AC Mailand
| AC Mailand | |||
| Voller Name | Associazione Calcio Milan S.p.A. | ||
| Ort | Mailand, Italien | ||
| Gegründet | 16. Dezember 1899 | ||
| Vereinsfarben | Rot, Schwarz | ||
| Stadion | Stadio Giuseppe Meazza | ||
| Plätze | 80.018 | ||
| Präsident | |||
| Trainer | |||
| Homepage | acmilan.com | ||
| Liga | Serie A | ||
| 2012/13 | 3. Platz | ||
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Der AC Mailand (offiziell Associazione Calcio Milan S.p.A., lombardisch [miˈlaŋ], oder kurz Milan) ist ein italienischer Fußballklub aus der Millionenstadt Mailand (Lombardei) im Norden des Landes.
Mit 18 nationalen Meistertiteln, fünf Pokalsiegen, dem siebenmaligen Gewinn des Europapokals der Landesmeister bzw. der UEFA Champions League und dem viermaligen Gewinn des Weltpokals gehört Milan zu den erfolg- und traditionsreichsten Vereinsmannschaften der Welt.
Heimstätte des Vereins ist das von den Fans meist nach dem gleichnamigen Stadtteil San Siro genannte Stadio Giuseppe Meazza.
Geschichte [Bearbeiten]
Gründung und frühe Jahre (1899–1929) [Bearbeiten]
Der AC Milan wurde am 16. Dezember 1899 als Mailänder Fußball- und Cricketklub (Milan Football and Cricket Club) unter der Leitung von Alfred Edwards und Herbert Kilpin gegründet. In diesen Jahren entwickelte sich in Italien gerade ein erster geordneter Spielbetrieb auf Landesebene, in dem sich Milan schnell profilierte. Bereits 17 Monate nach der Vereinsgründung, am 5. Mai 1901, setzte sich die Mannschaft aus der Lombardei mit einem 1:0 im Meisterschaftsendspiel gegen den CFC Genua durch und errang den ersten Titelgewinn.
Zwischenzeitlich wurden zwei weitere Meistertitel errungen, als 1908 einige Mitglieder den Verein verließen, um den heutigen Lokalrivalen Inter Mailand zu gründen.
In den folgenden Jahren konnte der AC Milan mit der neuen Mannschaft nicht mehr an die Erfolge der ersten neun Jahre anknüpfen. Erst im Jahr 1915 erreichte die Mannschaft wieder die Endrunde, die wegen des Kriegsbeginns aber nicht mehr zu Ende gespielt wurde. Während der Kriegsjahre wurde in einigen Regionen noch Fußball gespielt, und Milan trat im näheren Umland gegen andere Mailänder Vereine an. Ab 1929 etablierte man sich schließlich in der neu gegründeten italienischen 1. Liga.
Nach dem Zweiten Weltkrieg (1949–1956) [Bearbeiten]
Nach dem Zweiten Weltkrieg verstärkten sich die Rossoneri mit den schwedischen Spielern Gunnar Gren, Gunnar Nordahl und Nils Liedholm und fanden zu alter Spielstärke zurück. Als die Südamerikaner Juan Schiaffino und José Altafini zum Verein stießen, wurde die Überlegenheit in der italienischen Liga immer deutlicher. In den ersten 20 Jahren nach Kriegsende erreichte Milan in der Serie A bis auf eine Ausnahme jedes Mal einen der ersten drei Tabellenplätze, wobei es allein fünf Meistertitel zu bejubeln gab.
Wiederaufstieg zur europäischen Spitzenmannschaft (1959–1969) [Bearbeiten]
Aber auch auf internationaler Ebene konnte man Erfolge feiern. Nachdem die Italiener 1956 und 1958 im Halbfinale bzw. im Finale des Europapokals der Landesmeister jeweils am spanischen Vertreter Real Madrid scheiterten, errangen sie schließlich am 22. Mai 1963 mit einem 2:1-Endspielsieg gegen Benfica Lissabon erstmals den bedeutendsten europäischen Titel.
Den Gewinn des Weltpokals verpasste man allerdings, nachdem man gegen den Gewinner der südamerikanischen Klubmeisterschaft FC Santos im entscheidenden Spiel mit 0:1 unterlag. Zuvor konnten beide Mannschaften zuhause ihren Gegner jeweils mit 4:2 bezwingen.
