9,3 x 62 mm

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9,3 x 62 mm
Allgemeine Information
Kaliber 9,3 × 62 mm
Hülsenform Randlos mit Ausziehrille
Maße
Hülsenschulter ⌀ 11,43 mm
Hülsenhals ⌀ 9,91 mm
Geschoss ⌀ 9,3 mm
Patronenboden ⌀ 11,93 mm
Hülsenlänge 62 mm
Patronenlänge 83,6 mm
Gewichte
Geschossgewicht 14,9–18,8 g
(230–290 grain)
Pulvergewicht 3,4–4,0 g
(52–62 grain)
Technische Daten
Geschwindigkeit V0 720–800 m/s
max. Gasdruck 3900 Bar
Geschossenergie E0 4500–5200 J
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Die 9,3 × 62 mm ist eine Gewehrpatrone, die ursprünglich speziell für die Großwildjagd konstruiert wurde. Bei einem Geschossdurchmesser von 9,3 mm hat sie eine Hülsenlänge von 62 mm.

Die 9,3 × 62 mm wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von deutschen Kolonialbeamten beim Berliner Büchsenmacher Otto Bock für die Farmer in Afrika in Auftrag gegeben. Die Patrone sollte aus günstigen Büchsen, also normalen System zu verschießen sein und trotzdem für die Jagd auf Savannenwild in Afrika taugen. Für die Big Five eigentlich zu klein ist die 9,3 × 62 auch heute gebräuchlich für die Jagd auf Groß-Antilopen.

In Deutschland erlebt die Patrone eine Wiederbelebung durch ihre Wirksamkeit bei der Drückjagd und der Jagd auf Schwarzwild. Sie kann wegen ihrer in Relation zum Kaliber kurzen Hülse sehr gut in kurzläufigen und leicht zu tragenden Waffen verschossen werden. Der Rückstoß ist dabei moderat. Ihre Schwäche hat die Patrone in ihrer begrenzten Reichweite. Die Angaben der Munitionshersteller sind dabei oft übertrieben. Ab 150 m fällt die Flugbahn des Geschosses sehr stark ab. Der Nachteil kann allerdings durch moderne Führbandgeschosse aus Kupfer oder Messing ausgeglichen werden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: 9.3x62 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien