3. Panzer-Grenadier-Division
| 3. Infanterie-Division 3. Infanterie-Division (mot.) 3. Panzer-Grenadier-Division |
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|---|---|
![]() Truppenkennzeichen |
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| Aktiv | 23. Juni 1943–16. April 1945 (Kapitulation) |
| Land | |
| Streitkräfte | Wehrmacht |
| Teilstreitkraft | Heer |
| Typ | Panzer-Grenadier-Division |
| Grobgliederung | Gliederung |
| Stationierungsort | Frankfurt (Oder) |
| Zweiter Weltkrieg | Polenfeldzug 1939 Westfeldzug 1940 |
| Kommandeure | |
| Liste der | Kommandeure |
Die 3. Panzer-Grenadier-Division war ein militärischer Großverband der Wehrmacht im Deutschen Reich. Sie war Nachfolgerin der 3. Infanterie-Division (mot.) und der 3. Infanterie-Division.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Divisionsgeschichte
Nachdem die Division am 26. August 1939 einsatzbereit war, ging sie am 1. September 1939 im Rahmen des II. Armeekorps der 4. Armee in der Heeresgruppe Nord über die polnische Grenze. Als die Weichsel überquert war, marschierte sie auf Warschau und war an der Einnahme beteiligt (→ Schlacht um Warschau (1939)).
Im Oktober wurde sie in die Eifel verlegt, um die deutsche Westfront zu sichern. Als am 10. Mai 1940 der Westfeldzug begann, stand sie in vorderster Front und unter dem Befehl des III. Armeekorps der 12. Armee und überschritt die luxemburgische Grenze. Die Division überschritt die Maas bei Nouzonville und übernahm die Flankensicherung für die Panzerkräfte, die in Richtung Kanalküste angriffen. In der zweiten Feldzugsphase griff sie nach Süden an und sicherte nach Ende des Feldzugs die Demarkationslinie. Hier erfolgte die Umgliederung in eine motorisierte Infanteriedivision.
Am 22. Juni 1941 stand die neu formierte Division im Nordabschnitt der Ostfront unter dem Kommando der Panzergruppe 4 bereit, um den Angriff auf die Sowjetunion durchzuführen. Nachdem sie bis September 1941 Demjansk erreicht hatte, verlegte sie zur Heeresgruppe Mitte, um den Angriff auf Moskau zu unterstützen. Sie kam bis Burzewo, 40 Kilometer vor Moskau, musste aber dann zur Verteidigung übergehen und sich wieder zurückziehen.[1]
Bis April 1942 verteidigte die Division im mittleren Frontabschnitt der Ostfront. Als sich die Lage dann einigermaßen stabilisiert hatte, zog man sie aus der Front, frischte sie auf und verlegte sie in den Südabschnitt der Ostfront. Hier ging die Division im XXXXVII. Panzerkorps der 4. Panzerarmee nach Beginn der Sommeroffensive auf Woronesch am Don vor und eroberte es am 7. Juli 1942. Danach ging es weiter nach Süden zur 6. Armee, um dort mit dem XIV. Panzerkorps am Angriff in den Donbogen teilzunehmen. Am 11. August wurde Kalatsch am Don erreicht und der Angriff in Richtung Stalingrad-Nord fortgesetzt. Nach der sowjetischen Offensive, die zur Einkesselung der 6. Armee führte, war auch die 3. Infanterie-Division (mot.) eingeschlossen. Nur wenige Einheiten befanden sich außerhalb des Kessels. Am 31. Januar 1943 gingen die Überlebenden der Kesselschlacht in Gefangenschaft.[1]
Im Juli 1943 wurde die neu aufgestellte 3. Panzer-Grenadier-Division (siehe Gliederung) von Frankreich nach Italien verlegt. Im September nahm sie an der Entwaffnung des italienischen Heeres teil. Danach erfolgte der Einsatz einer verstärkten Kampfgruppe am US-amerikanischen Landungskopf in Salerno. Über Neapel im Oktober und Monte Cassino im Januar erfolgte ein langsamer Rückzug nach Norden. Im Januar Kampf gegen die US-amerikanische Landung bei Anzio-Nettuno. Bis Mitte Juni Rückzug bis nördlich von Rom und Verteidigung in der Heinrich-Stellung.[2]
Die Division wurde Mitte August aus der Front herausgezogen und zur 1. Armee an die Westfront entsandt. Dort kam sie zwischen Marne und Mosel zu ihren ersten Einsätzen. Ab Mitte Oktober in den Kampfraum um Aachen verlegt, kämpfte sie in der Schlacht um Aachen. Ab 20. Dezember 1944 im Rahmen der Ardennenoffensive eingesetzt, kämpfte sie im Bereich der 6. SS-Panzerarmee um Bastogne. Nach dem Scheitern der Offensive erfolgte der Rückzug auf den Rhein südlich von Köln, ins Siegerland und den Raum um Iserlohn. Dort erfolgte am 16. April 1945 die Kapitulation.[3]
[Bearbeiten] Gliederung
Die in Frankfurt (Oder) im Wehrkreis III (Berlin) aufgestellte 3. Infanterie-Division bestand im August 1939 aus dem
- Infanterie-Regiment 8 (Standort Frankfurt (Oder))
- Infanterie-Regiment 29 (Guben)
- Infanterie-Regiment 50 (Landsberg an der Warthe)
- Artillerie-Regiment 3 (Frankfurt (Oder))
- Aufklärungs-Abteilung 3 (Fürstenwalde)
- Panzerabwehr-Abteilung 3 (Frankfurt (Oder))
- Pionier-Bataillon 3 (Küstrin)
- Nachrichten-Abteilung 3 (Potsdam)
Sie wurde im August 1940 in eine motorisierte Infanterie-Division umgegliedert. Das Infanterie-Regiment 50 gab die Division an die neu aufgestellte 111. Infanterie-Division ab. Die verbleibenden Einheiten wurden motorisiert, teilweise auch umbenannt. Im Juni 1942 kamen die Panzer-Abteilung 103 und die Heeres-Flak-Artillerie-Abteilung 312 neu hinzu.[4]
Die Umgliederung zur Panzer-Grenadier-Division war praktisch eine Neuaufstellung, da die alte Division im Kessel von Stalingrad verblieb. Nur wenige Teileinheiten, Genesende und Urlauber hatten noch in der alten Division gedient. Zur Neuaufstellung verwandte man die 386. Infanterie-Division (mot.), die in Lyon/Frankreich gerade aufgestellt wurde. Ihre Einheiten erhielten die gleichen Nummern der alten Division. Am 23. Juni 1943 war die Aufstellung abgeschlossen und die Division einsatzbereit.[5]
| 3. Infanterie-Division August 1939 |
3. Infanterie-Division (mot.) August 1940 |
3. Panzer-Grenadier-Division Neuaufstellung Juni 1943 |
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[Bearbeiten] Kommandeure
(Angegeben ist der jeweils letzte Dienstgrad im entsprechenden Zeitraum.)
[Bearbeiten] 3. Infanterie-Division
- Generalmajor Curt Haase, 4. April 1934 – 3. Juli 1936
- Generalleutnant Walter Petzel, 3. Juli 1936 – 11. Oktober 1938
- Generalleutnant Walter Lichel, 11. Oktober 1938 – 1. Oktober 1940
[Bearbeiten] 3. Infanterie-Division (mot.)
- Generalleutnant Paul Bader, 1. Oktober 1940 – 25. Mai 1941
- Generalleutnant Curt Jahn, 25. Mai 1941 – 1. April 1942
- Generalleutnant Helmuth Schlömer, 1. April 1942 – 15. Januar 1943
- Oberst i. G. Jobst Freiherr von Hanstein, 15. Januar 1943 – 28. Januar 1943
[Bearbeiten] 3. Panzer-Grenadier-Division
- Generalleutnant Fritz-Hubert Gräser, 1. März 1943 – 1. Juni 1944
- Oberst Hans Hecker, März 1944 (mit der Führung beauftragt)
- Generalleutnant Hans-Günther von Rost, 1. Juni 1944 – 25. Juni 1944
- Generalmajor Hans Hecker, 25. Juni 1944 – 3. Oktober 1944
- Generalmajor Kurt Cuno, Oktober 1944
- Oberst Emanuel von Kiliani, Oktober 1944
- Generalleutnant Walter Denkert, Oktober 1944 – April 1945
[Bearbeiten] Bekannte Divisionsangehörige
- Bernhard Bechler, Innenminister des Landes Brandenburg in der Sowjetischen Besatzungszone und General der Nationalen Volksarmee
- Friedrich Gustav Jaeger, Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944
- Hubertus von Preußen, preußischer Prinz und Enkel Kaiser Wilhelms II.