Die Ära Nereo Rocco (1967–1973) [Bearbeiten]
1965 schied der AC Milan als Titelverteidiger bereits im Viertelfinale gegen den späteren Finalisten Real Madrid aus. Nachdem 1964 und 1965 jeweils der Stadtrivale Inter sowohl den Europapokal der Landesmeister als auch den Weltpokal hatte gewinnen können und somit in der Anzahl der Erfolge an Milan vorbeigezogen war, folgte 1968 schließlich der zweite große internationale Triumph für die Rossoneri als sie gegen den deutschen Vertreter Hamburger SV den Cup der Pokalsieger gewinnen konnten. Ein Jahr später gewann der AC Milan zum zweiten Mal den Europapokal der Landesmeister. Dabei schlugen sie die Mannschaft von Ajax Amsterdam deutlich mit 4:1. Diesmal blieben die Mailänder auch im Duell gegen den Vertreter aus Südamerika Sieger und gewannen somit erstmals den Weltpokal. Dabei setzten sie sich gegen den Vorjahressieger Estudiantes de La Plata aus Argentinien durch, als sie nach einem deutlichen 3:0-Heimerfolg im Rückspiel knapp mit 1:2 unterlagen. Der europäische Vereinstitel konnte aber wiederum nicht verteidigt werden, da man in der darauf folgenden Saison schon im Achtelfinale gegen den späteren Turniersieger Feyenoord Rotterdam ausschied.
1973 gewann der AC Milan zum zweiten Mal den Pokalsiegerwettbewerb. Dabei wurde im Finale die Mannschaft von Leeds United bezwungen. Ein Jahr später stand man erneut im Finale, verlor jedoch überraschend mit 0:2 gegen den Pokalsieger aus der DDR, den 1. FC Magdeburg.
1980 endete die Erfolgsserie abrupt, als der Klub zusammen mit Lazio Rom wegen illegaler Wettgeschäfte vom italienischen Fußballverband zum Zwangsabstieg in die Serie B verurteilt wurde. Auch wenn Milan umgehend der Wiederaufstieg gelang, erholte sich der Verein nur langsam und musste im Jahr darauf erneut den Weg in die zweite Liga antreten. Nach dem neuerlichen Abstieg in die Serie B gelang wiederholt der sofortige Wiederaufstieg in die oberste Spielklasse. Unter anderem wurde dies erreicht, da Lokalrivale Inter den Rossoneri drei Spieler auslieh, da Milan zu dieser Zeit nicht über die finanziellen Mittel verfügte, eine schlagkräftige Mannschaft aufzustellen.[1]
Sacchis „Gli Immortali“ (1986–1990) [Bearbeiten]
Als 1986 Silvio Berlusconi die Aktienmehrheit am Verein erwarb und den Vorsitz übernahm,[2] fand der AC Milan schließlich wieder in die Erfolgsspur zurück. Die Mannschaft erfuhr einen erheblichen Neuaufbau, dabei wurde u. a. mit Arrigo Sacchi ein Trainer verpflichtet, welcher einen offensiven Fußball bevorzugte. Neben Roberto Donadoni wurden die niederländischen Fußballstars Ruud Gullit, Marco van Basten und Frank Rijkaard verpflichtet. Neben diesen offensiven Spielern und den beiden Abwehrstrategen Franco Baresi und Paolo Maldini entwickelte sich mit der Zeit eine schlagkräftige Mannschaft, welche ab Ende der achtziger Jahre den europäischen Vereinsfußball zu dominieren begann. Während dieser Zeit wurde das Team auch Gli Immortali („Die Unsterblichen“) genannt. Dabei gewann der AC Milan 1989 nach dem elften Gewinn der Meisterschaft im Jahr zuvor den Europapokal der Landesmeister, den europäischen Supercup und den Fußball-Weltpokal. In der nationalen Meisterschaft hingegen musste man sich am Saisonende mit dem dritten Rang hinter dem Stadtrivalen Inter und dem SSC Neapel begnügen. 1990 gelang dem AC Milan die erfolgreiche Titelverteidigung im Europacup der Landesmeister. Trotzdem mussten sich die Rossoneri auch in diesem Jahr dem SSC Neapel geschlagengeben und belegten in der Endabrechnung Platz zwei.
