Aşgabat
| Aşgabat | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Turkmenistan |
| Provinz: | Hauptstadtdistrikt |
| Koordinaten: | 37° 57′ N, 58° 23′ O37.94166666666758.383611111111Koordinaten: 37° 57′ N, 58° 23′ O |
| Höhe: | 22 m |
| Einwohner: | 947.221 [1] (2010) |
| Telefonvorwahl: | 12 |
| Politik | |
| Gouverneur | Şamuhammet Durdylyýew |
| Lage | |
Aşgabat (persisch für Liebliche Stadt; deutsch Aschgabat; persisch عشق آباد, russisch Ашхаба́д), ist die Hauptstadt Turkmenistans und mit 947.221 Einwohnern (Stand 2010) die größte Stadt des Landes. Administrativ bildet sie einen eigenen Distrikt, den Aşgabat şäheri. Aşgabat liegt in einer Oase in der Wüste Karakum am Fuße des Gebirges Kopet-Dag nahe der Grenze zum Iran.
Aşgabat besitzt seit 1962 einen Hafen am Karakumkanal und einen internationalen Flughafen. Die Stadt ist ein bedeutender Industriestandort (Maschinenbau, Elektrotechnik, Textil-, Lebensmittelindustrie). In Aşgabat befinden sich außerdem ein Kulturzentrum mit Universität, Hochschulen, Theater, Museen und ein Zoo.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Klima
Aşgabat hat ein Kontinentalklima mit heißen, trockenen Sommern und kalten, feuchten Wintern.
| Aşgabat | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Aşgabat
Quelle: WMO 1961–1990
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[Bearbeiten] Bevölkerung
Die Bevölkerung der Stadt besteht mehrheitlich aus sunnitischen Moslems. Daneben gibt es auch eine christliche und eine früher sehr wichtige Bahai-Minderheit.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Stadt Aşgabat entwickelte sich um einen russischen Militärstützpunkt, der 1881 am Kreuzungspunkt mehrerer Karawanenstraßen errichtet worden war. Nach dem Anschluss an die Transkaspische Eisenbahn, die ab 1885 Mittelasien mit dem Kaspischen Meer verband, breitete sich die Stadt kontinuierlich aus. Von 1919 bis 1927 trug sie den Namen Poltorazk.
1925 wurde Aşgabat Hauptstadt der Turkmenischen SSR innerhalb der Sowjetunion. Bei einem schweren Erdbeben am 5. Oktober 1948 wurde die Stadt fast vollständig zerstört und in der Folgezeit wieder aufgebaut. 1962 erfolgte die Anbindung Aşgabats an den Karakumkanal. Dieser Kanal, einer der längsten der Welt, wird aus dem etwa 600 Kilometer östlich verlaufenden Fluss Amudarja gespeist.
Im Jahre 1902 erfolgte in Aşgabat die Grundsteinlegung für das weltweit erste Haus der Andacht der Bahai. 1908 fertiggestellt, wurde es bereits 1938 zwangsweise in eine Kunstgalerie ungewandelt und im Jahre 1963 abgerissen. 1950 wurde die turkmenische Staatsuniversität in der Stadt gegründet.
Mit der Unabhängigkeit Turkmenistans am 27. Oktober 1991 wurde Aşgabat die Hauptstadt des souveränen Staates.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Der überwiegende Teil älterer Bausubstanz wurde durch Erdbeben, vor allem das von 1948, zerstört. Deshalb fehlen die für andere zentralasiatische Städte typischen orientalischen Altstadtviertel. Das Zentrum von Aşgabat wird von Bauten aus Stahlbeton und Glas geprägt, die weitestgehend erdbebensicher sind. In den Jahren seit der Unabhängigkeit hat sich östlich des ehemals sowjetischen Stadtzentrums ein rasch wachsendes neues Zentrum gebildet. Es ist geprägt von monumentalen Großbauten, breiten Prachtstraßen und ausgedehnten Grünflächen und Parks. Auffällig ist auch die große Zahl von Brunnen.
Sehenswert sind das Museum für Bildende Kunst, das Museum für Landeskunde und das Historische Museum. Aus der Sowjetperiode stammt eine Lenin-Statue, die auf einem Sockel aus Teppichmustern steht. Der Botanische Garten ist die bedeutendste der vielen Grünanlagen, mit einer Sammlung einheimischer und exotischer Gewächse. Weitere bedeutende Parks sind die Anlage um den Unabhängigkeitsturm und der Park zum Andenken an 10 Jahre Unabhängigkeit (10 Yil Garaşsyzlyk). Das Olympiastadion aus dem Jahr 2003 fasst 30 000 Zuschauer.
Bekannt ist Aşgabat als Zentrum des turkmenischen Kunsthandwerks, besonders für handgewobene Teppiche. Zu sehen sind diese insbesondere im Teppichmuseum.
Teile des Stadtbildes sind vom Personenkult des ehemaligen Staatschefs Saparmyrat Nyýazow geprägt. Der 95 Meter hohe Neutralitäts-Turm, der 2010 vom Zentrum der Stadt an den südwestlichen Stadtrand verlegt worden ist, ist von einer vergoldeten Statue des Diktators gekrönt. Diese dreht sich täglich einmal um sich selbst. Im Jahr 2011 wurde der 211 Meter hohe Fernsehturm Türkmenistan teleradio merkezi eröffnet.
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Gurbannazar Aşyrow (* 1974 in Aşgabat), turkmenischer Politiker und Vizepremier
- Sergei Balassanjan, sowjetischer Komponist
- Gurban Berdiyew (* 1952), Fußballtrainer
- Raşit Meredow (* 1960), Politiker
- Saparmyrat Nyýazow, ehemaliger Staats- und Regierungschef Turkmenistans
- Dmitri Schepilow, sowjetischer Politiker und Außenminister
- Galina Schatalowa (1916), Neurochirurgin und Ernährungswissenschaftlerin
[Bearbeiten] Partnerstädte
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ World Gazetteer: Bevölkerung der Stadt