4. Lothringisches Infanterie-Regiment Nr. 136

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4. Lothringisches Infanterie-Regiment Nr. 136
Aktiv 1. März 1887 bis Januar 1919
Land Königreich Preußen
Streitkräfte Preußische Armee
Truppengattung Infanterie
Unterstellung XV. Armee-Korps
Historische Stationierungsorte Straßburg

Das 4. Lothringisches Infanterie-Regiment Nr. 136 war ein Infanterie-Regiment der Preußischen Armee.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Regiment wurde am 11. März 1887 aus folgenden Kompanien der Infanterieregimenter errichtet: 4./8, 6./48, 6./52, 8./12, 5./20, 8./24, 12./35, 12./64, 2./93, 10./27, 12./26 und 8./66. Die Garnison lag in Straßburg.

Gemeinsam mit dem Infanterie-Regiment „König Wilhelm II. von Württemberg“ (6. Königlich Sächsisches) Nr. 105 bildete sie die zur 30. Division gehörende 85. Infanterie-Brigade.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Das Regiment machte am 2. August 1914 mobil. Nach schweren Verlusten bei Blanzy wurden die Reste des Regiments in einem Bataillon zusammengefasst. Ende des Monats war das Regiment wieder aufgefüllt. Infolge weiterer Verluste löste man am 20. August 1918 die 4., 8. und 11. Kompanie auf.

Verbleib[Bearbeiten]

Nach Kriegsende marschierten die Reste des Regiments nach Bad Wildungen, wo die Einheit ab Januar 1919 zunächst demobilisiert und schließlich aufgelöst wurde. Aus Teilen hatte sich Ende Dezember 1918 bereits ein Freiwilligen-Bataillon gebildet, das als I. Abteilung der 1. Landesschützen-Brigade (Landesschützenkorps) angehörte. Im Februar 1919 erfolgte außerdem die Aufstellung einer Freiwilligen-Kompanie, die dann als 5. Kompanie des Freikorps Eulenburg fungierte.

Die Tradition übernahm in der Reichswehr die 16. Kompanie des 12. Infanterie-Regiments.

Kommandeure[Bearbeiten]

  • 1887: Patrunky
  • 1890: von Bardeleben
  • 1894: Oberst Heinrich Gisevius
  • 1895: Pagenstecher
  • 1898: von Twardowski
  • 1902: Wahnschaffe
  • 1913: Oberst Matthies

Literatur[Bearbeiten]

  • Jürgen Kraus: Handbuch der Verbände und Truppen des deutschen Heeres 1914-1918. Teil VI: Infanterie. Band 1: Infanterie-Regimenter. Verlag Militaria, Wien 2007, ISBN 978-3-902526-14-4, S. 220.

Weblinks[Bearbeiten]