Capellos „Gli Invincibili“ (1991–1996) [Bearbeiten]
1991 verließ Arrigo Sacchi den Verein, um die italienische Fußballnationalmannschaft zu trainieren. Auch unter seinem Nachfolger Fabio Capello welcher im Gegensatz zu seinem Vorgänger eher defensiv spielen ließ, blieb der AC Milan erfolgreich. Außerdem kamen mit Zvonimir Boban und Dejan Savicevic sowie Jean-Pierre Papin weitere Weltklassespieler. Doch wie schon im Jahr zuvor reichte es in der nationalen Meisterschaft wieder nur für den zweiten Platz. Diesmal musste man der Mannschaft von Sampdoria Genua den Vortritt lassen. Auch im Europacup scheiterten die Italiener bereits im Viertelfinale gegen den französischen Meister Olympique Marseille, dem späteren Finalisten. Nachdem der Titelverteidiger als Gastgeber im ersten Spiel nicht über ein Unentschieden hinauskam, musste das Rückspiel in Marseille unbedingt gewonnen werden. Als beim Stand von 1:0 für die Franzosen kurz vor Schluss im Stadion die Flutlichtanlage ausfiel, nahmen das die Italiener zum Anlass das Spiel abzubrechen. Daraufhin wurde der Verein für sein eigenmächtiges Handeln für ein Jahr von allen europäischen Klubwettbewerben ausgeschlossen.
In der Saison 1991/92 konnte man nach vier Jahren wieder den Scudetto gewinnen. Bezeichnet als Gli Invicibili („Die Unbesiegbaren“) blieb man dabei die gesamte Saison über in 58 Spielen ungeschlagen. Auch in den folgenden beiden Jahren blieb man die Nummer eins im eigenen Land.
Ab der Saison 1992/93 durfte Milan wieder am höchsten europäischen Klubwettbewerb teilnehmen, welcher erstmals unter der Bezeichnung UEFA Champions League durchgeführt wurde. Dabei gelang auf Anhieb wieder der Einzug ins Finale, wo man auf den letzten europäischen Bezwinger aus Marseille traf. Obwohl der AC Milan als klarer Favorit in das Spiel ging, misslang die Revanche für die Viertelfinalniederlage zwei Jahre zuvor. Olympique Marseille hingegen feierte durch einen knappen 1:0 Sieg den ersten Gewinn der europäischen Königsklasse.
Im darauf folgenden Jahr zogen die Mailänder wiederum in das Finale ein. Dabei vermochte die Mannschaft in der Vorrunde mit ihrem schon markanten Defensivfußball nur wenig überzeugen und konnte von 6 Spielen gerade einmal zwei gewinnen, bei 4 Unentschieden. Aus diesem Grund galt der AC Milan seit langer Zeit wieder als Außenseiter, da ihm mit dem FC Barcelona eine Mannschaft gegenüberstand, welche nach Ansicht vieler Beobachter den offensivsten und torreichsten Fußball dieser Zeit praktizierte. Doch letztlich blieb die erwartete Wachablösung im europäischen Vereinsfußball aus, der AC Milan übernahm im Athener Olympiastadion vor 76.000 Zuschauer von Beginn an die Initiative und besiegte seinen spanischen Kontrahenten deutlich mit 4:0.
Auch 1995 kam Milan zum nunmehr dritten Mal in Folge ins Finale der Champions League. Die mittlerweile in die Jahre gekommenen Stars unterlagen dabei den „jungen Wilden“ von Ajax Amsterdam im Wiener Ernst-Happel-Stadion mit 0:1. Dabei erzielte der zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 18-jährige Patrick Kluivert das „goldene Tor“.
Mit dieser Niederlage ging in der europäischen Königsklasse eine 7-jährige Ära zu Ende, in welcher der AC Milan eine prägende Rolle innehatte, welche in seiner Dominanz nur mit der von Real Madrid in den späten 1950er-Jahren zu vergleichen war. Die Italiener erreichten in dieser Zeit fünfmal das Finale, wobei sie letztlich dreimal Europas Fußballkrone erringen konnten.
