4 Non Blondes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
4 Non Blondes
Allgemeine Informationen
Genre(s) Alternative Rock
Gründung 1989
Auflösung 1995
Gründungsmitglieder
Linda Perry
Shaunna Hall (bis 1992)
Christa Hillhouse
Wanda Day (bis 1991)
Letzte Besetzung
Gesang
Linda Perry
Gitarre
Roger Rocha (ab 1992)
Bass
Christa Hillhouse
Schlagzeug
Dawn Richardson (ab 1991)
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Bigger, Better, Faster, More!
  DE 1 02.08.1993 (32 Wo.)
  AT 1 01.08.1993 (27 Wo.)
  CH 1 01.08.1993 (33 Wo.)
  UK 4 17.07.1993 (18 Wo.)
  US 13 03.04.1993 (59 Wo.)
Singles[1]
What’s Up?
  DE 1 26.07.1993 (29 Wo.)
  AT 1 01.08.1993 (22 Wo.)
  CH 1 25.07.1993 (32 Wo.)
  UK 2 19.06.1993 (17 Wo.)
  US 14 24.04.1993 (26 Wo.)
Spaceman
  DE 28 01.11.1993 (14 Wo.)
  AT 19 21.11.1993 (7 Wo.)
  CH 18 05.12.1993 (9 Wo.)
  UK 53 16.10.1993 (2 Wo.)

4 Non Blondes war eine US-amerikanische Alternative-Rockband der 1990er aus San Francisco. Ihr bekanntestes Mitglied ist Linda Perry, die auch Soloprojekte unterhielt und Lieder von Pink und Christina Aguilera produzierte.

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten]

Die 4 Non Blondes wurden 1989 in San Francisco gegründet. Bassistin Christa Hillhouse und Gitarristin Shaunna Hall kannten sich bereits einige Jahre, als sie 1989 zusammen mit Schlagzeugerin Wanda Day in der Band JJ Noir and The Lesbian Snake Charmers spielten. Nachdem diese sich von ihrer Sängerin getrennt hatte, stießen Hall und Hillhouse auf der Suche nach einer neuen Sängerin auf Linda Perry, die zu dieser Zeit solo in verschiedenen Clubs in San Francisco auftrat. Die ersten Proben hatte die Band am 17. Oktober 1989, dem Tag des Loma-Prieta-Erdbebens.[2]

Die Band wählte den Namen 4 Non Blondes nach einer Begebenheit in einem Park in San Francisco: Als die Bandmitglieder dort Pizza aßen, ging eine Familie vorbei, deren kleiner Sohn mit den Resten der Pizza Vögel füttern wollte. Er wurde von deswegen von seinen Eltern gerügt, da die Pizzareste dreckig seien; dabei schauten sie die Bandmitglieder abschätzig an. Die Mitglieder dieser Familie waren alle blond, und so entschied die Band spontan, sich 4 Non Blondes (dt. ‚4 Nichtblonde‘) zu nennen.

Aktive Jahre[Bearbeiten]

Noch bevor die Band mit den Aufnahmen ihres ersten Albums begann, wurde Schlagzeugerin Day aufgrund von Drogenproblemen durch Dawn Richardson ersetzt. Day starb 1997 an einer Überdosis.[2]

Nach anfänglich erfolgloser Suche nach einer Plattenfirma unterschrieb die Band 1991 einen Plattenvertrag bei Interscope Records. Während der Aufnahmen zu ihrem Debütalbum 1992 wurde Shaunna Hall durch Roger Rocha ersetzt. Gründe wurden von dem damaligen Produzenten des Albums David Tickle nicht genannt.

Ihr Debütalbum Bigger, Better, Faster, More! veröffentlichte die Band 1992. Das Album verkaufte sich zu Beginn schlecht, bis 1993 die Single What’s Up? ausgekoppelt wurde. Der Titel wurde zum weltweiten Erfolg und sorgte dafür, dass sich Bigger, Better, Faster, More insgesamt über sechs Millionen mal verkaufte.[3] Sowohl die Single What’s Up? als auch das Album waren in Deutschland 10 Wochen auf Platz 1 der Hitparaden zu finden. Dieser Erfolg in Deutschland führte unter anderem dazu, dass die Band 1993 die Wahl zum Bravo Otto in der Kategorie „Beste Rock-Band“ gewann.[4] Bei den Bay Area Music Awards wurde die Band für das beste Album, für die beste Single und für die beste Sängerin ausgezeichnet.[5] Weiterer Erfolg wollte sich nicht einstellen.

