48. Reserve-Division (Deutsches Kaiserreich)

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48. Reserve-Division
Aktiv 25. August 1914–10. Januar 1919
Land Deutsches ReichDeutsches Reich Deutsches Reich
Streitkräfte Preußische Armee
Typ Infanterie-Division
Grobgliederung Siehe: Gliederung
Erster Weltkrieg Ostfront
Schlacht um Lodz
Schlacht in den Karpaten
Schlacht von Gorlice-Tarnów
Brussilow-Offensive

Westfront

Kommandeure
Siehe: Liste der Kommandeure

Die 48. Reserve-Division war ein Großverband der Preußischen Armee im Ersten Weltkrieg. Sie war im September 1914 gegründet worden und Teil der ersten Welle neuer Reserve-Divisionen zu Beginn des Weltkriegs, die von 43. bis 54. durchnummeriert wurden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Gliederung

Die Division war relativ gemischt, aber die meisten Angehörigen kamen aus den Gebieten des XI. und XVIII. Armee-Korps. Die Reserve-Infanterie-Regimenter Nr. 221 und 222 wurden im Großherzogtum Hessen, das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 223 in der Provinz Hessen-Nassau, mit je einem Bataillon aus dem ehemaligen Kurhessen, dem Herzogtum Nassau, und der Stadt Frankfurt am Main ausgehoben. Das Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 224 kam aus den thüringischen Staaten und der preußischen Provinz Sachsen. In ihm dienten auch zahlreiche Elsass-Lothringer.

[Bearbeiten] Kriegsgliederung am 9. Januar 1915

  • 95. Reserve-Infanterie-Brigade
    • Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 221
    • Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 222
  • 96. Reserve-Infanterie-Brigade
    • Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 223
    • Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 224
    • Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 20
    • Reserve-Kavallerie-Abteilung Nr. 48
    • Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 48
    • Reserve-Fußartillerie-Batterie Nr. 24
    • Reserve-Fußartillerie-Batterie Nr. 25
    • Reserve-Pionier-Kompanie Nr. 48

[Bearbeiten] Kriegsgliederung vom 6. Juli 1918

  • 96. Reserve-Infanterie-Brigade
  • Artillerie-Kommandeur Nr. 48
    • Reserve-Feldartillerie-Regiment Nr. 48
    • I. Bataillon/Fußartillerie-Regiment Nr. 23
  • Pionier-Bataillon Nr. 348
  • Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 448

[Bearbeiten] Gefechtskalender

Die Division wurde nach Beendigung der Ausbildung im Oktober 1914 im Raum Metz zusammengezogen und zunächst an der Westfront im Artois im Raum Lille eingesetzt. Ende November wurde sie an die Ostfront verlegt, wo sie an der Schlacht um Łódź teilnahm. Von Februar bis Mai 1915 folgte der Einsatz in der Winterschlacht in den Karpaten als Teil der deutschen Südarmee und anschließend die Teilnahme an der Schlacht von Gorlice-Tarnów. Im Zuge des russischen Großen Rückzugs drang sie bis in die Gegend von Tarnopol vor. Im Sommer 1916 wurde sie in diesem Gebiet bei der Abwehr der russischen Brussilow-Offensive eingesetzt. Von Oktober 1916 bis April 1917 wurde die Division an der k.u.k. 3. Armee und nachfolgend der k.u.k. 2. Armee unterstellt. Im Mai 1917 kehrte die Division an die Westfront zurück, wo sie in der Nähe von Verdun eingesetzt wurde. Es folgten Einsätzr in Lothringen von Ende September bis Anfang Dezember 1917 und im Oberelsass bis Mitte Februar 1918. Dann wurde sie als Armee-Reserve nach Flandern verlegt und kam während der alliierten Hunderttageoffensive im Bereich der Scarpe zum Einsatz. Die Division wurde Anfang 1919 aufgelöst.

[Bearbeiten] Kommandeure

Dienstgrad Name Beginn der Berufung
? Ferdinand von Hahn 25. August 1914
? Hermann von Oppeln-Bronikowski 8. Juni 1915
? Konrad von Hippel 26. Mai 1917

[Bearbeiten] Literatur

  • Ruhmeshalle unserer Alten Armee. Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs, Militär-Verlag, Berlin 1927, S. 71
  • Hermann Cron et al.: Ruhmeshalle der alten Armee, Berlin, 1935
  • Hermann Cron: Geschichte des deutschen Heeres im Weltkriege 1914–1918, Berlin, 1937
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