Milan unter Carlo Ancelotti (2001–2009) [Bearbeiten]
Danach endete vorerst die Überlegenheit des AC Milan, da die Mannschaft im Umbruch stand. Trainer Fabio Capello verließ den Verein und wurde durch Óscar Washington Tabárez aus Uruguay ersetzt. Ruud Gullit hatte schon 1993 sein Engagement beim Verein beendet, Marco van Basten musste wegen anhaltenden Verletzungsproblemen seine Karriere beenden und andere Stars früherer Jahre konnten wie Franco Baresi nicht mehr an ihre alte Leistungsfähigkeit anknüpfen. Neue spektakuläre Verpflichtungen wie die von Roberto Baggio oder George Weah konnten die dabei entstehenden Lücken nicht schließen, wodurch der Verein in Europa eine Reihe überraschender Niederlagen einstecken musste. In den Jahren 1997 und 1998 war der Klub aus Norditalien weit von den Erfolgen vergangener Tage entfernt, da er in dieser Zeit selbst auf nationaler Ebene nur ein Platz in der unteren Tabellenhälfte erreichen konnte. Nach kurzen erneuten Amtsperioden von Sacchi und Capello wurde schließlich Alberto Zaccheroni als Trainer verpflichtet, der die Durststrecke beendete und den Verein 1999 zur erneuten Meisterschaft führte. Trotzdem drehte sich das Trainerkarussell weiter bis mit Carlo Ancelotti auch der internationale Erfolg zurückkehrte. Nachdem u. a. der torgefährliche ukrainische Stürmer Andrij Schewtschenko geholt wurde, galt der Milan wieder als eine der spielstärksten Mannschaften Europas und erreichte schließlich im Jahre 2003 wieder das Finale der Champions League. Hierbei gewann man im Elfmeterschießen gegen den Ligakonkurrenten Juventus Turin und konnte sich so den wertvollsten Titel Europas zum mittlerweile sechsten Mal sichern. In der Saison 2003/04 schied der AC Milan als Titelverteidiger im Viertelfinale gegen Deportivo La Coruña aus. Nachdem das Hinspiel im Giuseppe-Meazza-Stadion mit 4:1 gewonnen wurde, verlor man das Rückspiel im Estadio Riazor mit 0:4.
In der Saison 2004/05 stand der AC Milan erneut im Finale der Champions League, wo der Gegner diesmal FC Liverpool hieß. Dieses Spiel sollte als eines der denkwürdigsten in die Geschichte des europäischen Meistercups eingehen. Nachdem der große Favorit aus Italien anfangs seinen Gegner nach Belieben beherrschte und zur Halbzeit bereits mit drei Toren führte, kämpften sich die aufopferungsvoll kämpfenden Engländer wieder ins Spiel zurück und erreichten die Verlängerung. Nachdem diese keine Entscheidung brachte, wurde der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt, in welchem Milan schließlich das schon sicher geglaubte Spiel doch noch verlor.
Ein Jahr später konnte der AC Milan das Halbfinale der Champions League erreichen, musste sich dort jedoch dem späteren Sieger FC Barcelona geschlagen geben.
Im Mai 2006 wurde die italienische Liga von einem Skandal erschüttert, in welchem neben Juventus Turin auch der AC Milan verwickelt war. Als Konsequenz wurden dem Mailänder Verein für die gerade abgeschlossene Saison 2005/06 44 Punkte abgezogen. Dadurch verlor Milan den 2. Platz und damit die verbundene direkte Qualifikation für die Champions League 2006/07. Ein Berufungsgericht milderte allerdings den Richterspruch ab und reduzierte die Strafe auf 30 Punkte Abzug, wodurch der Verein in der Endabrechnung noch den dritten Tabellenplatz belegte und zumindest noch die Champions League über die Qualifikationsrunde erreichen konnte. Außerdem bekam der Verein für die darauf folgende Spielzeit 2006/07 einen Abzug von 15 Punkten, welcher nach der Berufung auf -8 Punkte reduziert wurde.
Trotz dieses mühevollen Umweges erreichte Milan in der Saison 2006/07 wiederum das Finale der Champions League, wo mit dem FC Liverpool der Endspielgegner von Istanbul wartete. Doch anders als im legendären Finale von 2005 behielten die Rossoneri hier das bessere Ende für sich und gewannen durch zwei Tore von Filippo Inzaghi verdient mit 2:1. Im August des gleichen Jahres konnte der AC Milan dem Triumph in der Königsklasse noch den Gewinn des Supercups hinzufügen, als in Monaco der amtierende UEFA-Cup Sieger FC Sevilla mit 3:1 bezwungen wurde.
