38 Special

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt die Rockband. Zu ihrem gleichnamigen Album siehe 38 Special (Album). Zu der Revolver-Patrone siehe .38 Special
38 Special
Auftritt am 25. Juni 2010
Auftritt am 25. Juni 2010
Allgemeine Informationen
Genre(s) Southern Rock, Hard Rock, Country Rock
Gründung 1974
Website http://www.38special.com
Aktuelle Besetzung
Don Barnes
Gesang, Gitarre
Donnie Van Zant
Gitarre
Danny Chauncey
Larry Junstrom
Bobby Capps
Gary Moffatt
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Jack Grondin
Gitarre
Jeff Carlisi
Schlagzeug
Steve Brookins
Gesang, Keyboard
Max Carl
Schlagzeug
Scott Hoffman
Bass
Ken Lyons
Schlagzeug
Scott Meeder

38 Special (auch .38 Special oder Thirty-Eight Special genannt) ist eine US-amerikanische Rockband, die 1975 in Jacksonville, Florida gegründet wurde. Anfangs spielte die Band Southern Rock nach dem Vorbild von Bands wie Lynyrd Skynyrd und den Allman Brothers. Ab Ende der 1970er Jahre wandte sich 38 Special der am Mainstream orientierten Rockmusik und dem AOR zu. Die Alben der späten 1990er und 2000er Jahre werden dem Pop-Rock zugeordnet. Ihre größten kommerziellen Erfolge erreichte die Gruppe in den 1980er Jahren.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Gegründet wurde 38 Special 1975 von Sänger Donnie Van Zant, den Gitarristen Jeff Carlisi und Don Barnes, Bassist Ken Lyons und den Schlagzeugern Jack Grondin und Steve Brookins. Nachdem das Label A&M Records die Gruppe unter Vertrag genommen hatte, erschien 1977 das Debütalbum .38 Special, gefolgt vom zweiten Album Special Delivery (1978). Obwohl diese beiden Alben nur wenig Zuspruch erhielten, konnte sich die Gruppe durch zahlreiche Live-Auftritte eine solide Fan-Basis erspielen.[1] Vor den Aufnahmen zum dritten Album wurde Bassist Lyons durch Larry Junstrom ersetzt. Zugleich änderte 38 Special die musikalische Ausrichtung vom reinen Southern Rock hin zum AOR und nahm beim Songwriting die Hilfe Dritter in Anspruch.[2] Das Titelstück des 1979er Albums Rockin’ Into the Night, geschrieben von den Survivor-Mitgliedern Frankie Sullivan und Jim Peterik, wurde der erste Charterfolg der Band mit Platz 43 in den Billboard Hot 100. Zugleich übernahm Gitarrist Barnes weite Teile des Gesangs. 1981 erschien das nächste Album Wild-eyed Southern Boys und brachte den kommerziellen Durchbruch. Es erreichte Platz 18 der US-amerikanischen Album-Charts und wurde mit Platin zertifiziert, die wiederum von Jim Peterik geschriebene Single-Auskopplung Hold On Loosely stieg bis auf Platz 27 der Billboard Hot 100.

Anfang der 1980er Jahre tourte 38 Special erstmals durch Europa und fand durch ihren von zwei Schlagzeugern bestimmten Sound seine Anhänger, der kommerzielle Durchbruch gelang jedoch dort nicht.[2] In den USA hingegen wurde das 1982er Album Special Forces erneut mit Platin zertifiziert und brachte der Band mit Caught Up in You ihren ersten Top-Ten-Erfolg. Auch die beiden folgenden Alben Tour de Force (1983) und Strength in Numbers (1986) erreichten in den Billboard 200 hohe Platzierungen. 1987 verließen Don Barnes und Steve Brookins die Band, ersetzt wurde Barnes durch die Gitarristen Max Carl und Danny Chauncey.[2] Das 1987er Best-of-Album Flashback verkaufte sich zunächst schleppend, das Augenmerk der Band lag darauf, mit dem nächsten Studioalbum ihre Fans zu behalten.[1] Nachdem Donnie Van Zant und Jeff Carlisli bei der 1988er Tournee von Lynyrd Skynyrd als Live-Musiker teilgenommen hatten, veröffentlichte 38 Special das nächste Studioalbum Rock & Roll Strategy. Zwar gelingt der Band mit der Ballade Second Chance ein weiterer Top-Ten-Hit in den USA, das Album selber markierte den letzten kommerziellen Erfolg der Band.[1] 1991 kehrte Don Barnes in die Band zurück und die Besetzung wurde um Schlagzeuger Scott Hoffman und Keyboarder Bobby Capps erweitert. Mittlerweile bei Charisma unter Vertrag, erschien 1991 das Album Bone Against Steel, das nur wenig Beachtung fand. Die folgenden Jahre tourte 38 Special, ohne ein neues Album zu veröffentlichen. Erst 1997 erschien bei CBH das Comeback-Album Resolution, das keinen nennenswerten Erfolg verzeichnen konnte.