[Bearbeiten] Ritterkreuzträger
| Name | Auszeichnung | Verleihungsdatum | Dienstgrad | Einheit | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|---|
| Gräser, Fritz Hubert[6] | Eichenlaub | 26. Jun. 1944 | Generalleutnant | Kdr. 3. Panzer-Grenadier-Division | als 517. Soldat |
| Haen, Rudolf[6] | Eichenlaub | 21. Sep. 1944 | Major | Kdr. Pz.Abt 103 | als 590. Soldat |
| Schlömer, Helmuth[6] | Eichenlaub | 23. Dez. 1942 | Generalmajor | Kdr. 3. Inf.Div (mot.) | als 161. Soldat |
| Littmann, Walter[6] | Ritterkreuz | 17. Apr. 1945 | Hauptmann | Fhr. I./Pz.Gren.Rgt 8 | |
| Zillis, Karlheinz[6] | Ritterkreuz | 11. Dez. 1944 | Leutnant d.R. | Fhr. 10./Gren.Rgt 8 (mot.) | |
| Freiherr von Beaulieu-Marconnay, Sigurd-Horstmar[6] | Ritterkreuz | 20. Jan. 1943 | Oberst | Kdr. Gren.Rgt 29 (mot.) | |
| Borchert, Ernst[6] | Ritterkreuz | 29. Sep. 1941 | Oberleutnant | Chef 1./Inf.Rgt 29 (mot.) | |
| Jettung, Ernst[6] | Ritterkreuz | 4. Jun. 1944 | Oberfeldwebel | Zugführer i. d. 1./Gren.Rgt 29 (mot.) | |
| Kracht, Hermann[6] | Ritterkreuz | 25. Dez. 1944 | Oberfeldwebel | Zugführer i. d. 12.(MG)/Gren.Rgt 29 (mot.) | |
| Semrau, Norbert[6] | Ritterkreuz | 6. Apr. 1944 | Leutnant d.R. | Zugführer i. d. 1./Gren.Rgt 29 (mot.) | |
| Türke, Gerhard[6] | Ritterkreuz | 17. Dez. 1942 | Oberleutnant d.R. | Chef 3./Inf.Rgt 29 (mot.) | |
| Walter, Gerhard[6] | Ritterkreuz | 1. Jan. 1944 | Oberfeldwebel | Zugführer i. d. 5./Gren.Rgt 29 (mot.) | |
| Beschnidt, Werner[6] | Ritterkreuz | 4. Okt. 1944 | Oberleutnant | Fhr. 2./Pz.Abt 103 | |
| Haen, Rudolf[6] | Ritterkreuz | 18. Dez. 1942 | Hauptmann | Chef 1./Pz.Abt 103 | |
| Scherf, Fritz[6] | Ritterkreuz | 30. Sep. 1944 | Oberfeldwebel | Zugführer i. d. 2./Pz.Abt 103 | |
| Stünzner von, Ewald[6] | Ritterkreuz | 10. Sep. 1942 | Hauptmann | Chef 3./Pz.Abt 103 | |
| Walz, Hans[6] | Ritterkreuz | 14. Apr. 1945 | Oberleutnant | Chef 1./Pz.Abt 103 | |
| Wolf, Wilhelm[6] | Ritterkreuz | 7. Aug. 1942 | Stabsfeldwebel | Zugführer i. d. 2./Pz.Abt 103 | |
| Apitzsch, Karl-Arthur[6] | Ritterkreuz | 4. Nov. 1943 | Oberleutnant | VB i. d. 4./Art.Rgt 3 (mot.) | |
| Becker, Paul[6] | Ritterkreuz | 25. Okt. 1942 | Obergefreiter | Richtkanonier i. d. 10./Art.Rgt 3 (mot.) | |
| Schwarz, Heinrich[6] | Ritterkreuz | 15. Jan. 1943 | Obergefreiter | Richtkanonier i. d. 10./Art.Rgt 3 (mot.) | |
| Tippelskirch von, Adolf-Hilmar[6] | Ritterkreuz | 29. Sep. 1941 | Oberleutnant | Chef 1./Art.Rgt 3 (mot.) | |
