26. Infanterie-Division (Wehrmacht)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
26. Infanterie-Division
Truppenkennzeichen der 26. Infanterie-Division
Truppenkennzeichen
Aktiv 1. April 1936 bis September 1944
Land Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Streitkräfte Wehrmacht
Teilstreitkraft Heer
Truppengattung Infanterie
Typ Infanteriedivision
Grobgliederung Gliederung
Garnison Köln
Spitzname Dom-Division
Zweiter Weltkrieg Schlacht von Rschew
Kommandeure
Liste der Kommandeure
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
s. Diskussion

Die 26. Infanterie-Division (ID), ab 17. September 1944 26. Volks-Grenadier-Division, war ein militärischer Großverband der Wehrmacht.

Divisionsgeschichte[Bearbeiten]

Einsatzgebiete

  • Deutschland: September 1939 bis Mai 1940
  • Frankreich: Mai 1940 bis Juni 1941
  • Ostfront, Zentralabschnitt: Juni 1941 bis September 1944
  • Polen: September 1944
Unterstellung der 26. ID während des Zweiten Weltkriegs
Datum Korps Armee Heeresgruppe Schauplatz
September 1939 Reserve 5. Armee C Eifel (Trier)
Oktober 1939 XXIII 6. Armee B
Dezember 1939 bis Januar 1940 VII 16. Armee A
Mai 1940 Reserve Luxemburg, Somme
Juni 1940 XVII 12. Armee Aisne, Champagne
Juli 1940 XXIII 9. Armee Belgien, Frankreich
August 1940 XXXVIII 16. Armee
September 1940 bis April 1941 9. Armee
Mai 1941 15. Armee D
Juni bis September 1941 VI 9. Armee Mitte Polozk, Düna
Oktober 1941 Panzer-Gruppe 3 Bely
November bis Dezember 1941 9. Armee Kalinin
Januar bis Juli 1942 Rshew
August bis Oktober 1942 LIII 2. Panzerarmee Bolchow, Orel
November bis Dezember 1942 XXXV
Januar 1943 Reserve 8. Italienische Armee B Donbogen
Februar 1943 2. Armee Kursk
März 1943 XIII Mitte
April bis Juli 1943 VII
August 1943 LIII 2. Panzerarmee Orel
September 1943 XII 9. Armee
Oktober 1943 4. Armee Smolensk (Gorki)
November 1943 bis Januar 1944 XXXIX
Februar bis April 1944 XXVII
Mai 1944 LVI 2. Armee Kowel
Juni bis August 1944 4. Panzerarmee Nordukraine

Die 26. ID wurde am 1. April 1936 in Köln im Wehrkreis VI aufgestellt und war während der Generalmobilmachung im August 1939 Teil der 1. Aufstellungswelle.

Die Division war am Westfeldzug beteiligt, wurde jedoch wenig in Kampfhandlungen verwickelt. An der Ostfront war sie 1941 am Vorstoß auf Moskau beteiligt, als Teil der 9. Armee in der Schlacht von Rschew und der Winteroffensive 1941/42. Ab Mitte Dezember 1941 musste die 9. Armee sukzessiv aufgrund des starken Feinddrucks aus Kalinin in südwestliche Richtung zurückweichen. Die 29. und 31. sowjetische Armee eröffneten großangelegte Angriffe auf den deutschen Verteidigungsgürtel. Im Abschnitt der 26. ID kam es zu starken Verlusten. Am 31. Dezember 1941 brachen sowjetische Truppen nördlich von Rschew durch die Hauptkampflinie der 256. ID und 206. ID und eroberten die Ortschaft Stariza. Eingeschlossene deutsche Regimenter nordwestlich von Stariza gingen in Rundumverteidigung über. Am 4. Januar 1942 zerbrach die Front der 9. Armee im Raum um Mologino (Мологино), während die 6. ID und 26. ID neue Verteidigungsstellungen mit Rschew als Eckpfeiler schufen und den Winter 1941/1942 nur unter größten Schwierigkeiten überstanden.

Die Division nahm 1943 an der Schlacht bei Kursk teil und wurde während der sowjetischen Sommeroffensive 1944 bei Kowel in der Ukraine vollständig vernichtet. Die Überlebenden zogen sich nach Polen zurück, wo sie das Stammpersonal der 26. Volks-Grenadier-Division bildeten.

Gliederung[Bearbeiten]

Veränderungen in der Gliederung der 26. ID von 1939 bis 1944
1939 1942 1943–1944
Infanterie-Regiment 39 Füsilier-Regiment 39
Infanterie-Regiment 77 Grenadier-Regiment 77
Infanterie-Regiment 78 Grenadier-Regiment 78
Füsilier-Bataillon 26
Aufklärungs-Abteilung 26 Radfahr-Abteilung 26
Artillerie-Regiment 26
I./Artillerie-Regiment 62
Pionier-Bataillon 26
Panzerabwehr-Abteilung 26 Panzerjäger-Abteilung 26
Nachrichten-Abteilung 26
Feldersatz-Bataillon 26
Kommandeur der Infanterie-Divisions-Nachschubtruppen 26

Das Artillerie-Regiment 26 unterteilte sich in die Abteilungen I bis III und hatte zusätzlich die I. Abtlg./AR 62 in der Unterstellung.

Personen[Bearbeiten]

Divisionskommandeure der 26. ID/26. VGD
Dienstzeit Dienstgrad Name
1. April 1936 bis 31. Oktober 1938 Generalleutnant Fritz Kühne
10. November 1938 bis 15. Januar 1941 Generalleutnant Sigismund von Förster
15. Januar 1941 bis 15. April 1942 Generaloberst Walter Weiß
15. April 1942 bis 5. August 1943 General der Infanterie Friedrich Wiese
5. August 1943 bis 10. August 1944 Generalleutnant Johann de Boer
10. August bis 17. September 1944 Generalmajor Heinz Kokott
Generalstabsoffiziere (Ia) der 26. ID/26. VGD
Dienstzeit Dienstgrad Name
1. April 1936 bis 1. April 1938 Major Paul Reinhold Herrmann
1. April 1938 bis 1. März 1939 Major Franz Eccard von Bentivegni
1. März bis Oktober 1939 Oberstleutnant Alfred Tschirdewahn
5. November 1939 bis 12. Mai 1940 Major Horst Krähe
6. Juni bis 20. Dezember 1940 Hauptmann Bogislav von Bonin
20. Dezember 1940 bis 15. Juni 1943 Major Ernst-August Lassen
15. Juni bis 1. November 1943 Oberst Otto Egelhaaf
November 1943 bis April 1944 Oberstleutnant Gerhard Scholz
25. April bis 10. September 1944 Oberstleutnant August Hermani
10.–17. September 1944 Major Hans Freiherr von Tiesenhausen
Ehm, der spätere Admiral und Chef der Volksmarine, diente von 1939 bis 1941 in der Nachrichten-Abteilung 26 der 26. ID, bis er als Armeenachrichtenführer in den Stab der 16. Armee versetzt wurde.
Der spätere Chirurg, Urologe und Hochschullehrer diente ab 1939 als Sanitätsoffizier.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Insgesamt erhielten 16 Angehörige der 26. ID das Ritterkreuz und 100 wurden mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Ritterkreuzträger:

Dienstgrad Name Einheit Verleihungsdatum
Oberleutnant Helmuth Haun Regiments-Adjutant IR 77 8. August 1941
Oberst Fritz Hertzsch Regimentskommandeur IR 77 8. August 1941
Generalmajor Walter Weiß Divisionskommandeur 26. ID 12. September 1941
Major Otto Schell Bataillonskommandeur III.Btl./IR 39 19. November 1941
Oberst Friedrich Wiese Bataillonskommandeur IR 39 14. Februar 1942
Oberstleutnant Arno Stoessel von der Heyde Bataillonskommandeur I.Btl./IR 78 30. August 1942
Oberfeldwebel Friedrich Vogelsang Zugführer 12.Kp./IR 78 4. September 1942
Obergefreiter Franz Mintert Richtschütze Panzerjäger-Abteilung 26 14. September 1942
Major Kurt Matern Regimentskommandeur IR 39 14. September 1942
Leutnant Wilhelm Niggemeyer Führer 2.Kp./PiBtl. 26 18. September 1942
Unteroffizier Josef Schwertherr Gruppenführer I. Btl./IR 77 6. Oktober 1942
Oberleutnant Wilhelm Niggemeyer Bataillonsadjutant PiBtl. 26 RK mit Eichenlaub 17. Mai 1943
Unteroffizier Hermann Breer Zugführer 6.Kp./GR 78 8. August 1944
Obergefreiter Josef Beckmann III. Btl./Füsilier-Rgmt. 39 7. September 1943
Hauptmann Josef Raab Führer Kampfgruppe GR 77 16. Oktober 1944
Feldwebel Kaspar Wittkamp 4. MG-Kp./GR 77 18. Oktober 1943

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Tessin: Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945, Band 4: Die Landstreitkräfte. Nr. 15–30. 2. Auflage Osnabrück 1976, ISBN 3-7648-1083-1, VI, 300 Seiten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]