Am 16. Dezember 2007 gelang dem AC Milan zum vierten Mal der Sieg im Weltpokal, wobei in Yokohama der Sieger aus der Südamerika-Gruppe, die Boca Juniors, mit 4:2 geschlagen wurden. Die Saison 2007/08 wurde in der Serie A auf einem enttäuschenden fünften Tabellenplatz abgeschlossen, wodurch man in der Saison 2008/09 die Champions League nicht erreichte.
Gegenwart [Bearbeiten]
In der Saison 2010/11 wurde der Kader des AC Milan mit einigen neuen Spielern verstärkt: Für die Offensive wurden die Star-Stürmer Robinho und Zlatan Ibrahimovic verpflichtet, im Dezember außerdem der italienische Nationalspieler Antonio Cassano. Für das Mittelfeld wurde u. a. Kevin-Prince Boateng und im Januar der international erfahrene Mark van Bommel geholt. Zusammen mit Leistungsträgern wie Torhüter Christian Abbiati, den Verteidigern Thiago Silva und Alessandro Nesta, den Mittelfeldspielern Gennaro Gattuso und Clarence Seedorf und Stürmer Pato bildeten diese Neuverpflichtungen eine Mannschaft, welche die italienische Liga beinahe über die ganze Spielzeit dominierte und bereits drei Spieltage vor Saisonende den 18. Meistertitel für die Rossoneri fixierte – den ersten nach sieben Jahren. In der Champions League schieden die Mailänder dagegen bereits im Achtelfinale gegen Tottenham Hotspur aus.
Im Jahr 2012 erwirtschaftete der Verein einen Umsatz von 284,9 Millionen Euro und ist damit der umsatzstärkste Klub Italiens, weltweit belegt der AC Milan in dieser Kategorie Platz sechs.[3]
Spiel- und Trainingsstätten [Bearbeiten]
Historische Spielstätten [Bearbeiten]
Milan spielte von 1900 bis 1903 auf dem Trotter an der Piazza Doria, von 1903 bis 1905 auf dem Acquabella am Corso Indipendenza, von 1906 bis 1914 auf dem Campo di Porta Monforte, von 1914 bis 1920 im Velodromo Sempione und von 1920 bis 1926 auf dem Campo di Viale Lombardia.[4] 1926 zog der Klub schließlich nach San Siro um.
Stadion [Bearbeiten]
Der offizielle Name des Fußballstadions lautet Stadio Giuseppe Meazza. Der Name wurde nach einem Umbau im März 1980 zu Ehren des Fußballspielers Giuseppe Meazza vergeben. Meazza spielte sowohl für Inter als auch für Milan. Trotzdem wird das Stadion weiterhin mit seinem ursprünglichen Namen San Siro genannt. San Siro ist der Name des Stadtteils, in welchem das Stadion steht. Der Name kommt wiederum von einer kleinen Kirche, welche nicht mehr vorhanden ist. Das Stadion hat insgesamt 80.018 Sitzplätze, welche in drei Ringe aufgeteilt sind. Die Einweihung fand am 19. September 1926 mit einem Freundschaftsspiel zwischen Milan und Inter statt. Ursprünglich war das Stadion Eigentum des AC Milan, seit 1947 teilen sich die beiden Mailänder Vereine das Stadion.
Außerdem beherbergt es Fanshops, Restaurants und ein Museum in dem sich Besucher über die ereignisreiche Geschichte der beiden Mailänder Vereine informieren können.[5]
Baubeginn war der 5. Dezember 1925, seither wurde das San Siro mehrmals ausgebaut und modernisiert. Die letzten größeren Umbauarbeiten wurden zur Weltmeisterschaft 1990 beendet, gleichwohl gibt es Pläne das Stadion grundlegend zu renovieren.