1995 steuerten 4 Non Blondes den Song Misty Mountain Hop zu einem Tribute-Album für Led Zeppelin und Beiträge zu den Soundtracks von Wayne's World 2 und Airheads bei.

Auflösung[Bearbeiten]

Perry, die bis zur Gründung der 4 Non Blondes ausschließlich als Solokünstlerin tätig war, fiel es von Anfang an schwer, sich in die Band einzugliedern.[6] Hinzu kam, dass Perry sich nicht mit der Musik der Band identifizieren konnte und mit dem Album unzufrieden war.

“I was not prepared to be in a pop band. That picture didn't fit in with my vision. It was never right for me, I felt really awkward. I knew in my heart that I wasn't supposed to be there. I still can't listen to that record. I think I'm really annoying. I'm not even her. I reference myself in the third party whenever that record comes up. I feel like I was screaming the whole time.”

– Linda Perry [7]

1995, während der Aufnahmen für ein zweites Album, das nie erschien, kam es wiederholt zu musikalischen Differenzen zwischen Perry und dem Rest der Band, in deren Folge sich Perry von den 4 Non Blondes trennte.

“And I just finally got to a point where I said, "Listen guys I just think we want to make two different records, cause you guys want to make the first record again, and I want a complete departure because I wasn't happy with that record and I feel that I have a lot more to offer music than just a bunch of crappy little fucking fast songs. If that's what you guys want to do, you can keep these songs that I wrote. I'll help you find a singer, and you know, I'll help you guys get it together. Other than that I'm out of here."”

– Linda Perry [8]

Nachdem Interscope Records auch noch entschied, das vertraglich vereinbarte zweite Album nicht mit den 4 Non Blondes, sondern mit Linda Perry als Solokünstlerin zu veröffentlichen, löste sich die Band noch im gleichen Jahr auf.

Die Jahre danach[Bearbeiten]

Einige der Songs, wie In My Dreams [9], Too Deep, In Flight und Knock Me Out, die Perry für das zweite Album der 4 Non Blondes geschrieben hatte, verwendete Perry für ihr 1996 erschienenes Soloalbum In Flight.

1999 unterstützte Christa Hillhouse Linda Perry bei ihrer Tour zu ihrem zweiten Soloalbum After Hours.

Linda Perry arbeitet heute als erfolgreiche Produzentin und Songschreiberin. Christa Hillhouse steht gelegentlich mit dem 4-Non-Blondes-Gründungsmitglied Shaunna Hall auf der Bühne und arbeitet als Webdesignerin. Roger Rocha ist weiterhin als Musiker tätig und aktuell Sänger und Gitarrist der Rock-Band Roger Rocha & the Goldenhearts. Dawn Richardson spielte in diversen Bands Schlagzeug und gründete 2005 ihre eigene Band 2Toggle.

Cover-Versionen[Bearbeiten]

1994 wurde What’s Up? von DJ Miko gecovert, der Dance-Remix wurde erneut ein Hit, sowohl im Radio als auch auf der Tanzfläche. Auch auf der Live-Tour I'm Not Dead von Pink kann man eine neue Version von What’s Up? hören.

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

Singles[Bearbeiten]

  • 1993 – Drifting
  • 1993 – Dear Mr. President
  • 1993 – What’s Up?
  • 1993 – Spaceman
  • 1995 – Misty Mountain Hop

Bootlegs[Bearbeiten]

  • 1993 – Hello! Mr. President
  • 1993 – Live in Italy
  • 1993 – Live in USA

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: DE-SP DE-LP AT CH UK US
  2. a b The San Francisco Bay Guardian: Miss understood.
  3. VH1, 4 Non Blondes Biography
  4. Bravo-Musivbox, DIE OTTO - SIEGER 1993
  5. laut.de, 4 Non Blondes Biographie
  6. Early 4 Non Blondes Interview in Flipside Magazine - 1991, Interviewer Gary Indiana, auf der Website von Shaunna Hall
  7. From odd duck to golden swan, 20. Oktober 2005
  8. Rocknworld.com, MorleyView: Linda Perry
  9. YouTube In My Dreams

Interviews[Bearbeiten]

Artikel[Bearbeiten]