267. Infanterie-Division (Wehrmacht)
| 267. Infanterie-Division | |
|---|---|
| Aktiv | 26. August 1939–3. August 1944 |
| Land | |
| Streitkräfte | Wehrmacht |
| Teilstreitkraft | Heer |
| Typ | Infanteriedivision |
| Grobgliederung | Siehe Gliederung |
| Stärke | 15.000 Soll |
| Aufstellungsort | Hannover |
| Kommandeure | |
| Liste der | Kommandeure |
Die 267. Infanterie-Division war ein militärischer Großverband der Wehrmacht.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Divisionsgeschichte
Die 267. ID wurde am 26. August 1939 als Division der 4. Aufstellungswelle im Wehrkreis XI in Hannover aufgestellt. Im selben Jahr wurde die Division an die Ruhr nach Jülich-Düren-Zülpich verlegt, um Sicherungsaufgaben an der Westgrenze zu Frankreich wahrzunehmen. Während des Westfeldzuges marschierte die 267. ID durch Belgien und nahm Lille ein, über Reims stieß sie bis über die Marne und Seine bis nach Avallon. Im Rahmen der Operation Barbarossa nahm die 267. ID am Überfall auf die Sowjetunion teil und marschierte mit der Heeresgruppe Mitte über Pinsk, Sluzk, über die Beresina bis zum Dnjepr. Bei Roslawl und an der Dessna war sie in größere Kämpfe verwickelt. Im Winter 1941 gehörte sie zu der deutschen Angriffsformation während der Operation Taifun auf Moskau. Dabei gelangte sie bis auf die Linie Rusa und Naro Fominsk nördlich von Moskau, wo sie zahlreichen sowjetischen Artillerieüberfällen ausgesetzt war. Die 267. ID gehörte dabei zur Panzergruppe 4 unter Generaloberst Erich Hoepner, deren Angriff bei einem Temperaturabfall auf -52 °C zusammenbrach. An der Moskwa bezog die 267. ID und ihr stark geschwächtes IR 497 ihre Winterstellung und musste mit zahlenmäßig großer Unterlegenheit einen größeren Frontabschnitt sichern. Die Rote Armee erkannte den Schwachpunkt zwischen Panzergruppe 4 und 4. Armee und konzentrierte ihre Angriffe auf diesen Abschnitt. Ihr Angriff erfolgte mit dem II. Garde-Kavallerie-Korps unter General Dowator und Skikampfgruppen, wobei diese Einheiten die Feldposten an der Moskwa-Linie zwischen Swenigorod und Istra mühelos überwältigen konnten, zwischen IR 467 und IR 487 eindrangen und den Einbruch kontinuierlich vergrößerten. General Martinek, Divisionskommandeur der 267. ID verlor die Verbindung zwischen Stab und den beiden Infanterie-Regimentern. Die Division erlitt dabei erhebliche Verluste. Aufgrund des zunehmenden Drucks der Roten Armee musste sich die 267. ID 1942 hinter die Rusa-Stellung zurückziehen und wurde daraufhin zur Rollbahn Rosslawl-Juchnow bei Spas-Demensk verlegt. Im Frühjahr 1943 während der Operation Büffelbewegung erhielt sie den Auftrag die Büffelstellung bei Spass Demensk zu halten. Im Sommer 1943 begann der Rückzug in Richtung Westen zum Dnjepr. Im Jahr 1944 kam es zu zahlreichen Abwehrkämpfen in Weißrussland.[1] Während der sowjetischen Sommeroffensive wurde die Division im Juni 1944 im Kessel von Minsk vollständig vernichtet und offiziell am 3. August 1944 aufgelöst.
[Bearbeiten] Gliederung
Herkunft/Stationierung der Regimenter:
- Infanterie-Regiment 467: Zerbst,Blankenburg und Halberstadt [1]
- Infanterie-Regiment 487: Hildesheim, Bergen und Hameln
- Infanterie-Regiment 497: Braunschweig, Osterode und Bergen (später Göttingen)
| 1939 | 1942 | 1944 |
|---|---|---|
| Infanterie-Regiment 467 | Grenadier-Regiment 467 | |
| Infanterie-Regiment 487 | Grenadier-Regiment 487 | |
| Infanterie-Regiment 497[2] | -- | Grenadier-Regiment 497 |
| Aufklärungs-Abteilung 267 | Schnelle Abteilung 267 | Füsilier-Bataillon 267 |
| Artillerie-Regiment 267[3] | Artillerie-Regiment 267 | |
| Panzerabwehr-Abteilung 267 | -- | Panzerjäger-Abteilung 267 |
| Pionier-Bataillon 267 | ||
| Nachrichten-Abteilung 267 | ||
| Versorgungseinheiten 267 | ||
| -- | Feldersatz-Bataillon 267 | |
[Bearbeiten] Personen
| Dienstzeit | Dienstgrad | Name |
|---|---|---|
| 26. August 1939 – 16. Juni 1941 | General der Panzertruppe | Ernst Feßmann |
| 16. Juni 1941 – 10. November 1941 | Generalmajor | Friedrich-Karl von Wachter |
| 10. November 1941 – 2. Januar 1942 | Generalleutnant | Robert Martinek |
| 2. Januar 1942 – 31. März 1942[4] | Generalmajor | Karl Fischer |
| 31. März 1942 – 8. Juni 1943 | Generalleutnant | Friedrich Stephan |
| 8. Juni 1943 – 13. August 1944[5] | Generalleutnant | Otto Drescher |
- Wilhelm Bleckwenn (*21. Oktober 1906 in Berge bei Hannover; † 10. Mai 1989 in Saarbrücken)
- Bleckwenn war Regimentskommandeur des GR 487 im Rang eines Oberst, nach der Zerschlagung der Heeresgruppe Mitte kämpfte er sich zusammen mit Überlebenden von der Beresina und Dnjepr bis nach Ostpreußen durch, wo er am 17. August 1944 eintraf.[6]
[Bearbeiten] Literatur
- Georg Tessin: Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 8: Die Landstreitkräfte 201–280. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1979, ISBN 3-7648-1174-9.
- French Maclean: Quiet Flows the Rhine: German General Officer Casualties in World War II, J J Fedorowicz Publishing, 1996, ISBN 978-0921991328.
[Bearbeiten] Weblinks
- 200th through 370th German Infantry, Security, and Panzer Grenadier Divisions. Organizations and Histories 1939-1945, Nafziger Collection, Combined Armed Research Library.
[Bearbeiten] Anmerkungen und Einzelnachweise
- ↑ a b http://www.balsi.de/Weltkrieg/Einheiten/Infanteriedivisionen/267-ID.htm
- ↑ am 1. Mai 1942 aufgelöst und am 10. Februar 1944 neu aufgestellt
- ↑ mit vier Abteilungen
- ↑ im Einsatz bei Uljewo in der Nähe von Wjasma getötet. Fischer wurde posthum zum Generalmajor befördert
- ↑ im Einsatz am Njemen-Fluss getötet
- ↑ http://www.powcamp.fsnet.co.uk/Generalmajor%20Wilhelm%20Bleckwenn.htm