Centro Sportivo Milanello [Bearbeiten]
Das Trainings- und Ausbildungszentrum Centro Sportivo Milanello („Milanello“)[6] liegt nordwestlich von Mailand in der Provinz Varese. Auf einer Fläche von 160.000 m2 befinden sich sechs reguläre Fußballplätze, ein synthetischer Kunstrasenplatz, eine Indoor-Fußballhalle und das sportmedizinische Zentrum Milan-Lab. Es wird als eines der renommiertesten und innovativsten europäischen Sportzentren angesehen.
Die italienische Fußballnationalmannschaft nutzte das Trainingszentrum, um sich auf die Europameisterschaften 1988, 1996 und 2000 vorzubereiten.[7]
Sonstiges [Bearbeiten]
Kurioses [Bearbeiten]
Milan läuft in Halbfinal- und Finalspielen nach Möglichkeit mit den weißen Auswärtstrikots auf, dem „Maglia Fortunate“ (Glückstrikot), in dem das Team die Finalspiele der Champions League 1989, 1990, 1994, 2003 und 2007 gewann.[8] Bei den Niederlagen 1993 gegen Olympique de Marseille und 1995 gegen Ajax Amsterdam, lief man in rot-schwarz auf.
Nach den Karriereenden von Franco Baresi 1997 und Paolo Maldini 2009 wurden deren Rückennummern um die Verdienste und Treue zum Verein bis auf weiteres nicht mehr vergeben.[9]
Der AC Milan betreibt ein Team in der Superleague Formula Rennwagen-Serie. Robert Doornbos, ehemaliger Fahrer für Minardi und Red Bull Racing, fuhr im Jahr 2008 für Milan.[10] Er gewann sein erstes Rennen für Milan auf dem Nürburgring in Deutschland.
2006 entwarf das amerikanische Filmstudio Warner Bros. ein offizielles AC Milan Maskottchen namens „Milanello“.[11]
Fans und Anhänger [Bearbeiten]
Laut einer Studie von 2010 ist Milan mit etwa 20 Millionen Fans der beliebteste italienische Verein in Europa.[12]
Die organisierten Fan-Gruppen des AC Milan sind traditionell in der Curva Sud des Stadions zu finden. Eines ihrer Lieder ist die Mailänder Hymne O mia bela Madunina mit dem Refrain „… ma Milan è un gran Milan“ (… aber Mailand ist ein großes Mailand).
Die Fossa dei Leoni (ital., ‚Höhle der Löwen‘) war eine Ultrà-Gruppierung. Sie wurde 1968 gegründet und hatte bis zu 10.000 Mitglieder. Im Gegensatz zur zweiten großen Fan-Gruppierung, der Brigate Rossonere war sie aufgrund ihrer Größe unpolitisch. Zwischen der Fossa dei Leoni und der Brigate Rossonere gab es ein Abkommen, das vorschrieb, dass Politik im Stadion nichts zu suchen hat. Dieses Abkommen besteht bis heute zwischen allen Gruppen.
Die Commandos Tigre, gegründet 1967, sind im Unterrang der Curva Sud zu finden. Die 1975 gegründete Brigate Rossonere bildet derzeit die größte organisierte Anhängerschaft des Vereins.
Derby della Madonnina [Bearbeiten]
Der AC Milan ist Teil eines der bekanntesten Fußballderbys der Welt, dem Mailänder Stadtderby. Das Derby della Madonnina, welches nach der Madonnenstatue auf der zentralen Turmspitze des Mailänder Doms benannt wurde, ist im Gegensatz zu vielen anderen Derbys nicht von geographischen, kulturellen oder politischen Gegensätzen geprägt, sondern erhält seine besondere Brisanz dadurch, dass Inter Mailand aus dem älteren Milan hervorging, beide Vereine sich das Stadion teilen und die Klubs national und international ähnlich erfolgreich sind (Mailand ist z. B. die einzige Stadt, welche zwei Champions League-Sieger beheimatet) und regelmäßig um Titel konkurrieren.
Milan Channel [Bearbeiten]
Milan Channel[13] ist der Abonnement-basierte Fernsehsender des Vereins. Das Programm umfasst tagesaktuelle Nachrichten aus dem Verein und der Welt des Fußballs, Reportagen, Porträts, Interviews, Live-Bilder vom Mannschaftstraining, die Ausstrahlung von Fußballklassikern vergangener Jahre, sowie die Übertragung zahlreicher Spiele der Serie A, Champions League, Coppa Italia und der Jugendmannschaften.
