division und die 233. Reserve-Panzer-Division" Rolf Stoves Podzun-Pallas-Verlag 1985 ISBN 3-7909-0252-7 S. 127–187
  • "Die gepanzerten und motorisierten deutschen Grossverbände 1935–1945" Rolf Stoves Podzun-Pallas-Verlag 1986 ISBN 3-7909-0279-9 S. 165–168

Weblinks[Bearbeiten]