AROS

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt das Betriebssystem AROS, zu dem unter dem Pseudonym „Aros“ bekannten Filmpublizisten siehe Alfred Rosenthal.
AROS
AROS mit Kyrillisch Unterstützung
AROS mit Kyrillisch Unterstützung

AROS Research OS
Basisdaten
Entwickler Diverse
Architekturen PPC, M68k, i486
Lizenz APL
Website www.aros.org

AROS, meint das „Amiga Research Operating System“, ein freies Betriebssystem, das quellcode-kompatibel zu AmigaOS 3.1 werden soll. Aufgrund des geschützen Namens Amiga bezeichnet sich das Projekt gegenwärtig als „AROS Research Operating System“.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Näheres

Seit 1993 gab es aufgrund der schlechten Amiga-Situation Diskussionen, wie die Zukunft der Amiga-Plattform aussehen könnte. Konsens war, dass der Amiga größere Verbreitung benötige, damit es attraktiver würde, die Amiga-Plattform zu benutzen und für sie zu entwickeln.

Es ging darum, einerseits ein modernes Betriebssystem zu schaffen, und andererseits bekannte Fehler zu beheben.

Nach langwieriger Diskussion wurde das AROS-Projekt geboren, als ein offenes, zu AmigaOS 3.1 kompatibles Betriebssystem.

[Bearbeiten] Verfügbarkeit

[Bearbeiten] Einleitung

Da AROS ein portables Betriebssystem ist, ist es für mehrere Plattformen vorhanden.

Auch findet inzwischen ein intensiver Austausch mit Amiga-Programmierern (AfA-Ansatz: AROS for Amiga) sowie mit MorphOS statt. Über sogenannte Rückportierungen wird die Funktionalität von AROS bzw. der anderen Betriebssysteme erweitert und wechselseitig getestet.

[Bearbeiten] Entwicklungslinien

[Bearbeiten] Portierungen

Portierungen werden in zwei Entwicklungslinien eingeteilt, nämlich in „einheimisch“ (native) und „bewirtet“ (hosted).

„Einheimische“ (native) Portierungen laufen direkt auf der Hardware und haben die vollständige Kontrolle über den Computer. Ein AROS in einer solchen Variante wird also nicht emuliert, sondern ist ein eigenständiges Betriebssystem. Das ist das Entwicklungsziel, da dadurch die Leistung der Hardware voll ausgeschöpft werden kann. Allerdings sind die nativen Portierungen für den produktiven Einsatz noch zu unvollständig.

„Bewirtete“ (hosted) Portierungen werden auf dem Wirtsbetriebssystem, z. B. Linux oder Windows emuliert. Vorteil ist, dass sie einfacher zu erstellen sind, da es nicht notwendig ist, Treiber für die Hardware zu schreiben.

[Bearbeiten] Kickstart ROM Replacement

Für die Emulation älterer 68k-Amigas oder auch deren direkte Nachbildung, etwa in FPGAs, benötigt man derzeit noch die Original-Kickstart-Dateien. Mit dem Kickstart ROM Replacement Projekt wird deshalb versucht, eine kompatibles freies Kickstart-ROM zu schaffen.

[Bearbeiten] Namensgebung

Die unterschiedlichen AROS-Portierungen haben die Form AROS/<CPU>-<Plattform>, wobei <CPU> die CPU-Architektur und <Plattform> ein symbolischer Name der Plattform ist. Die Plattform einer Portierung kann entweder die native Hardware wie „PC“ oder „Amiga“, oder ein Betriebssystem für „hosted“ Portierungen, wie „linux“ oder „freebsd“ sein.

[Bearbeiten] Beweglichkeit

AROS-Programme für eine bestimmte CPU sind über alle Portierungen mit dieser CPU „beweglich“. Das bedeutet, dass Programme, die für „i386-pc“ kompiliert werden, auch auf „i386-linux“ und „i386-freebsd“ lauffähig sind.

[Bearbeiten] Vorhandene Portierungen

Liste aller AROS-Portierungen, die sich in Arbeit befinden:

  • AROS/ppc-linux
    Entwicklungslinie: hosted
    Status: funkioniert
    AROS/ppc-linux ist die Portierung von AROS für PowerPC-Prozessoren.
    Diese Portierung ist verhältnismäßig komplett, da sie den meisten Code mit AROS/i386-linux teilt.
  • AROS/m68k-pp
    Entwicklungslinie: hosted
    Status: arbeitet teilweise (in einem Emulations-Modus), unvollständige Treiberunterstützung
    AROS/m68k-pp ist die Portierung von AROS für die Palm-Linie. („pp“ steht für „Palm Pilot“, der Name des ersten Handheld-Computers dieser Linie).
    Diese Portierung ist zur Zeit noch roh. Sie läuft in einen Emulator, da niemand die kostspielige Hardware zerstören möchte, aber es gibt noch eine ziemliche Menge Arbeit.
  • AROS/i386-linux
    Entwicklungslinie: hosted
    Status: funktioniert
    AROS/i386-linux ist die Portierung von AROS für GNU/Linux auf x86-Prozessoren.
    Kompletteste Portierung von AROS. Sie verwendet die Treiber des Wirtsbetriebssystems.
  • AROS/i386-freebsd
    Entwicklungslinie: hosted
    Status: funkioniert
    AROS/i386-freebsd ist die Portierung von AROS auf das FreeBSD-Betriebssystem für x86-Prozessoren.
    Diese Portierung ist verhältnismäßig komplett, da sie den meisten Code mit AROS/i386-linux teilt.
  • AROS/i386-pc
    Entwicklungslinie: native
    Status: arbeitet, unvollständige Treiberunterstützung
    AROS/i386-pc ist die Portierung von AROS für IBM-Computer und Kompatible mit x86-Prozessor. Der Name ist irreführend, da AROS/i386-pc mindestens eine 486-CPU erfordert.
    Diese Portierung arbeitet ziemlich gut, aber es existiert nur eine minimale Treiberunterstützung. Eine der größten Beschränkungen ist, dass es zur Zeit nur Unterstützung für generische (unbeschleunigte) VGA- und VBE-Graphiktreiber gibt. Mittlerweile existieren auch experimentelle Treiber für einige nVidia- und ATi-Grafikkarten.

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge