8. SS-Kavallerie-Division „Florian Geyer“

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SS-Kavallerie-Division
8. SS-Kavallerie-Division „Florian Geyer“
Wappen der 8. SS-Kavallerie-Division „Florian Geyer“
Truppenkennzeichen
Aktiv 9. September 1942–12. Februar 1945
Land Deutsches Reich Deutsches Reich
Streitkräfte Waffen-SS
Truppengattung Kavallerie
Typ Division
Grobgliederung Siehe Gliederung
Schlachten Krieg gegen die Sowjetunion 1941–1945

Besetzung Ungarns

Kommandeur
Liste der Kommandeure

Die 8. SS-Kavallerie-Division „Florian Geyer“ war eine Kavallerie-Divisionen der Waffen-SS, die vor allem aus Volksdeutschen aufgestellt wurde.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

SS-Kavallerie-Brigade in Russland, 1941

Die Division wurde im September 1942 in Debica bei Warschau als SS-Kavallerie-Division durch die Umbenennung der SS-Kavallerie-Brigade beim Kommandostab RFSS aufgestellt. Am 22. Oktober 1942 erfolgte die Umbenennung in 8. SS-Kavallerie-Division.[1]

Sie wurde zunächst der Heeresgruppe Mitte zugeteilt und bis April 1943 bei Rschew und Orel eingesetzt, bevor sie zur Auffrischung abkommandiert wurde. Zwischen Juni und September wurde die Division zur Partisanenbekämpfung eingesetzt, danach an den Dnepr verlegt. [1]

Ab November 1943 nahm die Division an der Besetzung Ungarns teil und erhielt am 17. März 1944 den EhrennamenFlorian Geyer“, nach dem Heerführer aus den Bauernkriegen.

Nachdem die Division in Ungarn fast vollständig zerrieben wurde, wurde sie im April 1944 in Osijek, Kroatien neu aufstellt. Sie wurde der Heeresgruppe Südukraine unterstellt und musste sich mit dieser über Siebenbürgen nach Budapest zurück ziehen. [1]

Nach der Vernichtung des Großteils der Division beim Fall von Budapest am 12. Februar 1945 wurden die außerhalb des Kessels befindlichen Divisionsteile zur Aufstellung der 37. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division „Lützow“ benutzt.

[Bearbeiten] Einsatz

[Bearbeiten] Kriegsverbrechen

Insbesondere während des Einsatzes zur Bandenbekämpfung im besetzten Osteuropa werden den Einheiten der SS-Kavallerie-Division zahlreiche Kriegsverbrechen zur Last gelegt. So hat eine Abteilung der (damals) SS-Kavallerie-Brigade zwischen dem 1. und 12. August 1941 beim Einsatz in den Prypjat-Sümpfen über 14.000 Juden ermordet. Am 7. August 1941 meldete die Brigade 7819 ermordete Juden in der Gegend von Minsk.

[Bearbeiten] Zusammensetzung

Die Division bestand zu 40 Prozent aus Volksdeutschen, was sich in der Beurteilung ihrer Zuverlässigkeit negativ niederschlug. [2]

[Bearbeiten] Gliederung

[Bearbeiten] SS-Kavallerie-Division (1942)

  • SS-Kavallerie-Regiment 1
  • SS-Kavallerie-Regiment 2
  • SS-Kavallerie-Regiment 3
  • SS-Artillerie-Regiment (Kavallerie-Division)
    • SS-Radfahr-Abteilung (Kavallerie-Division)
    • SS-Panzerjäger-Abteilung (Kavallerie-Division)
    • SS-Flak-Abteilung (Kavallerie-Division)
    • SS-Nachrichten-Abteilung (Kavallerie-Division)
    • SS-Pionier-Bataillon (Kavallerie-Division)
      • SS-Sturmgeschütz-Batterie (Kavallerie-Division)
    • SS-Feldersatz-Bataillon (Kavallerie-Division)

[Bearbeiten] 8. SS-Kavallerie-Division (22. Oktober 1943)

  • SS-Kavallerie-Regiment 15
  • SS-Kavallerie-Regiment 16
  • SS-Kavallerie-Regiment 17
  • SS-Kavallerie-Regiment 18
    • SS-Artillerie-Regiment 8
    • SS-Radfahr-Aufklärungs-Abteilung 8
    • SS-Panzerjäger-Abteilung 8
    • SS-Flak-Abteilung 8
    • SS-Nachrichten-Abteilung 8
    • SS-Pionier-Bataillon 8
      • SS-Sturmgeschütz-Batterie 8
    • SS-Feldersatz-Bataillon 8

[Bearbeiten] Kommandeure

[Bearbeiten] Literatur

Rolf Michaelis: Die Kavallerie-Divisionen der Waffen-SS. 2. Auflage. Michaelis-Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-930849-17-8.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c Andreas Altenburger: 8. SS-Kavallerie-Division "Florian Geyer". Lexikon der Wehrmacht, 2007-01-11. Abgerufen am 2009-05-19.
  2. George H. Stein, The Waffen-SS. Hitler's Elite Guard at War 1939-1945. Ithaka 1966. ISBN 0-8014-9275-0
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