81. Infanterie-Brigade (Deutsches Kaiserreich)
| 81. Infanterie-Brigade | |
|---|---|
| Aktiv | 1897 bis 1919 |
| Land | |
| Streitkräfte | Deutsches Heer |
| Teilstreitkraft | Heer |
| Truppengattung | Infanterie |
| Typ | Infanterie-Brigade |
| Grobgliederung | siehe Gliederung |
| Stationierungsort | siehe Garnison |
| Leitung | |
| Kommandeure | Siehe Kommandeure |
Die 81. Infanterie-Brigade war ein Großverband der Preußischen Armee des Deutschen Kaiserreiches.
Inhaltsverzeichnis |
Organisation [Bearbeiten]
Unterstellung [Bearbeiten]
Die 81. Infanterie-Brigade war Teil des
und wurde mit der Mobilmachung Teil des
Gliederung [Bearbeiten]
Vorabend des Ersten Weltkrieges [Bearbeiten]
- Infanterie-Regiment „Lübeck“ (3. Hanseatisches) Nr. 162 in Lübeck
- Schleswig-Holsteinisches Infanterie-Regiment Nr. 163 in Neumünster
Gliederung ab 5. September 1916 [Bearbeiten]
- Infanterie-Regiment „Lübeck“ (3. Hanseatisches) Nr. 162
- Schleswig-Holsteinisches Infanterie-Regiment Nr. 163
- Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 76 (Hamburg)
- 1. Eskadron/Reserve-Husaren-Regiment Nr. 6
Geschichte [Bearbeiten]
Gründung [Bearbeiten]
Die 81. Infanterie-Brigade wurde für die am 1. April 1897 aus den Halbbataillonen der 17. und 18. Division gegründeten Infanterieregimenter Nr. 162 und Nr. 163 geschaffen.
Garnison [Bearbeiten]
Das Kommando stand in Lübeck. Von der Moltkestraße 25 zog die Brigade 1901 in das Schloss Rantzau, im Jahre 1912 ins Buddenbrookhaus und 1913, wo sie bis zu ihrem Ende blieb, in die Braunstraße 12.
Kommandeure [Bearbeiten]
| Dienstgrad | Name | Datum |
|---|---|---|
| Generalmajor | Günther von Bünau | 22. März 1897 bis 20. April 1898 [1] |
| Generalmajor | Friedrich von Mejer | 21. April 1898 bis 15. Juni 1901 [1] |
| Generalmajor | Alexander von Linsingen | 16. Juni 1901 bis 21. April 1905 [1] |
| Generalmajor | Wigand von Gersdorff | 22. April 1095 bis 10. September 1907 [1] |
| Generalmajor | Theodor Melior | 11. September 1907 bis 21. März 1910 [1] |
| Generalmajor | Ernst von Oidtman | 22. März 1910 bis 26. Januar 1912 [1] |
| Generalmajor | Kurt von Morgen | 27. Januar 1912 bis 1. August 1914 [1] |
| Generalmajor | Karl von Lewinski | 2. August 9. Dezember 1914 [1] |
| Generalmajor | Carl von Wichmann | 10. Dezember 1914 bis 31. März 1916 [1] |
| Oberst | Wilhelm von Beczwarzowski | 1. April 1916 bis 14. Dezember 1917 [1] |
| Oberst | Hans von Werder | 15. Dezember 1917 bis 20. Februar 1919 [1] |
| Oberst | Georg Sick | 30. Juni bis 25. Juli 1918 (in Vertretung) [1] |
| Generalmajor | Ernst von Heynitz | 21. Februar 1919 bis 1919 [2] [1] |
| stellvertretender Kommandeur | ||
|---|---|---|
| Generalmajor Harry von Wright | ||
| Stabsoffizier | ||
| Dienstgrad | Name | Datum |
| Oberst | von Schmid | 1915 |
| Oberstleutnant | Richelot | ab 1916[3] |
Erster Weltkrieg [Bearbeiten]
Nachdem ihre Regimenter zuerst eine Schutzfunktion wahrnahmen, wurde die Brigade am 23. August an die Westfront verlegt. Sie kämpfte bei Löwen und Mecheln, Termonde, Noyon und im Oktober bei Laucourt bevor der Bewegungskrieg in den Stellungskrieg überging.
Mitte Juli 1916 wurde sie an der Somme eingesetzt bevor Ende Oktober das Generalkommando an die Champagne verlegt wurde.
Im Februar 1917 lag die Brigade im Rahmen ihres Korps vor Ypern bevor sie in der Frühlingsschlacht von Arras eingesetzt wurde und danach in die Siegfriedstellung verlegt wurde.
Im letzten Kriegsjahr, 1918, wurde sie in der Vierten Flandernschlacht, vor Soissons und Reims und in der zweiten Schlacht von Cambrai eingesetzt.
Um den 27. Oktober 1918 wurden die Teile der Division nach von der Front abgezogen und nach Straßburg verlegt. In der Nacht vom 9. zum 10. November traf der Funkspruch über den bevorstehenden Waffenstillstand ein, der an die Leitenden mit dem Zusatz versehen war: Mit sich bildenden Arbeiter- und Soldtenräten ist auf gütlichem Wege Einvernehmen zu erzielen.
Die 17. R. D. hatte den Auftrag den Sicherheitsdienst in der Stadt bis zum Einrücken der Franzosen zu gewährleisten. Dies tat sie u. a. als am 18. November die Bekleidungsämter der Manteuffel-Kaserne, bis Kriegsende 3. Unter-Elsässisches Infanterie-Regiment Nr. 138, geplündert werden sollten.
In der Nacht zum 21. November wurden die Posten abgelöst und die Division verließ über den Rhein Frankreich in Richtung Kehl - von wo die Regimenter in ihre Garnisonen zurückkehrten.
Auflösung [Bearbeiten]
Im Zuge der durch den Friedensvertrag von Versailles bedingten Demobilisierung wurde die 81. Infanterie-Brigade 1919 aufgelöst.
Verweise [Bearbeiten]
Literatur [Bearbeiten]
- Holger Ritter: Geschichte des Schleswig-Holsteinischen Infanterie-Regiments Nr. 163; Leuchtfeuer Verlag, Hamburg 1926, 418 Seiten, Band 184 des preuß. Anteils der Erinnerungsblätter
- Otto Dziobek: Geschichte des Infanterie-Regiments Lübeck (3. hanseatisches) Nr. 162; Verlag Gerhard Stalling, 1922 Oldenburg i. D., erste Auflage, Offizier-Verein ehem. 162er
- Hugo Gropp: Hanseaten im Kampf; Klindworth & Neuenhaus, Hamburg 1932, 377 Seiten, Verein ehem. Angehöriger Reserve 76 e. V.
- Harboe Kardel: Das Reserve-Feldartillerie Regiment Nr. 17; Band 30 von Erinnerungsblätter deutscher Regimenter. Ehemals preuß. Truppenteile, mit 4 Karten, Verlag Gerhard Stalling, 1922 Oldenburg i. D., erste Auflage, 99 Seiten
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b c d e f g h i j k l m Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939 Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939, Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 308
- ↑ wurde zum 16. Dezember 1919 aus dem aktivem Dienst verabschiedet
- ↑ Oktober 1914 stellvertretender Kommandeur des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 76, ab Januar 1915 Kommandeur des Infanterie-Regiments „Herzog von Holstein“ (Holsteinisches) Nr. 85 welches er im Juni krankheitsbedingt verlaasen musste