Rallye Deutschland

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Sonderprüfung 2007 bei Thomm, nahe Trier
Sonderprüfung 2007 bei Thomm, nahe Trier

Die Rallye Deutschland ist eine jährlich stattfindende Motorsport-Veranstaltung, die vom ADAC ausgerichtet wird. 2001 erfolgte der Zusammenschluss mit der Hunsrück-Rallye, und seit 2002 ist sie einer der Läufe zur Rallye-Weltmeisterschaft.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Historie

Die erste Deutschland-Rallye wurde bereits 1982 ausgetragen, Startort war damals Frankfurt am Main. Später waren auch Mainz, Koblenz, St. Wendel und Adenau Austragungsorte. Seit 2000 ist Trier offizieller Start- und Zielort.

[Bearbeiten] Streckencharakter

Start 2004 Truppenübungsplatz Baumholder, Katamjit Singh / Allen Oh, Proton Pert Evo 7, Gruppe N
Start 2004 Truppenübungsplatz Baumholder, Katamjit Singh / Allen Oh, Proton Pert Evo 7, Gruppe N

Ihren besonderen Reiz zieht die Rallye aus der abwechslungsreichen Streckenführung, die sie eigentlich zu „drei Rallyes in einer“ machen. Nach dem so genannten Shakedown und traditionellen Showstart vor der Porta Nigra am Donnerstag, findet die erste Etappe am Freitag in den Weinbergen statt. Die Kurse zeichnen sich durch kurze, schnelle Geraden gefolgt von scharfen Abzweigen und Spitzkehren in Hanglage aus. Mit Beginn des zweiten Tages verlagert sich die Streckenführung weiter nach Süden auf den Truppenübungsplatz Baumholder. Hier steht insbesondere die Wertungsprüfung „Panzerplatte“ mit der bereits legendären Sprungkuppe „Gina“ auf dem Plan.

Hinkelstein, (Unfallstelle Solberg 2004)
Hinkelstein, (Unfallstelle Solberg 2004)

Das Profil dieses Tages ist geprägt von mittelschnellen Strecken auf einem Gemisch von Asphalt und Betonplatten. An zahlreichen Stellen säumen die berühmt-berüchtigten „Hinkelsteine“ die Route. Ursprünglich als Streckenbegrenzung für Militärfahrzeuge gedacht, stellen sie während der Rallye ein gefährliches Hindernis dar. Leichte Fahrfehler können fatal enden, wie Petter Solberg 2004 erfahren musste. Die dritte Etappe besteht hauptsächlich aus ultraschnellen Prüfungen auf den Landstraßen der Region rund um St. Wendel. Den Abschluss der Veranstaltung bildet die Siegerehrung vor der Porta Nigra am Sonntagmittag bzw. -nachmittag. Neben der wechselnden Streckencharakteristik stellt das Wetter eine weitere Herausforderung dar. Kurze aber teilweise heftige Regenschauer lassen die morgendliche Reifenwahl schnell zum Verhängnis werden; prominentes Opfer z. B. Marcus Grönholm auf der ersten Etappe im Jahr 2004.

[Bearbeiten] Zuschauer

Zuschauer an der WP Panzerplatte
Zuschauer an der WP Panzerplatte

Ein spezieller Zuschauerrundkurs war von 2001 bis 2006 in St. Wendel zu erleben. Ab 2007 wird der Rundkurs, mit Namen Circus Maximus als Anlehnung an die über 2000-jährige Geschichte der Stadt Trier und Erbauung durch die Römer, in der Innenstadt von Trier gefahren.

Der Servicepark war im Jahre 2001 an jedem Tag an einem anderem Ort (erster Tag in Trier, zweiter Tag im Lager Aulenbach in Baumholder und am dritten Tag am Ufer des Bostalsees in der Gemeinde Nohfelden im Saarland), im Jahre 2002 nur noch an zwei Orten (in Trier und am Bostalsee), von 2003 bis 2006 am Bostalsee zu finden. Seit 2007 ist er wieder in Trier untergebracht.

Der Parc Fermé ist, mit einer Ausnahme 2004, auf dem Trierer Viehmarkt eingerichtet. Dort können die Fans den Abend beispielsweise beim alljährlichen Brauerfest ausklingen lassen. 2006 bot sich darüber hinaus während des gesamten Rallyewochenendes die Chance am Römerfestival „Brot & Spiele“ teilzunehmen.

In den vergangenen Jahren wurde die Rallye regelmäßig von mehr als 200.000 Zuschauern besucht.

[Bearbeiten] Gesamtsieger

Jahr Gesamtsieger Marke und Modell
Fahrer Beifahrer
20001 DenmarkDenmark Henrik Lundgaard DenmarkDenmark Jens Christian Anker Toyota Corolla WRC
20011 FranceFrance Philippe Bugalski FranceFrance Jean-Paul Chiaroni Citroën Xsara WRC
2002 FranceFrance Sébastien Loeb MonacoMonaco Daniel Elena Citroën Xsara WRC
2003 FranceFrance Sébastien Loeb MonacoMonaco Daniel Elena Citroën Xsara WRC
2004 FranceFrance Sébastien Loeb MonacoMonaco Daniel Elena Citroën Xsara WRC
2005 FranceFrance Sébastien Loeb MonacoMonaco Daniel Elena Citroën Xsara WRC
2006 FranceFrance Sébastien Loeb MonacoMonaco Daniel Elena Citroën Xsara WRC
2007 FranceFrance Sébastien Loeb MonacoMonaco Daniel Elena Citroën C4 WRC
2008

1Kein WM-Status!

[Bearbeiten] Umwelt

Drei Umweltbeauftragte (ein Physiker, ein Agraringenieur und Naturschützer sowie ein Geologe) managen seit der Rallye 2002 die Umweltbelange von der Beratung bei der Zuschauerlenkung in ökologisch sensiblen Bereichen bis zu den naturschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren und der Überwachung vor Ort vor allem im Zuschauerbereich. Dieses Umweltregime wird inzwischen als weltweit beispielhaft herausgestellt, stößt aber bei manchen nationalen Veranstaltern anderer Weltmeisterschaftsläufe auf wenig Gegenliebe. Aktuell (2006/2007) wird die Koordination Motorsport/Umweltaspekte/Naturschutz zusätzlich durch eine an der FH Birkenfeld vergebene (noch nicht abgeschlossene) Diplomarbeit unterstützt.

[Bearbeiten] Weblinks

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