Die 257. Infanterie-Division und spätere 257. Volksgrenadier-Division war ein militärischer Großverband der Wehrmacht.
[Bearbeiten] Divisionsgeschichte
Einsatzgebiete:
- Deutschland: September 1939 – Mai 1940
- Frankreich: Mai 1940 – Juni 1941
- Ostfront, Südabschnitt: Juni 1941 – September 1942
- Frankreich: September 1942 – April 1943
- Ostfront, Südabschnitt: März 1943 – August 1944
Die 257. ID wurde als Division der 4. Aufstellungswelle am 26. August 1939 in Berlin-Karlshorst aufgestellt. Während des Polenfeldzuges war die Division im Raum Krakau-Bielitz aktiv. Im Herbst 1939 wurde sie an die Westfront verlegt und 1940 durchbrach sie die Maginotlinie. Im Juni 1941 nahm die 257. ID im Verbund mit der Heeresgruppe Süd am Überfall auf die Sowjetunion teil, überwältigte in einem Handstreich ihrer Stoßtrupps die sowjetischen Grenzposten, überquerte den Fluss San nördlich von Przemysl und marschierte in Richtung Lemberg. Die Stalinlinie wurde bei Marjanowka durchbrochen, danach wurde die Division in die Schlacht von Uman verwickelt und vernichtete zusammen mit der 6. Armee und 17. Armee drei sowjetische Armeen. Bei Nowogeorgiewsk erreichte die 257. ID den Dnjepr. Im Gebiet um Krasnograd[A 1] kam es zu größeren Kämpfen. Danach ging die 257. ID am Donez südlich von Isjum in Position und war bis zum Juli 1942 in Stellungsgefechte verwickelt. Dabei wurde ihr der Abschnitt von Slawiansk zugewiesen. Am 17. März 1942 gingen die Regimenter der 257. ID unter Generalleutnant Püchler in die Offensive über und eroberten zum Flankenschutz die Ortschaft Bogorodischnoje als Brückenkopf über den Donez. Von Juli 1942 bis April 1943 diente die Division zur Küstensicherung in der Bretagne. Für Abwehraufgaben im Raum Isjum wurde sie erneut an die Ostfront verlegt. Bei Dnjepropetrowsk und später bei Kriwoi Rog kam es zu Kämpfen. Danach erhielt sie den Auftrag den Brückenkopf von Nikopol zu sichern, von dort aus wurde sie bei wachsendem Druck der Roten Armee zum schrittweisen Rückzug bis zum Pruth gezwungen.[1] Im August 1944 wurde die Division in Chișinău/Rumänien vernichtet und offiziell am 9. Oktober 1944 aufgelöst. Am 13. Oktober 1944 erfolgte eine Neuaufstellung als 257. Volksgrenadier-Division.
Divisionskommandeure der 257. ID:
| Dienstzeit |
Dienstgrad |
Name |
| 1. September 1939 – 1. März 1941 |
Generalleutnant |
Max von Viebahn |
| 1. März 1941 – 1. Mai 1942 |
Generalleutnant |
Karl Sachs |
| 1. Mai 1942 – 30. Mai 1942 |
Generalmajor |
Karl Gümbel |
| 1. Juni 1942 – 5. November 1943 |
Generalleutnant |
Carl Püchler |
| unbekannt |
Generalleutnant |
Anton-Reichard Freiherr von Mauchenheim |
| November 1943 – 2. Juli 1944 |
-- |
Bechtolsheim[A 2] |
| 5. Juli 1944 – 24. August 1944[A 3] |
Generalmajor |
Friedrich Blümke |
Generalstabsoffiziere (Ia) der 257. ID:
| Dienstzeit |
Dienstgrad |
Name |
| 26. August 1939 – 20. Dezember 1940 |
Oberstleutnant |
Fritz Wentzell |
| 20. Dezember 1940 – 25. November 1942 |
Oberstleutnant |
Hans Gronemann-Schoenborn |
| 25. November 1942 – 15. Februar 1944 |
Oberstleutnant |
Hermann Rehm |
| 15. Februar 1944 – 24. August 1944 |
Major |
Konrad Niemann |
Veränderungen in der Gliederung der 257. ID von 1940 bis 1945
| 1939 |
1942 |
1943–1944 |
| Infanterie-Regiment 457 |
Grenadier-Regiment 457 |
| Infanterie-Regiment 466 |
Grenadier-Regiment 466 |
| Infanterie-Regiment 477 |
Grenadier-Regiment 477 |
| Aufklärungs-Abteilung 257 |
Radfahr-Abteilung 257 |
Füsilier-Bataillon 257 |
| Artillerie-Regiment 257 |
| Panzerabwehr-Abteilung 257 |
Panzerjäger-Abteilung 257 |
| Pionier-Bataillon 257 |
| Nachrichten-Abteilung 257 |
| Versorgungseinheiten 257 |
| -- |
Feldersatz-Bataillon 257 |
- Georg Tessin: Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 8: Die Landstreitkräfte 201–280. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1979, ISBN 3-7648-1174-9.
- Albert Benary: Die Berliner Bären-Division. Geschichte der 257. Infanterie-Division 1939 - 1945. Podzun-Pallas Verlag. Bad Nauheim. 1955
- Mark C. Yerger: Waffen-SS Commanders: The army, corps and divisional leaders of a legend (Bd. 2) , Schiffer Publishing, Ltd., 1999, ISBN 978-0-7643-0769-0.
- ↑ das heutige Krasnohrad
- ↑ nicht näher bekannt
- ↑ im Einsatz verwundet
- ↑ http://www.balsi.de/Weltkrieg/Einheiten/Infanteriedivisionen/257-ID-Startseite.htm