380.000 Volt – Der große Stromausfall

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Filmdaten
Originaltitel 380.000 Volt –
Der große Stromausfall
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 92 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
Stab
Regie Sebastian Vigg
Drehbuch Christoph Darnstädt
Produktion Constantin Television GmbH
Friedrich Wildfeuer
Robin von der Leyen
Musik Kay Skerra
Kamera Peter Nix
Schnitt Daniela Beauvais
Besetzung

380.000 Volt – Der große Stromausfall ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2010 nach dem Drehbuch von Christoph Darnstädt. Regie führte Sebastian Vigg.

Handlung[Bearbeiten]

Es hätte nicht schlimmer kommen können: Mitten im Winter bricht die Stromversorgung in Deutschlands Hauptstadt Berlin zusammen. Mehr als drei Millionen Menschen sitzen buchstäblich im Dunkeln. Der Katastrophenzustand wird ausgerufen. Es kommt zu Plünderungen und Massenpanik. Anja Radke (Ann-Kathrin Kramer), die Hauptfigur des Films, ist eine seit Jahren zuverlässig für den Stromkonzern arbeitende leitende Ingenieurin.

Als sie eines Abends Unregelmäßigkeiten bemerkt, schickt sie vorsichtshalber ein Wartungsteam zu den anscheinend überlasteten Trafos. Hierbei kommt es zu einem Unfall mit Todesfolge. Im Nordosten Berlins bricht die Stromversorgung völlig zusammen. Der Konzernvorstand gibt Anja die Schuld an diesem katastrophalen Stromausfall, den sie sich nicht erklären kann. Ihr Kollege Beetz, der Aufschluss über die Ursache geben könnte, gerät in einen schweren Autounfall und ist nicht mehr ansprechbar. In dem entstandenen Ausnahmezustand muss sie sich auch noch Sorgen um ihre 16-jährige Tochter machen, die gerade an diesem Abend mit ihrem Freund zu einer Party unterwegs ist.

Um ihre Unschuld zu beweisen, geht Anja aufs Ganze: Mit ihrem Kollegen Volanski riskiert sie ein gewagtes Experiment, bei dem beide ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen. Dies scheint aber der einzige Weg zu sein, um die Stromversorgung in Berlin wiederherstellen zu können. Schließlich stellt sich heraus, dass die ursprüngliche Panne von Beetz im Auftrag des Vorstands absichtlich herbeigeführt worden war, um die angebliche Notwendigkeit eines zusätzlichen Kraftwerks zu verdeutlichen.

Ausstrahlung[Bearbeiten]

Die deutsche Erstausstrahlung auf Sat.1 erfolgte am 30. November 2010. Der Film erreichte eine Einschaltquote von durchschnittlich 3,30 Millionen Zuschauern an dritter Stelle nach RTL und Das Erste.[2]

Hintergrund[Bearbeiten]

Ihren großen Auftritt bei den Dreharbeiten zum Film hatte die Freiwillige Feuerwehr von Malchow. Gedreht wurde in der Prenzlauer Allee in Berlin.[3]

Kritik[Bearbeiten]

Der Film wird eher negativ beurteilt. In der Kritik stehen die zu vordergründig wirkenden Klischees und die zuweilen unrealistisch wirkende Handlung. Teils platte Dialoge und Ungenauigkeiten in der Darstellung technischer Sachverhalte mindern den Sehwert beim Rezipienten. Stellvertretend für sehr viel unfreundlichere Kritiken steht das folgende Zitat.

„[…] Würde Langeweile leuchten, könnte dieser Film ein kleines Kernkraftwerk einsparen. […] Mit viel Geld für Effekte und mit überzeugenden Schauspielern, mit einem stringenten Drehbuch und nur der Hälfte der Klischees hätte aus dem Thema womöglich ein brauchbarer Katastrophenfilm werden können. […]“

Beate Strobel: Focus[4]

Sonstige Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Am 2. Dezember 2010 erschien 380.000 Volt – Der große Stromausfall auf DVD.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung. FSK, 22. September 2010, abgerufen am 18. November 2010 (PDF, 33 KB).
  2. Jakob Bokelmann: Primetime-Check: Dienstag, 30. November 2010. quotenmeter.de, abgerufen am 1. Dezember 2010.
  3. Der große Stromausfall – Besuch am Set. radio tele nord, 23. November 2009, abgerufen am 1. Dezember 2010 (Fotostrecke mit vielen Fotos vom Dreh).
  4. Beate Strobel: Nur Schwachstrom. Focus, 1. Dezember 2010, abgerufen am 1. Dezember 2010.
  5. 380.000 Volt – Der große Stromausfall. DigitalVD.de, abgerufen am 18. November 2010.