8 x 68 mm S

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
8 x 68 mm S
Skizze
Allgemeine Information
Kaliber: 8 × 68 mm (dezimal)
Hülsenform: Randlos mit Ausziehrille
Maße
⌀ Hülsenschulter: 12,15 mm
⌀ Hülsenhals: 9,14 mm
⌀ Geschoss: 8,22 mm
⌀ Patronenboden: 13,00 mm
Hülsenlänge: 67,50 mm
Patronenlänge: 87,00 mm
Gewichte
Geschossgewicht: 11,7–14,5 g
(180–224 grain)
Technische Daten
Geschwindigkeit V0: 870–990 m/s
max. Gasdruck: 4400 Bar
Geschossenergie E0: 5200–5570 J
Listen zum Thema

Bei der 8 × 68 mm S handelt es sich um eine deutsche Magnum-Jagdpatrone. Sie wurde in den 1930er-Jahren aufgrund der stetig steigenden Nachfrage nach einer Magnumpatrone im Kaliber 8 mm entwickelt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Patrone wurde 1939 von der Rheinisch-Westfälischen Sprengstoffgesellschaft (RWS) vorgestellt. Sie war für den Einsatz in Jagdrepetierern mit dem weit verbreiteten Mauser-System gedacht. Die ursprüngliche Munition dieses Systems, die 7,92×57 mm Mauser, besaß ein ähnliches Geschosskaliber, für eine höhere Geschossenergie war jedoch ein größeres Hülsenvolumen erforderlich. Die Hülse der Mauser-Patrone konnte jedoch nicht beliebig verlängert werden, da dies die Dimension der Ladevorrichtung überschritten hätte. Stattdessen schuf man eine völlig neue Hülse mit breitem Stoßboden, womit 98er-Systeme ohne größere Änderungen verwendet werden konnten. Die sehr rasante Munition erwies sich bei der Jagd auf heimisches Rot- oder afrikanisches Großwild als sehr geeignet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 8x68 S – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien