8. Klavierkonzert (Mozart)

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Das 8. Klavierkonzert in C-Dur, KV 246 ist ein Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Nach einer anderen Zählung, in der nur die reinen und komplett von Mozart stammenden Konzerte berücksichtigt werden, ist es sein 3. Klavierkonzert.

Entstehung[Bearbeiten]

Das Klavierkonzert KV 246 gehört, wie das 6. Klavierkonzert, zur Gruppe der ersten Salzburger Konzerte. Es wurde dort im April 1776 komponiert. Mozart schrieb das Werk für die Gräfin Antonia Lützow, welche er scherzhaft „litsau“ zu nennen pflegte. Das Werk ist technisch relativ anspruchslos, damit die Widmungsträgerin Lützow das Werk auch spielen konnte. Mozart hat hier gar die Ausarbeitung der Continuostimme in die Noten des Soloklaviers eingetragen, damit die Gräfin dieses sonst selbstverständliche Mitspielen des Soloinstruments in den Tutti-Abschnitten bewerkstelligen konnte. Mozart erkannte in der einfachen Form des Konzertes den Vorteil, dass es auch „von andere Klavierspieler(innen) in relativ kurzer Zeit eingeübt werden kann“. Deshalb nahm er dieses einfache Werk mit auf seine Konzertreise nach Mannheim.

Zur Musik[Bearbeiten]

1. Satz: Allegro aperto[Bearbeiten]

Das erste Ritornell stellt zwei Themen von einfachem und ausgelassenem Charakter vor. Unüblicherweise kommt in der Soloexposition des Klaviers noch ein dritter Gedanke hinzu. Normalerweise ist die Dualität der Themen in der Wiener Klassik das vorherrschende Prinzip. Die drei vorgestellten Gedanken sind sich jedoch sehr ähnlich und nur von kleinem Ausmaß. Nach einer relativ anspruchslosen Solokadenz, die wie üblich mit einem Schlusstriller endet, kommt das Klavier unüblicherweise nochmals begleitend zu Wort. Dies ist ein Verfahren, welches Mozart in den späteren Konzerten häufiger anwenden wird.

2. Satz: Andante[Bearbeiten]

Das Andante, welches äußerst einfach gehalten ist, stellt den längsten Satz des Konzertes dar. Der Satz steht in der Sonatenhauptsatzform und enthält somit eine kurze und teilweise gar motivische Durchführung. Das Klavier nimmt die vom Orchester vorgestellten gesanglichen Themen auf, entwickelt sie jedoch nur selten weiter. An einigen Stellen des Satzes sind die Oboen obligat, da sie selbstständig die Stimmen führen. Dies ist in Mozarts frühen Konzerten selten, da die Bläserstimmen meist nicht obligat sind. Die Bratschenstimmen sind nicht geteilt, weshalb man davon ausgehen kann, dass Mozart auch an eine Aufführung a quattro (mit nur vier Streichern) gedacht hat, wie dies später beispielsweise im 14. Klavierkonzert KV 449 der Fall ist.

3. Satz: Tempo di Menuetto[Bearbeiten]

Der letzte Satz ist ein Rondo im Menuetttempo. Dies ist das einzige Menuett in Mozarts Klavierkonzerten neben dem Menuett des 11. Klavierkonzerts KV 413. Der Satz ist themenreich gestaltet. Ein unscheinbares Motiv aus dem Thema führt an einigen Stellen zu unerwarteten Wendungen, wodurch sich ein fast kaleidoskopartiger häufiger Szenenwechsel ereignet. Das A-Thema des Rondos taucht immer weiter verkürzt und am Ende mit angehängter Coda auf.

Stellenwert[Bearbeiten]

Das Konzert gehört heute zu den weniger gespielten Werken Mozarts. Es ist zwar ein ideales Stück für Anfänger, um sich an Mozarts Klavierkonzerte heranzutasten, hat jedoch einen geringeren musikalischen Wert als die anderen Frühwerke der Gattung. Die Sätze haben untereinander keine Beziehung und sind einfach aufgebaut. Strukturell verhält sich das Konzert wie die anderen frühen Klavierkonzerte Mozarts. Dieses Werk weist kaum in die Zukunft und kann als einfaches Gebrauchswerk für Pianisten mit niedrigerem technischem Niveau angesehen werden. Dies führte beispielsweise dazu, dass der Pianist Abbé Vogler versuchte, diesen Mangel an Virtuosität in einer seiner Konzertdarbietungen durch Schnelligkeit wettzumachen. Mozart berichtete darüber am 17. Januar 1778: „das erste Stuck gieng Prestißimo das Andante allegro und das Rondeau wahrlich Prestißißimo“.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hansjürgen Schaefer: Konzertbuch Orchestermusik G-O. VEB Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1978, ISBN 3-370-00036-9.
  • Harenberg Konzertführer. Harenberg Kommunikation, Dortmund 1998, ISBN 3-611-00535-5.
  • Marius Flothuis: Mozarts Klavierkonzerte. C.H.Beck Wissen, München 1998, ISBN 3-406-41874-0.

Weblinks[Bearbeiten]