ARWA

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Am Anger 5 begann die Wielandsche Strumpfproduktion. Hier wirkte A. Robert Wieland von 1881-1891 Strümpfe
Logo der Strumpfwarenfabrik ARWA

Das Markenzeichen ARWA entstand als Bild- und Schriftmarke des deutschen Textilbetriebs „Feinstrumpf-Großwerke A. Robert Wieland, Auerbach/ Erzg. und Chemnitz“. Bei diesem Betrieb handelte es sich neben Louis Bahner aus Oberlungwitz um einen der größten Strumpfwarenbetriebe in Deutschland am Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Marke ARWA wurde zu einem Symbol des westdeutschen Wirtschaftswunders und galt durch die Wurzeln in der erzgebirgischen Wirkertradition lange Zeit als Traditionsunternehmen.

Der Markenname ist eine Zusammensetzung aus den Initialen des Gründers August Robert Wieland und dem Stamm- und Gründungsort Auerbach (Erzgebirge). Die Bildmarke beinhaltet einen fünfzackigen roten Pfeil, in dessen Mitte ein Damenstrumpf abgebildet ist. Unter dem Pfeil befinden sich die genannten Buchstaben mit jeweils einer Raute dazwischen.


Erfinder des Namens und der Marke war August Robert Wieland und dessen Sohn Max Robert Wieland. Sie ließen das Markenzeichen in vielen Ländern Europas, aber auch den USA eintragen.

Ende der 1930er Jahre wurde neben diesem Markenzeichen ein weiteres Symbol entwickelt. Es handelt sich dabei ebenfalls um die Buchstaben ARWA in weiß auf rotem Grund. Beide Zeichen fanden bis 1946 Anwendung.

Nachdem das Stammwerk in Auerbach durch den Volksentscheid vom 30.Juni 1946 enteignet worden war, wurde es der Industriezweigeleitung Wirkerei unterstellt. Später ging die Verwaltung an die Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Trigotagen und Strümpfe. Im Jahr 1948 entstand der neue Markenname „Esda“ (Erzgebirgische Spezial Damenstrümpfe Auerbach), da der alte Markenname im neuen sozialistischen System nicht mehr bestehen sollte.

Wortmarke

Hans Thierfelder, Enkel des Firmengründers A. Robert Wieland, gründete im Jahr 1948 im württembergischen Backnang eine Strumpffabrik mit dem Namen ARWA, welche kurze Zeit später nach Unterrot, einem heutigen Ortsteil der Stadt Gaildorf, übersiedelte. Beibehalten wurde die Bildmarke (weiße Schrift auf rotem Grund). Der fünfzackige Pfeil fand keine Verwendung mehr. Ab diesem Zeitpunkt gab es den Namen und die Marke ARWA nur noch in Westdeutschland. Im September 1973 musste sich der Konzern der Konkurrenz beugen und wurde vom US-Konzern Hudson (siehe nachfolgend Kunert AG) übernommen.[1]

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Falk Drechsel: Thierfelder, Hans. In: Sächsische Biografie. Herausgegeben vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, bearb. von Martina Schattkowsky.
Meine Werkzeuge
Namensräume

Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge