ADM-Masse

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Die ADM-Masse (nach Richard Arnowitt, Stanley Deser und Charles W. Misner 1961) ordnet Lösungen der Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie eine Masse zu, die an ihrer gravitativen Auswirkung in großem Abstand abgelesen werden kann. Die ADM-Masse ist für asymptotisch flache Raumzeiten definiert.

Definition[Bearbeiten]

Sei M eine asymptotisch flache Riemannsche Mannigfaltigkeit (also ein Raum, dessen Krümmungstensor im Unendlichen verschwindet) mit Metrik g. Dann ist die ADM-Masse gegeben durch

m_{ADM}(M,g):= \lim_{R\to\infty} \,\frac{1}{16\,\pi} \sum_{\mu,\nu=1,2,3}\,\,\int_{\partial K_R} \left(\frac{\partial}{\partial x_{\mu}}\, g_{\nu \nu}- \frac{\partial}{\partial x_{\nu}}\, g_{\nu\mu} \right)\,\mathrm{d}n^{\mu},

Dabei ist K_R eine Kugel mit Radius R und Oberfläche \partial K_R\,, n ist die nach außen zeigende Oberflächennormale.

Die ADM-Masse kann also aus metrischen Größen in großer Entfernung von der Materie bestimmt werden. Nach dem Schoen-Yau-Theorem ist die ADM-Masse positiv, m_{ADM} >0\,, wenn die schwache Energiebedingung erfüllt ist.

Beispiel[Bearbeiten]

Für die Schwarzschild-Metrik ist die ADM-Masse m_{ADM} gleich der Masse des schwarzen Lochs, die man am Schwarzschildradius abliest. Dabei ist überall, außer im Ursprung, Vakuum: der Energie-Impuls-Tensor T_{\mu \nu}=0 verschwindet.

Literatur[Bearbeiten]

  • R. Arnowitt, S. Deser, C. Misner: Coordinate Invariance and Energy Expressions in General Relativity, Phys. Rev. 122 (1961) 997-1006.
  • R. M. Wald: General Relativity. Chicago: University of Chicago Press, 1984.

Siehe auch[Bearbeiten]