260

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Staatsoberhäupter

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260
Valerian unterwirft sich Schapur I. (Felsrelief in Naqsh-i Rustam)
Roms Truppen werden in der Schlacht von Edessa gegen das Sassanidenreich vernichtend geschlagen, Kaiser Valerian wird von Schapur I. gefangengenommen.
260 in anderen Kalendern
Äthiopischer Kalender 252/253
Bikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 316/317 (Jahreswechsel April)
Buddhistische Zeitrechnung 803/804 (südlicher Buddhismus); 802/803 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 49. (50.) Zyklus

Jahr des Metall-Drachen 庚辰 (am Beginn des Jahres Erde-Hase 己卯)

Griechische Zeitrechnung 3./4. Jahr der 259. Olympiade
Jüdischer Kalender 4020/21 (23./24. September)
Römischer Kalender ab urbe condita MXIII (1013)
Seleukidische Ära Babylon: 570/571 (Jahreswechsel April)

Syrien: 571/572 (Jahreswechsel Oktober)

Spanische Ära 298

Ereignisse[Bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten]

Römisches Reich[Bearbeiten]

Antoninian des Postumus
  • In Colonia Claudia Ara Agrippinensium, heute Köln, befinden sich Kaiser Gallienus’ Sohn Saloninus und Prätorianerpräfekt Silvanus als Statthalter des Kaisers im Nordwesten. Römische Truppen unter dem Befehl von Postumus kehren zurück, nachdem sie einer Gruppe Germanen ihre Beute abgenommen hatten. Postumus hat die Beute bereits unter seinen Soldaten aufgeteilt, als Saloninus und Silvanus fordern, dass ihnen die Beute ausgehändigt wird. Die Truppen rebellieren und ernennen Postumus zum Imperator. Postumus wird damit erster Kaiser des Imperium Galliarum. Colonia wird von Postumus belagert, Salonius und Silvanus werden ihm ausgeliefert und umgebracht.
Antoninianus des Macrianus
Antoninian des Quietus
  • September: Die führungslose Orientarmee im Osten des Reiches ernennt einen neuen Anführer. Der von Prätorianerpräfekt Ballista vorgeschlagene Heerführer Macrianus Maior muss wegen seines schlechten Gesundheitszustandes verzichten. Stattdessen werden seine Söhne Macrianus Minor und Quietus zu Gegenkaisern erhoben. Sie werden von den östlichen Provinzen und Ägypten als Herrscher anerkannt.
Augsburger Siegesaltar
  • 11. September: Der Statthalter der Provinz Raetia, Simplicinius Genialis, errichtet in der raetischen Hauptstadt Augusta Vindelicorum, heute bekannt als Augsburg, einen Siegesaltar im Gedenken an seinen Sieg über die Juthungen im April.
    Der Siegesaltar geht später verloren und wird erst 1992 wiederentdeckt. Eine Replik des Altars ist heute im Alamannenmuseum Ellwangen (Jagst) ausgestellt.
Antoninian des Regalianus
  • Im nach wie vor höchst unsicheren Pannonien ernennt sich Regalianus zum Gegenkaiser. Sein Herrschaftsbereich ist beschränkt, doch er versucht, die Provinz gegen die wachsende Gefahr der Sarmaten zu verteidigen. Regalianus fällt noch im selben Jahr im Kampf gegen die Roxolanen.
  • Im gesamten Römischen Reich droht die Wirtschaft durch die desolate politische Lage zusammenzubrechen. Die zahlreichen Usurpatoren verursachen durch ihre Münzprägungen eine starke Inflation. Hinzu kommt, dass Italia durch die Abspaltung Ägyptens von lebenswichtigen Getreidelieferungen abgeschnitten ist.

Kaiserreich China[Bearbeiten]

Sima Zhao (sitzend), Illustration einer Qing-Ausgabe der Geschichte der Drei Reiche
  • Zeit der Drei Reiche: Wei-Regent Sima Zhao zwingt den jungen Kaiser Cao Mao zum zweiten Mal, ihm die Neun Ehrenzeichen anzubieten, die dieser erneut, scheinbar bescheiden, ablehnt.
  • Kaiser Sun Xiu der Wu-Dynastie veranlasst den Bau eines riesigen künstlichen Sees, des Puli-Sees, als Verteidigung gegen Wei-China. Der Bau muss später abgebrochen werden.
  • Der neunzehnjährige Kaiser Cao Mao dringt mit seinen Dienern und der Palastwache in Sima Zhaos Landsitz ein, um den übermächtigen Hofverwalter zu stürzen. Der dortige Kriegsherr Jia Chong gibt den Befehl, Sima Zhao um jeden Preis zu verteidigen. Der Kaiser wird von dem Offizier Cheng Ji mit einem Speer getötet. Das chinesische Volk, aufgebracht durch die Ermordung Kaiser Cao Maos, fordert die Hinrichtung des Kriegsherrn Jia Chong. Sima Zhao dagegen lässt Cao Mao posthum zum Fürsten degradieren. Der kaisertreue Wang Jing wird mit seiner Familie ermordet. Sima Zhao bestimmt den vierzehnjährigen Cao Huang zum neuen Kaiser.
  • Neunzehn Tage nach dem Umsturzversuch Cao Maos beschuldigt Sima Zhao den General Cheng Ji, der den Kaiser mit seinem Speer getötet hatte, sowie seine Brüder des Verrats und lässt sie und ihre Familien hinrichten. Der Kriegsherr Jia Chong wird dagegen verschont.

„Selbst ein Tagelöhner kennt Sima Zhaos Herz.“

Cao Mao: Chinesisches Sprichwort bezüglich eines offenen Geheimnisses.

Religion[Bearbeiten]

  • 22. Juli: Dionysius wird zum Bischof von Rom gewählt und sieht sich mit der Aufgabe konfrontiert, die Kirche nach Christenverfolgungen neu zu organisieren.
  • Kaiser Gallienus beendet die unter seinem Vater verordnete Christenverfolgung im römischen Reich. Mit dem Toleranzedikt werden sie dem Judentum insofern gleichgestellt, als dass nun auch sie den Kaiserkult verweigern dürfen. Die Huldigung der ehemaligen römischen Kaiser als Götter ist als einzige religiöse Handlung Pflicht für alle Römer. Juden und Christen lehnen dies jedoch vehement ab. Der Toleranzedikt hat für 34 Jahre Bestand.
  • Der römische Senat beschließt, dass Salonius, der Sohn von Gallienus, als Divus Quondam Gallienus in den Götterhimmel aufgenommen wird.

Geboren[Bearbeiten]

  • um 260: Arius, Theologe und Begründer des Arianismus († 336)

Gestorben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 260 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien