A. Robert Wieland

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August Robert Wieland (* 7. Juni 1862 in Auerbach; † 18. März 1940 ebenda) war ein deutscher Unternehmer.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Am Anger 5 begann die Wielandsche Strumpfproduktion. Hier wirkte A. Robert Wieland von 1881-1891 Strümpfe

August Robert Wieland wurde als einziges Kind einer mittellosen Strumpfwirkerfamilie geboren. Von seinem Vater August Wieland lernte er das Strumpfwirken auf dem Handkulierstuhl. 1880 kaufte er sich die erste Paget-Maschine. 1882 bis 1884 diente Wieland beim Militär in Leipzig. 1891 errichtete er mit drei Teilhabern in Auerbach im Erzgebirge eine Fabrik, ab 1897 war er nach Auszahlung der anderen Teilhaber alleiniger Eigner. Ab 1902 begann er, einen größeren Fabrikneubau zu errichten. 1914 erfand er mit seinem Schwiegersohn Paul Thierfelder den „ganzen Strumpf“. Mit diesem Verfahren konnten erstmals Strümpfe in einem Arbeitsgang hergestellt werden. Weitere zahlreiche Patente folgten. Um 1921 zählte die Firma bereits 400 Beschäftigte. 1927 entstand das Markenzeichen ARWA, eine Zusammensetzung aus dem Namen August Robert Wieland und Auerbach. Die produzierten Strumpfwaren wurden in Deutschland verkauft, so wie in viele Länder Europas und in die USA exportiert.

Den Betrieb machten besonders seine Leistungen im sozialen und kulturellem Bereich aus. Unter anderem sind zu nennen: eine Siedlung für die Arbeiter und Angestellten, eine Wirkerlehrlingswerkstatt, ein Werksorchester, Singgruppen, Feierabendgruppe, eine Betriebsfeuerwehr, Lehrlingswohnheime sowie eine Betriebskrankenkasse.

Grabmal der Familie August Robert Wieland in Auerbach (Erzgebirge)

Mit einer Belegschaftszahl von circa 1400 Personen gehörte sie zu den größten Fabriken auf dem deutschen Textilsektor in den 1930er und 1940er Jahren. Am 18. März 1940 starb A. Robert Wieland in Auerbach, wo er auch beigesetzt wurde.

[Bearbeiten] Privates

Am 24. April 1886 heiratete A. Robert Wieland in Auerbach Emma Meta Thierfelder, die jüngste Tochter eines Strumpfwirkermeisters.[1] Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor.

[Bearbeiten] Ehrungen

1946 ließ sich der Enkel von A. Robert Wieland, Hans Thierfelder im württembergischen Unterrot, einem Stadtteil von Gaildorf, nieder. Er gründete dort eine neue Strumpffabrik unter der Marke ARWA. Später wurde der Ortsteil in Unterrot-Arwa umbenannt. In diesem Ortsteil gibt es eine August-Robert-Wieland-Straße.

[Bearbeiten] Literatur

  • Wir von der Strumpfwirkerei. Werkszeitschrift der ARWA-Betriebsgemeinschaft A. Robert Wieland, Feinstrumpf-Großwerke, Chemnitz 1939-1942.
  • Nodelzang' un Maschenfang, hrsg. von der Gemeinde Auerbach/Erzgebirge, Stollberg 2001
  • Falk Drechsel: Wieland, August Robert. In: Sächsische Biografie. Herausgegeben vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, bearb. von Martina Schattkowsky.
  • Falk Drechsel: Volkskunst zwischen Strumpfwaren. In: Zwischen Davos und Auerbach. Leben und Wirken des Volksschullehrers Hellmuth Vogel, hrsg. von der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen, Dresden 2010.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Quelle: Standesamt Auerbach/Erzgebirge, Hochzeiten 1886, Nr. 12
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