AMC (Fernsehsender)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
AMC
Senderlogo
Logo AMC
Allgemeine Informationen
Empfang: Kabel, Satellit
Eigentümer: Rainbow Media
Geschäftsführer: Charlie Collier
Sendebeginn: 1. Oktober 1984
Website: http://www.amctv.com/
Liste von Fernsehsendern

AMC ist ein US-amerikanischer Fernsehsender, der vornehmlich Filme ausstrahlt, seit einigen Jahren jedoch auch für seine hochqualitativen Serien bekannt ist. Ursprünglich standen die Buchstaben für American Movie Classics. Nach einer Veränderung der Programmausrichtung im Jahr 2002 wird dieser Name nicht mehr verwendet. AMC gehört der Rainbow Media, einer Tochtergesellschaft von Cablevision.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte [Bearbeiten]

In den 1980er Jahren etablierte sich AMC als reiner Pay-TV-Sender ohne Werbung, der vor allem Hollywood-Klassiker aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigte. Eigenproduktionen waren kein Bestandteil des Programms. Im Jahr 1989 konnte der Sender 39 Millionen Abonnenten verzeichnen. AMC ist in knapp 97 Millionen U.S. Haushalten verfügbar.[1]

Gemeinsam mit der von Martin Scorsese gegründeten The Film Foundation startete AMC 1993 ein Filmfestival, dessen Erlöse der Filmrestaurierung zugutekamen. In der Folge wurden auf AMC als verschollen geglaubte Filmklassiker gezeigt, darunter Schwarzweiß- und Stummfilme. Ebenso wurden Retrospektive-Reihen gezeigt, die sich über mehrere Tage auf einen Künstler konzentrierten.

Mit der Serie Remember WENN strahlte AMC von 1996 bis 1998 seine erste Eigenproduktion aus. Remember WENN wurde 1999 von der Serie The Lot abgelöst, die bis 2001 lief. Beide Serien beschäftigen sich mit einer Radiostation bzw. mit einem Filmstudio zur Zeit des Zweiten Weltkriegs – die Zeit, in der der Großteil des AMC-Programms entstand.

Am 30. September 2002 erhielt der Sender eine neue Ausrichtung, indem er sich weniger auf Filmklassiker konzentrierte. Filme aus allen Epochen wurden nun auch mit Werbeunterbrechungen gezeigt.

Der bis zu dem Zeitpunkt nur in den USA zu empfangende Sender wurde am 1. September 2006 von Shaw Communications auch in das kanadische Kabelnetz eingespeist.

Charlie Collier, Geschäftsführer und Präsident von AMC seit 2006

2007 nahm AMC die Produktion von Qualitäts-Serien auf und ließ Mad Men und Breaking Bad produzieren. Die Serien, die AMC ordert, werden laut Rob Sorcher, dem Verantwortlichen für das Fernsehprogramm bei AMC, auteur-geführt sein. AMC wolle somit eine durch Serienschöpfer geführte Umgebung sein: “We want to be a creator-driven environment.”[2] Beide Serien stellten sich als Publikums- und Kritikererfolge heraus, konnten viele Preise verzeichnen und werden weiterhin produziert. 2009 strahlte AMC die in Auftrag gegebene sechsteilige Miniserie The Prisoner aus. 2010 ließ AMC Rubicon produzieren. Die Mysteryserie wurde trotz guter Kritiken aufgrund schlechter Einschaltquoten nach nur einer Staffel abgesetzt. Im selben Jahr startete die auf der gleichnamigen Comicbuchreihe basierende Zombieserie The Walking Dead, die alle bisherigen Einschaltquoten bei AMC, vor allem in der Hauptzielgruppe der 18- bis 49-Jährigen, übertraf. Von der Serie, die auch Kritiker überzeugt, wird derzeit die dritte Staffel ausgestrahlt. 2011 ließ AMC die Kriminalserie The Killing produzieren. Die Serie hatte gewohnt gute Kritiken und Einschaltquoten und wurde um eine zweite Staffel verlängert. Nachdem das Ende der Serie bereits bekannt gegeben worden war, wurde die Serie dennoch um eine dritte Staffel verlängert. Seit 2011 läuft mit Hell on Wheels eine Westernserie auf AMC. Für 2012 wurden die Wiederholungsrechte an der Ausstrahlung von CSI Miami gekauft. Außerdem wurden 2012 auf AMC vier Realityshows eingeführt: Inside the DHS, The Pitch, Comic Book Men und Small Town Security.

Serien [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. AMC Networks Brands: AMC. In: rainbow-media.tv. AMC Networks, abgerufen am 4. August 2011 (englisch, Quelle: Nielsen Media Research).
  2. Rob Sorcher: Variety: Gilligan, AMC high on drama.