A. J. Foyt

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A.J. Foyt
A. J. Foyt (rechts), mit seinem Fahrer Darren Manning beim Indianapolis 500 im Jahr 2007
Automobil-/Formel-1-Weltmeisterschaft
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Erster Start: Indianapolis 500 1958
Letzter Start: Indianapolis 500 1960
Konstrukteure
1958–1959 Kuzma · 1960 Kurtis Kraft
Statistik
WM-Bilanz:
Starts Siege Poles SR
3
WM-Punkte:
Podestplätze:
Führungsrunden: — über 0 km
Vorlage:Infobox Formel-1-Fahrer/Wartung/Alte Parameter
Foyts Siegerwagen beim Indy 500 im Jahr 1977, ein Eigenbau bezeichnet als Coyote-Foyt

Anthony Joseph "A. J." Foyt (* 16. Januar 1935 in Houston, Texas) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Autorennfahrer.

Karriere[Bearbeiten]

Foyt gilt als US-Motorsportlegende, da er viele wichtige und hoch angesehene Rennen gewann. So triumphierte er bei 35 Teilnahmen vier Mal beim Indianapolis 500. 1972 gewann er das Daytona 500, welches zur NASCAR-Serie zählt, in der er insgesamt sieben Laufsiege holte. Auch bei Sportwagenrennen war Foyt erfolgreich. 1967 gewann er das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Es folgten Siege beim 24-Stunden-Rennen von Daytona (1983, 1985) und dem 12-Stunden-Rennen von Sebring 1985, jeweils auf einem Porsche 962.

Sein Hauptbetätigungsfeld waren jedoch die Indycar- bzw. Champ Car-Einsitzer. Von 1957 bis 1993 nahm er an 369 Rennen teil, erzielte 53 Trainingsbestzeiten und gewann 67 Rennen. Die Meisterschaft der USAC gewann er 1960, 1961, 1963, 1964, 1967, 1975 sowie 1979. Nach der Abspaltung der Championship Auto Racing Teams (CART) konnte Foyt dort jedoch keine Rennen mehr für sich entscheiden.

Am 17. Januar 1965 verunglückte Foyt beim Motor Trend 500 schwer, als er aufgrund eines Bremsdefekts seinen Wagen von der Strecke lenkte, um eine Kollision mit anderen Fahrzeugen zu verhindern. Der Wagen überschlug sich bei mehr als 100 mph (rund 160 km/h) mehrfach. Der Rennarzt erklärte den bewusstlosen und hypoxischen Foyt zunächst für tot, doch Parnelli Jones gelang es, ihn wiederzubeleben. Foyt erlitt unter anderem eine Wirbelsäulenfraktur und einen Bruch des Brustbeins, rund drei Monate vergingen, bevor er wieder Rennen fahren konnte.[1]

Auf identischen seriennahen Chevrolet Camaro gewann er zweimal das International Race of Champions. Mit einem Oldsmobile Aerotech erzielte er mehrere Weltrekorde, u.a. die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit auf einem geschlossenen Rennkurs, 413,788 km/h am 27. August 1987 auf der 12,411 km langen Teststrecke bei Fort Stockton in Texas.

Persönliches[Bearbeiten]

Sein Enkel A. J. Foyt IV ist ebenfalls Rennfahrer und fuhr u.a auch in der IndyCar Series (20032010).

Statistik[Bearbeiten]

Einzelergebnisse in der Formel 1[Bearbeiten]

Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
1958 Flag of Argentina.svg Flag of Monaco.svg Flag of the Netherlands.svg US flag 48 stars.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Portugal.svg Flag of Italy.svg Flag of Morocco.svg
      16*              
1959 Flag of Monaco.svg US flag 48 stars.svg Flag of the Netherlands.svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Portugal.svg Flag of Italy.svg US flag 49 stars.svg    
  10                  
1960 Flag of Argentina.svg Flag of Monaco.svg US flag 49 stars.svg Flag of the Netherlands.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Portugal.svg Flag of Italy.svg Flag of the United States.svg  
    25*                

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1967 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Shelby American Inc. Ford GT40 Mk.IV Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dan Gurney Gesamtsieg

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: A.J. Foyt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. TDIH: January 17, 1965. http://nascaryesteryear.wordpress.com, 7. Januar 2013, abgerufen am 24. April 2013.