3. Sinfonie (Saint-Saëns)

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Karikatur Saint-Saëns' aus dem Jahr 1883

Die 3. Sinfonie in c-Moll, op. 78, auch Orgelsinfonie genannt, ist ein Werk für Orchester und Orgel des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Instrumentierung und Satzbezeichnungen

[Bearbeiten] Instrumentierung

[Bearbeiten] Satzbezeichnungen

  1. Satz: Adagio – Allegro moderato, Poco adagio
  2. Satz: Allegro moderato – Presto, Maestoso – Allegro

[Bearbeiten] Allgemeines

Die Sinfonie wurde in den Jahren 1885 und 1886 komponiert. Saint-Saëns schrieb die Sinfonie 27 Jahre nach ihrer Vorgängerin, der 2. Sinfonie, sie ist seine fünfte und letzte Sinfonie. Die Uraufführung erfolgte in London 1886 unter Saint-Saëns' Leitung. Das Werk besteht aus zwei Sätzen, der Komponist schrieb allerdings hierzu, obwohl sie „...in zwei Sätze unterteilt ist, behält sie im Prinzip die traditionelle Viersätzigkeit bei, dabei dient der erste Satz, der in der Durchführung abbricht, als Einleitung zum Adagio, und auf dieselbe Weise ist das Scherzo mit dem Finale verknüpft“[1] Eine Aufführung der Sinfonie dauert in der Regel zwischen 35 und 40 Minuten.

Die Sinfonie ist dem Komponisten Franz Liszt gewidmet, den Saint-Saëns persönlich kannte. Das Werk ist der Nachklang einer tiefen Lebens- und Schaffenskrise, in die Saint-Saëns nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1888 verfallen war. Er selbst schrieb zur Sinfonie: Hier habe ich alles gegeben, was ich geben konnte... so etwas wie dieses Werk werde ich nie wieder schreiben.[2]

Der Beiname des Werks ist Orgelsinfonie, obwohl die Orgel darin keine maßgebliche Rolle spielt und auch erst im Verlauf des Stück zu spielen beginnt. Treffender ist dies in der französischen Sprache ausgedrückt: Symphonie No. 3 "avec orgue" (mit Orgel). Sie ist eine der bekanntesten, meistaufgeführtesten und herausragendsten Kompositionen Saint-Saëns'.[3]

[Bearbeiten] Literatur

  • Michael Stegemann: Camille Saint-Saëns: Orgel Symphonie. Beiheft zu James Levine (Dirigent): Saint-Saëns: Orgel-Symphonie, Deutsche Grammophon, Hamburg 1987
  • Philippe Mongeot: Saint Saëns: Die fünf Sinfonien. Beiheft zu Jean Martinon (Dirigent): Saint-Saëns: Les 5 Symphonies, EMI, 2003

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Referenzen

  1. Zitat aus: Michael Stegemann: Camille Saint-Saëns: Orgel Symphonie.
  2. Zitiert nach: Michael Stegemann: Camille Saint-Saëns mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, 1988.
  3. Norman Lloyd: Großes Lexikon der Musik. 2. Auflage. Bertelsmann Lexikon-Verlag, 1978.
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