Fondazione Milan [Bearbeiten]
Fondazione Milan Onlus[14] ist eine Stiftung, die vom Verein, sowie durch Sponsoren und Spenden finanziert wird. Ihr Ziel ist es die sozialen und kulturellen Werte das Sportes im Allgemeinen und des Vereins im Besonderen, in den Dienst der Gesellschaft zu stellen. Die weltweit operierende Stiftung betreibt in erster Linie Projekte in den Bereichen schulischer und beruflicher Ausbildung junger Menschen, Menschenrechte, Bildung, Sport, humanitäre Hilfe in Entwicklungsländern und die Aufrechterhaltung der Beziehungen zwischen nationalen und internationalen Institutionen.
Trikots und Ausrüster [Bearbeiten]
Seit der Gründung tragen die Spieler stets rot-schwarz gestreifte Trikots zu den Heimspielen, dazu weiße Shorts und schwarze Stutzen. Derzeitiger Ausrüster ist der Sportartikelhersteller Adidas. 1987 schloss Milan einen Werbevertrag mit Mediolanum, die ihren Schriftzug auf den Trikots platzierten. Es folgten Motta (1992–1994), Opel (1994–2006) und Bwin (2006–2010). Seit 2011 wirbt Emirates auf den Shirts.
Vereinserfolge [Bearbeiten]
In Bezug auf die Summe internationaler Titelgewinne gilt der AC Milan als erfolgreichster Fußballverein der Welt. Allein im bedeutendsten europäischen Klubwettbewerb stand Milan bisher elfmal im Finale und blieb dabei sieben Mal siegreich.
International [Bearbeiten]
- Coppa Latina (2) (Rekord)
- 1951, 1956
- Mitropacup (1)
- 1981/82
National [Bearbeiten]
- Medaglia del Re (3) (Rekord)
- 1900, 1901, 1902
Personal [Bearbeiten]
(Stand: 4. Februar 2013)[15]
Kader 2012/13 [Bearbeiten]
| Torhüter | ||
|---|---|---|
| 1 | 02.04.1982 | |
| 32 | 08.06.1977 | |
| 59 | 22.09.1992 | |
| Abwehrspieler | ||
|---|---|---|
| 2 | 20.10.1992 | |
| 5 | 30.03.1982 | |
| 14 | 01.05.1991 | |
| 17 | 30.09.1986 | |
| 20 | 12.11.1986 | |
| 25 | 31.05.1981 | |
| 35 | 09.06.1989 | |
| 76 | 13.01.1976 | |
| 77 | 04.08.1982 | |
| 81 | 21.12.1981 | |
| Mittelfeldspieler | ||
|---|---|---|
| 4 | 27.08.1984 | |
| 8 | 09.04.1985 | |
| 10 | 06.03.1987 | |
| 12 | 06.03.1985 | |
| 16 | 07.03.1984 | |
| 18 | 18.01.1985 | |
| 21 | 10.05.1987 | |
| 23 | 29.05.1977 | |
| 34 | 30.11.1984 | |
| Stürmer | ||
|---|---|---|
| 7 | 25.01.1984 | |
| 11 | 02.08.1984 | |
| 19 | 19.12.1994 | |
| 22 | 28.08.1990 | |
| 45 | 12.08.1990 | |
| 92 | 27.10.1992 | |
Vereinsführung 2012/13 [Bearbeiten]
| Trainerstab | |
|---|---|
| Cheftrainer | |
| Co-Trainer | |
| Konditionstrainer | |
| Torwarttrainer | |
| Jugendtrainer | |
| Präsidium | |
|---|---|
| Präsident und C.E.O. | |
| Vize-Präsident | |
| Sportdirektor | |
| Team-Manager | |
| Organisationsdirektor | |
| Finanzdirektor | |
| Jugendkoordinator | |
Statistiken und Rekorde [Bearbeiten]
Bekannte ehemalige Spieler [Bearbeiten]
Die meisten Einsätze und Tore [Bearbeiten]
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(Stand: 4. Februar 2013; angegeben sind alle Pflichtspiele und -tore)
Trainerhistorie [Bearbeiten]
Präsidentenhistorie [Bearbeiten]