Seit Ende der 1990er Jahre veröffentlichte 38 Special zwei Studioalben und ein Live-Album, die jedoch wenig Beachtung fanden, und konzentrierte sich auf Live-Auftritte. Im Jahr 2007 war die Band Vorgruppe von Lynyrd Skynyrd und Hank Williams Jr.’s Rowdy Frynds Tour.[3] Am 27. September 2008 traten sie im Rahmen eines CMT-Crossroads-Special mit dem Country-Sänger Trace Adkins auf. Im Jahr 2009 war 38 Special die Vorgruppe für REO Speedwagon und Styx als Teil der Can’t-Stop-Rockin’-Tour.[4] Im Jahr 2010 erschien das Live-Album Live From Texas. Die Gruppe tritt nach wie vor auf. Im Herbst 2012 wurde 38 Special in die Georgia Music Hall of Fame aufgenommen.[5]

Diskografie[Bearbeiten]

Studio- und Livealben[Bearbeiten]

Jahr Album Chartplatzierung US[6] RIAA-Zertifizierung
1977 38 Special 148
1978 Special Delivery
1980 Rockin’ into the Night 57
1981 Wild-Eyed Southern Boys 18 Platin
1982 Special Forces 10 Platin
1984 Tour de Force 22 Platin
1986 Strength in Numbers 17 Gold
1988 Rock & Roll Strategy 61
1991 Bone Against Steel 170
1997 Resolution
1999 Live at Sturgis
2001 A Wild-Eyed Christmas Night
2004 Drivetrain
2010 Live From Texas

Kompilationen[Bearbeiten]

Jahr Album Chartplatzierung US[6] RIAA-Zertifizierung
1987 Flashback: The Best of 38 Special 35 Platin
2000 The Best of 38 Special
2000 Extended Versions: The Encore Collection
2001 Anthology
2003 The Very Best of the A&M Years (1977–1988)
2011 Icon

Singles[Bearbeiten]

Jahr Single Chartplatzierung US[6] Album
1980 Rockin’ Into the Night 43 Rockin’ Into the Night
1981 Hold on Loosely 27 Wild-Eyed Southern Boys
Fantasy Girl 52
Wild-Eyed Southern Boys
1982 Caught Up in You 10 Special Forces
You Keep Runnin’ Away 38
Chain Lightnin’
Back on the Track
1983 If I’d Been the One 19 Tour de Force
Back Where You Belong 20
1984 Teacher, Teacher 25 Teachers/Die Aufsässigen (Soundtrack)
1986 Like No Other Night 14 Strength in Numbers
Somebody Like You 48
Heart’s on Fire
1987 Back to Paradise 41 Flashback: The Best of 38 Special
1988 Little Sheba Rock & Roll Strategy
Rock & Roll Strategy 61
1989 Second Chance 6
Comin’ Down Tonight 67
1991 Rebel to Rebel Bone Against Steel
The Sound of Your Voice 33
1997 Fade to Blue Resolution

Literatur[Bearbeiten]

  •  Holger Stratmann (Hrsg.): RockHard Enzyklopädie. 700 der interessantesten Rockbands aus den letzten 30 Jahren. Rock-Hard-GmbH, Dortmund 1998, ISBN 3-9805171-0-1, S. 414.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Stephen Thomas Erlewine: 38 Special - Biography. Allmusic, abgerufen am 24. Mai 2013 (englisch).
  2. a b c Holger Stratmann (Hrsg.): RockHard Enzyklopädie. S. 414.
  3.  Ray Waddell: On The Road: Friday And Saturday Night Special. In: Billboard Magazine. 2. Juni 2007, S. 16.
  4.  Jonathan Cohen et al.: Latest Buzz: Don't Stop The Rock. In: Billboard Magazine. 2009, S. 34.
  5. Michele Caplinger: Atlanta - GEORGIA MUSIC HALL OF FAME AWARDS SHOW Member Discount Ticket! grammy365.com, 17. September 2012, abgerufen am 24. Mai 2013 (englisch).
  6. a b c www.allmusic.com: 38 Special Charts & Awards

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 38 Special – Sammlung von Bildern