| Speckenheier, Helmut[6] | Ritterkreuz | 7. Okt. 1942 | Oberleutnant | Fhr. 3./Heeres-Flak.Art.Abt 312 | |
| Mirau, Harry[6] | Ritterkreuz | 13. Nov. 1942 | Gefreiter | Richtschütze i. d. 3./Pz.Jäg.Abt 3 | |
| Ball, Gerhard[6] | Ritterkreuz | 23. Nov. 1941 | Hauptmann | Fhr. Aufkl.Abt 53 (mot.) | |
| Erdmann, Albrecht[6] | Ritterkreuz | 12. Sep. 1941 | Oberstleutnant | Kdr. KradSchtz.Btl 53 | |
| Stracke, Walter[6] | Ritterkreuz | 21. Nov. 1942 | Oberleutnant d.R. | Chef 2./KradSchtz.Btl 53 | |
| Heinze, Otto[6] | Ritterkreuz | 6. Nov. 1942 | Oberfeldwebel | Zugführer i. d. 2./Pi.Btl 3 (mot.) | |
| Schubert, Paul-Georg[6] | Ritterkreuz | 2. Mär. 1944 | Oberfeldwebel | Zugführer i. d. 3./Pi.Btl 3 (mot.) | |
| Wegener, Werner[6] | Ritterkreuz | 24. Dez. 1944 | Major d.R. | Kdr. Pi.Btl 3 (mot.) | |
| Wehrmann, Gerhard[6] | Ritterkreuz | 3. Nov. 1944 | Hauptmann | Fhr. Felders.Btl 3 |
[Bearbeiten] Literatur
- Rolf Stoves: Die gepanzerten und motorisierten deutschen Großverbände 1935–1945. Ed. Dörfler im Nebel-Verlag, Eggolsheim 2003, ISBN 3-89555-102-3.
- Georg Tessin: Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945. Band 2. Die Landstreitkräfte 1–5. 2. Auflage. Biblio-Verlag, Bissendorf 1973, ISBN 3-7648-0871-3.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ a b Rolf Stoves: Die gepanzerten und motorisierten deutschen Großverbände 1935–1945. Ed. Dörfler im Nebel-Verlag, Eggolsheim 2003, ISBN 3-89555-102-3, S. 33–34.
- ↑ Rolf Stoves: Die gepanzerten und motorisierten deutschen Großverbände 1935–1945. Ed. Dörfler im Nebel-Verlag, Eggolsheim 2003, ISBN 3-89555-102-3, S. 36.
- ↑ Rolf Stoves: Die gepanzerten und motorisierten deutschen Großverbände 1935–1945. Ed. Dörfler im Nebel-Verlag, Eggolsheim 2003, ISBN 3-89555-102-3, S. 36–37.
- ↑ Rolf Stoves: Die gepanzerten und motorisierten deutschen Großverbände 1935–1945. Ed. Dörfler im Nebel-Verlag, Eggolsheim 2003, ISBN 3-89555-102-3, S. 32–33.
- ↑ Rolf Stoves: Die gepanzerten und motorisierten deutschen Großverbände 1935–1945. Ed. Dörfler im Nebel-Verlag, Eggolsheim 2003, ISBN 3-89555-102-3, S. 35.
- ↑ a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae Veit Scherzer: Ritterkreuzträger 1939–1945, Scherzers Militaer-Verlag, ISBN 978-3-938845-17-2 S. 187ff
3. | 10. | 14. | 15. | 16. | 18. | 20. | 25. | 29. | 90. | 233. | Großdeutschland | Brandenburg | Feldherrnhalle | Kurmark | Fallschirm 2
