3. Sinfonie (Prokofjew)

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Die Sinfonie Nr. 3 in c-Moll, Opus 44 (komponiert 1928, uraufgeführt in Paris am 17. Mai 1929, Dirigent: Pierre Monteux) ist die musikalisch problematischste und, trotz anfänglichem Erfolg, am seltensten aufgeführte der sieben Sinfonien von Sergei Sergejewitsch Prokofjew. Das überaus komplexe, harsch instrumentierte Werk bezieht die Mehrzahl seiner Themen und Motive aus der erst posthum (1954) und ebenfalls selten aufgeführten Oper Der feurige Engel (nach dem Roman Der feurige Engel von Waleri Brjussow) und leidet an dem Mangel an Bekanntschaft seines Bühnenpendants. Darin weist Prokofjews Dritte Sinfonie eine ähnliche Problematik wie Paul Hindemiths Sinfonie zur Oper Die Harmonie der Welt auf. Die Dritte Sinfonie leidet zudem an der ungleichen Gewichtung ihrer Ecksätze: Die Dauer des Schlusssatzes beträgt kaum die Hälfte der des Kopfsatzes, ohne jedoch in der Instrumentierung in irgendeiner Hinsicht leichter zu sein. Darin weist Prokofjews Dritte eine rein zufällige Ähnlichkeit mit der ebenfalls problematischen Dritten Sinfonie von Anton Bruckner auf.

Das Werk besteht aus vier Sätzen und dauert knapp 35 Minuten.

  1. Moderato
  2. Andante
  3. Allegro agitato
  4. Andante mosso - Allegro agitato

Das Anfangsthema des ersten Satzes entspricht dem Hauptthema der letzten und wildesten Szene der Oper, der Besessenheitsszene im Kloster. Der strukturell unruhigste und musikalisch dissonanteste dritte Satz weist außerdem Bezüge auf die Zweite Klaviersonate von Frédéric Chopin auf.

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