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Individuelle Erfolge [Bearbeiten]
International [Bearbeiten]
- Ballon d’Or (8)
- Gianni Rivera: 1969
- Ruud Gullit: 1987
- Marco van Basten: 1988, 1989, 1992
- George Weah: 1995
- Andrij Schewtschenko: 2004
- Kaká: 2007
- Weltfußballer des Jahres (6)
- Ruud Gullit: 1987, 1989
- Marco van Basten: 1988, 1992
- George Weah: 1995
- Kaká: 2007
- UEFA Club Football Awards (6)
- Paolo Maldini: 2007 (Bester Verteidiger)
- Clarence Seedorf: 2007 (Bester Mittelfeldspieler)
- Kaká: 2005 (Bester Mittelfeldspieler)
- Kaká: 2007 (Bester Stürmer)
- Kaká: 2007 (UEFA Fußballer des Jahres)
- Pato: 2009 (Bester Stürmer)
- Carlo Ancelotti: 2003 (UEFA Trainer des Jahres)
- Carlo Ancelotti: 2007 (UEFA Trainer des Jahres)
- World Soccer (11)
- AC Milan: 1989, 1994, 2003 (Mannschaft des Jahres)
- Ruud Gullit: 1987, 1989 (Spieler des Jahres)
- Marco van Basten: 1988, 1992 (Spieler des Jahres)
- Paolo Maldini: 1994 (Spieler des Jahres)
- Kaká: 2007 (Spieler des Jahres)
- Arrigo Sacchi: 1989 (Trainer des Jahres)
- Carlo Ancelotti: 2003 (Trainer des Jahres)
National [Bearbeiten]
- Torschützenkönig (17)
- Aldo Boffi: 19 (1938/1939), 24 (1939/1940), 22 (1941/1942)
- Gunnar Nordahl: 35 (1949/1950), 34 (1950/1951), 26 (1952/1953), 23 (1953/1954), 27 (1954/1955)
- José Altafini: 22 (1961/1962)
- Pierino Prati: 15 (1967/1968)
- Gianni Rivera: 17 (1972/1973)
- Pietro Paolo Virdis: 17 (1986/1987)
- Marco van Basten: 19 (1989/1990), 25 (1991/1992)
- Andrij Schewtschenko: 24 (1999/2000), 24 (2003/2004)
- Zlatan Ibrahimovic: 28 (2011/2012)
- Guerin d’Oro (6)
- Franco Baresi: 1990
- Frank Rijkaard: 1992
- Daniele Massaro: 1994
- Kaká: 2004, 2007
- Zlatan Ibrahimovic: 2011
- Trainer des Jahres (3)
- Alberto Zaccheroni: 1999
- Carlo Ancelotti: 2004
- Massimiliano Allegri: 2011[16]
Weblinks [Bearbeiten]
Quellenangaben [Bearbeiten]
- ↑ Flutlicht und Schatten. Die Geschichte des Europapokals. ISBN 3-89533-474-X, S. 431.
- ↑ Fußball.com – 15. Juni 2006: Berlusconi wieder Präsident des AC Mailand
- ↑ Richest Football Clubs 2012 – World’s Most Valuable Football Teams
- ↑ I campi di gioco del Milan (dt.: Die Spielstätten des AC Milan)
- ↑ sansiro.net – siehe Museo und Store
- ↑ acmilan.com – Centro Sportivo Milanello
- ↑ acmilan.com/accessibile/ – siehe Le strutture
- ↑ uefa.com – Milan ganz in Weiß
- ↑ Which clubs have retired shirt numbers?, guardian.co.uk
- ↑ Doornbos joins Superleague series, autosport.com
- ↑ Ecco la nuova mascotte, acmilan.com
- ↑ sportundmarkt.de – football top 20
- ↑ acmilan.com – Milan Channel
- ↑ fondazionemilan.org – Mission
- ↑ acmilan.com – Teams
- ↑ Associazione Italiana Calciatori – Albo d’oro 2011
Atalanta Bergamo | FC Bologna | Cagliari Calcio | Catania Calcio | AC Florenz | CFC Genua | Sampdoria Genua | AC Mailand | Inter Mailand | SSC Neapel | US Palermo | FC Parma | Pescara Calcio | AS Rom | Lazio Rom | AC Siena | FC Turin | Juventus Turin | Udinese Calcio | AC Chievo Verona